Designerportrait
MILLION

Ziemlich beste Freunde

Ihr Label heißt Million und das aus gutem Grund. „Der Name ist international, macht Spaß und klingt einfach gut“, erklärt Jens Kajus, einer der beiden Gründer des jungen dänischen Design-Labels, das die Interior-Welt mit schlichten, aber qualitativ hochwertigen Möbel- und Leuchten-Entwürfen von Kopenhagen aus erobern will. Was dahintersteckt, welche Ziele sie mit ihrer Marke verfolgen und was die Dänen inspiriert, erfahren Sie hier.

Jens Kajus und Claus Jakobsen, beide aufgewachsen im Norden Kopenhagens, sind seit ihrer Kindheit beste Freunde. Der eine ist Grafikdesigner (Jens), der andere Schrankbauer und Möbeldesigner (Claus). Sieben Jahre lang verantwortete Claus Jakobsen die Designentwicklung und Produktion bei Hay und machte zudem drei Jahre Station bei Muuto, wo er u.?a. mit Produktion und Logistik betraut war. Das wertvolle Know-how, das er sich in dieser Zeit aneignete, bringt er seit 2015 ins eigene Unternehmen ein. Denn vor drei Jahren gründete er gemeinsam mit Jens Kajus das Unternehmen Million. Von Kopenhagen aus wollen sie mit ihren schlichten, geradlingen Möbeln und Leuchten die Welt erobern. „Unsere Vision ist es, eine Plattform und eine Marke zu schaffen, die uns Produkte designen, entwickeln und produzieren lässt, für die wir uns begeistern können“, sagt Jens Kajus. Ihr Rezept: die Kombination aus moderner Technologie, smarten Materialien und einem zeitgemäßen ­Farbspektrum. Außerdem, so Kajus, „liegt die Stärke der Kollektion darin, dass alle Produkte großartig zu ­vintage-, klassischen oder modernen Möbeln passen“. Konzipiert als voneinander unabhängige Elemente mit starker eigener Präsenz und der Fähigkeit, auch gut in Verbindung mit anderen Designs zu funktionieren. „Genauso gestalten wir auch unser eigenes Zuhause. Wir alle möchten, dass unsere eigenen vier Wände unsere Interessen und uns als Person reflektieren.“ Daher haben sich die beiden Nordlichter auch für den Namen Million entschieden,
der deutlich machen soll, dass eine Inneneinrichtung auf Millionen unterschiedliche Arten ausgedrückt werden kann. „Außerdem hat der Name einen internationalen Klang und ist perfekt für eine Premium-Marke mit Sitz in Kopenhagen. Und er macht einfach Spaß und klingt gut“, so Kajus. Formal wollen sie sich an einer skandinavischen Formensprache orientieren. „Auch wenn wir der nordischen Designsprache folgen, so findet man bei uns ebenso starke Einflüsse aus dem Deutschland und Holland der 1920er-Jahre. Uns ­faszinieren Designhelden wie Alvar ­Aalto, ­Gunnar Asplund, Poul Kjaerholm und ­Borge ­Mogensen, aber genauso inspirieren uns französische, japanische und amerikanische Designer und Architekten“, ­erklärt Kajus. Sämtliche ­Produkte werden in Dänemark gefertigt. Dort ­haben sie engagierte ­Hersteller gefunden, die in der Lage sind, hochwertige Qualitätsmöbel in kleiner Stückzahl zu produzieren, die den hohen Ansprüchen der Gründer in Bezug auf Qualität und Ästhetik gerecht werden. Um diesen Standard zu erreichen, arbeiten sie ausschließlich mit kleinen und mittelgroßen Unternehmen aus der Heimatregion und aus Süd-
schweden zusammen. „Wir machen keine Kompromisse in puncto Qualität und ­legen Wert darauf, Produkte zu erzeugen, die den unterschiedlichsten täglichen Herausforderungen auf Jahre standhalten“, meint Claus Jakobsen. Den Großteil ihrer Kollektion entwerfen sie derzeit noch selbst, doch der Plan ist es, immer wieder auch mit anderen begabten Designern und Kreativen zusammenzuarbeiten. So soll aus der Zwei-Mann-Schmiede langfristig eine bestens ­vernetzte Talent-Plattform werden, deren ­Produkte das Zeug haben, unzählige Menschen zu begeistern.


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