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Juliette Berthonneau

Filigrane Stoffe mit 3D-Effekt

Im Rahmen der Nachwuchsförderung des Rat für Formgebung ist der internationale Ein&Zwanzig-Wettbewerb eine feste Größe. Jährlich zeichnet er die 21 überzeugendsten Produkte internationaler Nachwuchsdesigner aus. Designerin Juliette Berthonneau aus Frankreich ergatterte mit dem „Best of Best“ in diesem Jahr die höchste Auszeichnung,  Und überzeugte die hochkarätig besetzte Jury mit ihren filigranen 3D-Geweben.


1.035 Einreichungen (25?% mehr als im Vorjahr) aus 74 Ländern waren es insgesamt. Keine leichte Aufgabe für die Jury, aus der Fülle der Entwürfe die 21 ­überzeugendsten Produkte internationaler Nachwuchsdesig­ner auszuwählen und den „Best of Best“-­Gewinner zu ermitteln. Das Rennen machte schließlich Juliette Berthonneau aus Paris. Mit ihrem Projekt „Bouncing Patterns“, ­einer textilen Installation, überzeugte sie die Jury. Ihre filigrane und poetische Designaussage kombiniert die Französin mit hoher Funktionalität in der Anwendung. „Bouncing Patterns“ sind plissierte 3D-Textilien, sogenannte Abstandsgewirke, mit absorbierenden, dämpfenden und selbsttragenden Eigenschaften. Die mehrschichtige Hohlstruktur des Gewebes ist leicht, steif und dabei doch flexibel. „Mein Ziel war es von Anfang an, die traditionelle Idee des Flachgewebes infrage zu stellen“, sagt ­Juliette Berthonneau, Master-Absolventin der Swedish School of Textiles. Ihre neuartigen Gewebe können als Textilpaneele Skulpturen bilden, sind aber auch als Lösung für akustische Fragestellungen, für die Wärmedämmung oder als Polstermaterialien einsetzbar. Die Formen variieren frei. So können die selbsttragenden Objekte mittels Plissierung oder Druckbehandlung endlos transformiert werden. Zur 14-köpfigen Jury des Wettberbs gehörten Hanne Willmann, Studio  BesauMarguerre, Simon Legald, Philip Mainzer, Nils Holger Moormann, Raw Color, Uli Budde, Mathias Hahn, Formafantasma, Studiopepe und Sebastian Herkner. Zudem unterstützten Christian Haas, Nina Bruun und Andrej Kupetz den Auswahlprozess. „Uns fasziniert der vitale Innovationsgeist, der bei jeder Gewinner-Einreichung spürbar ist“, so Andrej Kupetz, Jury-Vorsitzender und Hauptgeschäftsführer des Rat für Formgebung. Die 21 Wettbewerbs-Gewinner werden normalerweise in Mailand zur Tortona Design Week in einer Ausstellung präsentiert. Da das in diesem Jahr leider nicht möglich ist, werden sie auf den Webseiten und Social Media-Kanälen des Rat für Formgebung in digitalen Formaten vorgestellt. Alle Infos: www.ein-und-zwanzig.de





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