Aktuelle Studie über Nutzerwünsche

74% wollen Smart Home

Der Trend ist nicht aufzuhalten. Smart-Home-Technologien sind auf dem Vormarsch, auch wenn noch viele Fragen, etwa in puncto Sicherheit und Datenschutz, offen sind. Doch welche Einstellung haben die deutschen Nutzer zum Internet der Dinge? Eine aktuelle Studie gibt Aufschluss.

In welche Bereiche wollen Nutzer investieren, was sehen sie kritisch und wie informieren sie sich über Smart-Home-Technik? Und welche Unterschiede gibt es zwischen Männern, Frauen, jüngeren und älteren Anwendern? Eine Umfrage (von YouGov) im Auftrag von Coqon wirft ein Schlaglicht auf das aktuelle Stimmungsbild der Deutschen zu diesem Trend-Thema. 
Wenig überraschend: Die Digital Natives (Generation Y) stehen dem Smart Home am aufgeschlossensten gegenüber. Auch wenn knapp 50 % eben dieser Zielgruppe meinen, dass die Investitionen zu teuer seien. Die meisten Vorbehalte gibt es bei Frauen; so halten 27 % der weiblichen Befragten das Ganze für sinnlose Spielerei. Dennoch ist die überwiegende Mehrheit aller Umfrage-Teilnehmer durchaus daran interessiert, die eigenen vier Wände intelligent zu vernetzen. Annähernd 74 % würden gerne in einem Smart Home leben. Weitere relevante Ergebnisse der Studie betreffen die Recherche-Wege: Männer bevorzugen hier das Internet (53 %). Frauen wählen mit 46 % etwas seltener diesen Weg. Zweitwichtigste Anlaufstelle für beide Geschlechter ist mit 39?% der Fachhandel. Gefolgt vom Elektrohandwerk mit 28 %. Gut jeder Vierte (23 %) informiert sich übrigens vorab zunächst im Freundes- und Bekanntenkreis.
Ganz oben auf der Prioritätenliste der Befragten steht das Thema Sicherheit, gefolgt von Energieersparnis, Alarmierung im Notfall, Kameraüberwachung und Komfort. Deutlich auseinander gehen die Meinungen bei Männern und Frauen zum Thema Unterhaltungselektronik. Während 27 % der Männer in diesem Bereich investieren 
würden, wollen dies nur 15 % der Frauen. So sind es wohl auch (noch) überwiegend Männer, die dafür sorgen, dass immer mehr ‘Amazon Alexas’, ‘Google Assistants’, ‘Apple Siris’ oder ganz neu: ‘Apple HomePods’ in die Haushalte einziehen. Etliche Millionen bundesweit nutzen bereits die Dienste digitaler Helfer. Und die Mehrheit ist damit durchaus zufrieden. Davon 
zeugen auch die unzähligen Nutzer-Kommentare im Internet. Zwar gibt es auch kritischere Stimmen, doch die meisten sind positiv, z.B. zu ‘Alexa’:„‘Alexa’ wohnt nun schon eine ganze Weile bei mir – zugegeben, zuerst war ich skeptisch, ob sie mich versteht und auf mich hört – aber die Kommunikation klappt hervorragend. Ich habe sie richtig lieb­gewonnen.“ (Krusi)
„Ich habe ein neues Hobby entdeckt: ‘Alexa’ in unseren Haushalt einbinden!“ (Ingo Bölkam)„Was soll ich sagen! Hammer. Alles funktioniert so gut und neue Funktionen kommen auch ständig. Wir lieben ‘Alexa’.“ (Deniz) (Quelle: http://t1p.de/9j53)Interessant ist hierbei, dass manche Nutzer ganz offensichtlich eine Art „emotionale Bindung“ zu ihren Geräten aufbauen. Besonders deutlich wird das bei ‘Alexa’. So empfinden, laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Norstat, 16 % der Befragten, die Amazons Sprachassistentin getestet haben, ihre Stimme als emotional, 8 % meinen sogar, dass sie sexy klinge. Aussagen, die nicht unerheblich zum Erfolg des Geräts beitragen dürften. Virtuelle Assistenten sollten also nicht nur reibungslos funktionieren, sondern auch einen emotionalen Touch haben. Hat der Nutzer sie dann erst einmal „liebgewonnen“ und nutzt diese nicht nur für die Stau- und Wettervorhersage oder zum Abspielen der Lieblings-Playlist, sondern auch für die Gerätesteuerung, machen sie sich im Haushalt unentbehrlich. Das Problem dabei: Je mehr Geräte involviert sind, desto umfassender wird das Wissen über die Besitzer. Womit wir beim nach wie vor ungelösten Thema Datenschutz sind. Wer hat Zugriff auf unsere Daten, und wie werden sie genutzt beziehungsweise wie lassen sie sich schützen? Aus den USA wurde ein Fall  bekannt, bei dem ‘Alexa’ der Polizei bereits bei der Aufklärung eines Mordes geholfen haben soll.
Unstrittig ist, dass Smart-Home-Techno­logien gerade Ältere oder Menschen mit Handycap im Alltag sehr sinnvoll unterstützen können. Automatische Fensteröffner, programmierbare Jalousien, Bewegungsmelder oder der autonome Rasenmäher machen das Leben einfacher. Auch die automatische Lichtsteuerung, elektrische Aufstehhilfen im Bett oder Lieblingssessel sowie höhenverstellbare Toiletten und Waschtische gehören in diese Kategorie. 
Unsere Gesellschaft wird immer älter und alle wollen auch im fortgeschrittenen Alter noch möglichst selbstständig leben und wohnen. Hier kann intelligent vernetzte Haustechnik helfen. Auch aus diesem Grund wird Smart Home eines der wichtigsten Trendthemen im Interior und der Architektur bleiben.
Heike Gessulat

Foto: 
Eine aktuelle Studie von Coqon klärt über die Wünsche von Smart-Home-Nutzern auf. Coqon ist ein Tochterunternehmen von Team Neusta, einer der größten Digitalagenturen Deutschlands. Mit Coqon entwickelt das Unternehmen eine neue Generation von Smart-Living-Lösungen.

Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen arcade.

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