Heimtextil-Trends 2018/19

The Future is urban

Jede Menge Inspiration und Anregungen verspricht der ‘Theme Park’ auf der kommenden Heimtextil im Januar 2018. Ende August wurden die aktuellen Trends der internationalen Presse im Livestream präsentiert. Das Motto lautet ‘The future is urban’ und greift damit den weltweiten Trend der zunehmenden Urbanisierung auf. Am 30. August präsentierten die Heimtextil-Macher in Frankfurt per Livestream die Trends für die Saison 2018/19. Mit dabei waren neben Heimtextil-Messe-Chef Olaf Schmidt und Thimo Schwenzfeier, Leitung Marketingkommunikation, auch die Mitglieder des Trendtable Kate Franklin (FranklinTill Studio), Anne Marie Commandeur (Stijlinstituut Amsterdam) und Anja Bisgaard (Spott Trends & Business). Das Motto der vier Haupt-Trends, die im kommenden ‘Theme Park’ auf der Heimtextil im Januar 2018 praxisnah inszeniert werden, lautet ‘The future is urban’. Damit wird eines der entscheidenden Schlagworte unserer Zeit thematisiert: Urbanisierung. Schon heute lebt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten. Tendenz steigend. „Das bedeutet“, so Kate Franklin in ihrer Präsentation, „dass wir auf immer kleinerer Fläche leben müssen, die sich immer flexibler unseren Bedürfnissen anpassen muss.“ Gleichzeitig werden die Zeiträume, die moderne Nomaden in ihren Wohnungen verbringen, immer kürzer. Designer, Architekten und Planer sind also gefordert, neue Lösungen fürs temporäre Wohnen zu entwickeln (Trend: ‘The Flexible Space’). 


Der nächste Trend heißt: ‘The Healthy Space’. Denn längst wissen wir, welch tiefgreifenden Einfluss die Räume, in denen wir leben, arbeiten, lernen und entspannen, auf unser Wohlbefinden haben. Gestalter und Materialkundler suchen verstärkt nach innovativem Design, das unsere Gesundheit, Zufriedenheit, Achtsamkeit und Produktivität fördert. Von der Integration von Pflanzen im Interior (jede Pflanze steigert unsere Produktivität um 15 %!) bis hin zu neuen Wellness-Richtungen – der gesunde Raum ist auf dem Vormarsch.


Ein weiteres Phänomen der Urbanisierung ist das rasant steigende Müllaufkommen. Zum ersten Mal in der Geschichte wächst die städtische Abfallproduktion schneller als die Urbanisierung selbst. Zur Bewältigung dieser enormen Müllberge müssen die Städte der Zukunft erkennen, dass Abfall gleichzusetzen ist mit Ressourcen. Somit wird unser Müll zum Ausgangspunkt für neues Design. Daraus ergibt sich der Trend: ‘The Re-Made Space’. ‘The Maker Space’ lautet der vierte und letzte Trend. Hier geht es um die große Maker-Bewegung, die derzeit eine kleine Revolution bei der Herstellung von Interieur-Objekten auslöst. Das könnte die Produktion grundlegend zu verändern, insbe- sondere aufgrund der Demokratisierung der digitalen Fertigungstechnologie. DIY-­Anleitungen, Open Source und downloadbare Designs machen es möglich, dass jeder überall seine eigenen, personalisierten ­Produkte entwickeln kann.

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