Spoga+Gafa: Stefan Lohrberg im Gespräch

„Profil schärfen mit Icons und Trendshow“

Wenn vom 2. bis 4. September die Spoga+Gafa an den Start
geht, trifft sich das Who-is-Who der internationalen Outdoor-Branche. Das Event
kommt mit neuen Konzepten, die vor allem das Thema Design sowie das
Contract-Business noch stärker in den Mittelpunkt rücken. arcade sprach für die
aktuelle Ausgabe mit Director Stefan Lohrberg über die neuen Ideen der Messe,
die den Erfolgskurs weiter fortsetzen sollen und welche Angebote speziell für
Architekten und Planer spannend sind.



Herr Lohrberg, die Spoga+Gafa vergrößert sich erneut, sowohl von der Fläche
als auch von der Ausstellerseite. Worauf führen Sie den positiven Zuspruch
zurück?


Stefan Lohrberg: Es passiert etwas auf der Spoga+Gafa, das merkt die
Branche, und das merken wir. Seit zwei Jahren verzeichnen wir einen weiteren,
deutlichen Qualitätsanstieg unter unseren Besuchern. Neben der international
vertretenen Großfläche verspüren unsere Aussteller ebenso einen bemerkenswerten
Zuwachs aus deren jeweiligen Fach- und spezialisierten Handelsformaten, den
Architekten und z.?B. dem Contract-Business allgemein. Die ­weitergehend
positiven Bewegungen des Or­dergeschäfts auf und im Nachgang der Messe für die
einen und die enorme PR-Kraft der Spoga+Gafa auf der anderen Seite zeigen
unseren Ausstellern, dass Köln funktioniert. Die Messe hat in den letzten
Veranstaltungen ihre Ausrichtung konsequent weiterentwickelt: Neue
Themenplattformen und reichweitenstarke Kommunikationsinseln geben den
Ausstellern und Gästen Mehrwerte, die über das normale Messe­erlebnis und
dessen Erwartung hinaus­gehen. Wir präsentieren die gesamte Life­style-Welt des
Gartens und, schaut man in die Stände unserer Aussteller, auch mehr und mehr
Design-, Tisch- und Dekora­tionselemente aus den Innenbereichen der Häuser.
Eine Entwicklung, die nur logisch ist, verschmelzen die Garten- und
Interieurbereiche in unserer Lebenswelt doch mehr und mehr. Dieser Trend
spiegelt sich in den Auftritten unserer Aussteller wider und dient somit als
ein Grund für den Flächen- und Ausstellerzuwachs der Messe.



Der Bereich Möbel soll künftig einen noch stärkeren Fokus bekommen. Warum?

Stefan Lohrberg: Von den Anfängen bis heute wurden nirgendwo mehr
Outdoor-Möbeltrends gezeigt als auf der ­Spoga+Gafa. Von den internationalen
Einkäufern wurde uns gespiegelt, dass es gilt, diesen USP zu halten und zu
stärken. Unser Anspruch ist es, diesen Erwartungen gerecht zu werden und auch
2018 wieder einen starken Fokus auf den Bereich Möbel zu setzen. Ein neues
VIP-Besucherprogramm, das im September erstmals seine Ergebnisse zeigen wird,
die Implementierung der kuratierten Trendshow Möbel, die Schau der Möbel-Ikonen
und die Vergrößerung bestehender Themenwelten, so zum Beispiel der Outdoor
Kitchen Welt, belegen auch 2018 das Spotlight, das wir auf unsere Möbelkunden
legen.



Mit dem neuen Sonderflächenformat der Trendinseln lenken Sie die
Aufmerksamkeit stärker auf das Thema Design. Braucht die Spoga+Gafa gegenüber
anderen Messestandorten eine deutlichere Profilierung im Hochwertbereich? Und
sollen damit neue Ausstellergruppen angezogen werden?


Stefan Lohrberg: Wir wären schlecht beraten, wenn wir unser Profil nicht
ständig eigen- oder fremdbetrachten lassen würden. Als Weltleitmesse muss und
soll unser Ausstellermix den internationalen Marktes widerspiegeln. Somit ist
es wichtig, sowohl den Markt derer abzubilden, die ihre Produkte in der Breite
verkaufen, als auch solcher Kunden, die sehr spitz vertreiben. Die neue
Sonderfläche in Halle 10.2 wird Outdoor-Möbel mit innovativen Materialien,
besonderen Funktionen oder außergewöhnlichem Design aus beiden
Vertriebsrichtungen präsentieren. Und die Profilierung der Messe, Abbild des
Marktes zu sein, damit weiter unterstützen und vorantreiben. Die begleitend
verstärkte Besucherschaft des Contract-Business unterstreicht, dass wir mit
unserem bestehenden Ausstellerportfolio im Bereich der Hochwertmöbel bereits
gut aufgestellt sind – hier aber gerne weiter wachsen. Die aktuellen Gespräche
mit den Hochwert-Möbelherstellern zeigen, dass diese uns auf dem richtigen Weg
sehen, auch für deren Ansprüche weiter hochinteressant zu bleiben. Die ­Möbel-Trendschau
und begleitende Sonderschau von Ikonen der Möbelindustrie, Icons of outdoor
furniture, bringt uns auf eine ­tolle Gesprächsebene mit den Premium-Marken und
zeigt uns das große Vertrauen, was die aktuell teils abwesenden Topmarken in
die Spoga+Gafa haben.



Kritiker merken an, dass der ‘Garden Unique’-Bereich zu sehr in die Breite
geht, was die Sortimente und Preislagen angeht. Wie gehen Sie damit um?


Stefan Lohrberg: Wir befinden uns in einem sehr engen Austausch mit
unseren Bestands- und Zielausstellern. „Unique“ zu sein, das ist erstmal eine
Bewertung, die im Auge des Betrachters liegt – ein Dach, unter das viele
unserer Kunden in deren und unserer Wahrnehmung passen. Der absolute Großteil
unserer Aussteller fühlt sich auf deren gelernten Messeflächen sehr wohl, sei
es in den Hallen 2, 3, 4 oder 10. Das Segment ‘Garden Unique’ im Speziellen und
der Möbelbereich im Allgemeinen haben insbesondere 2017 und 2016 die besten
Bewertungen in unseren unabhängigen Aussteller- und Besucherbefragungen
generiert. Das zeigt, dass wir hier auf einem guten Weg sind. Für solche
Marktbetrachter, die einige der Design-Speerspitzen vermissen, ist unser
‘Unique’-Bereich zu breit aufgestellt, das stimmt; aber eben vornehmlich für
diese Betrachter. Deren Belange, seien es die Botschaften der Aussteller als
auch die der Besucher, nehmen wir sehr ernst.

Wir planen gemeinsam mit den Hochwert-Herstellern und deren Zielbesuchern für
die Messen 2019 und 2020 Maßnahmen, damit auch diese sich noch wohler bei uns
fühlen. Unsere zeitliche Verortung im Herbst spielt uns hier in die Karten. Für
die kommenden Veranstaltungen werden wir noch einmal speziell weitere
Design-Speerspitzen der Branche adressieren.



Welche Bedeutung messen Sie dem Contract-Geschäft für die Spoga+Gafa bei?

Stefan Lohrberg: Der Anteil an Fachbesuchern aus dem Contract-Business
steigt weiter stetig. Die Kollegen spielen uns zurück, dass der gezielte
Produktüberblick auf der einen Seite, insbesondere aber die Ganzheitlichkeit
der präsentierten Outdoor-Living-Welt auf der anderen Seite Haupttreiber für
deren Besuch sind. Denn nirgendwo anders können – neben den Outdoor-Möbeln –
derart umfassend alle anderen relevanten Themen, wie zum Beispiel Beleuchtung,
Dekoration, Accessoires gefunden werden. Auf der Messe bekommen die
Fachbesucher all das konzentriert zu sehen.



Welche Besonderheiten bietet die Messe den Architekten und Planern?

Stefan Lohrberg: Auch die Architekten und Planer, genauso wie die
restlichen Besuchergruppen, profitieren von der Themenbreite und -tiefe der
Messe: Neben den Möbeln wird ja das gesamte Thema Outdoor-Living-Welt
präsentiert und ermöglicht unseren Besuchern somit ein
„One-stop-shopping“-Erlebnis. Seit 2017 ergänzen wir das zielgruppenspezifische
Rahmenprogramm nochmals um zugeschnittene Vortragsreihen, eigene Kommunikations-
und Produktinformationen sowie spezielle Führungen. Dies hat zur Folge, dass
wir im Bereich der Architekten und Planer ein Besucherwachstum von über 30 %
binnen der letzten zwei Jahre aufweisen. Das zeigt uns, dass wir hier auf dem
absolut richtigen Weg sind.



Das Interview führte Rita Breer



Das komplette Interview mit Stefan Lohrberg lesen Sie in der neuen arcade.
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