Schattdecor

Claudia Küchen im Interview

Seit September 2019 leitet Claudia Küchen bei Schattdecor das neu geschaffene ­Vorstands­ressort Design, Marketing, Kommunikation und Dekorentwicklung. Wir wollten von ihr wissen, welche Trends sie besonders spannend findet und welchen Einfluss die momentane globale Ausnahme­situation auf die zukünftige Gestaltung von Wohnwelten haben wird.

Seit Jahren prägen Sie das Design von Schattdecor sehr. Wie beeinflussen Sie als Vorstands-Mitglied die Dekore des Unternehmens?
Claudia Küchen: Als Verantwortliche für das Vorstandsressorts Design, Marketing, Kommunikation und Dekormanagement ­arbeite ich nun in erster Linie an strategischen Inhalten, stoße Neuheiten und Innovationen an und verantworte die Zielsetzung und Ausrichtung meines Bereichs für die Gruppe. Mein Arbeitsalltag hat sich verändert und das Aufgabenfeld um zusätzliche, spannende Inhalte und Einblicke erweitert – auch die Verantwortung hat nochmals zugenommen. Es ist schön, zusammen mit meinen Kollegen aus dem Vorstand an der Zukunft unserer Gruppe zu arbeiten und diese nun noch aktiver, wenn auch weniger operativ, mitzugestalten. Und natürlich, pflege ich nach wie vor den engen Kontakt zu unseren Kunden – ich bleibe nach wie vor auch Designerin.

Gibt es einen Trend, den Sie gerade ­besonders spannend finden?
Claudia Küchen: Nicht nur einen. Wir bewegen uns auf eine Zeit zu, die viele neue Trends, aber vor allem Bedürfnisse mit sich bringen wird und die uns Kreative in nie dagewesenen Maße fordern wird. Wir müssen maximal flexibel auf eine Zeit reagieren, die ein Maximum an Flexibilität in allen Lebensbereichen fordert. Zur Interzum 2019 hatten wir bereits das Thema E-Commerce näher thematisiert. Dieser Trend verfestigt sich nun noch stärker, die Leute bestellen viel online und lassen sich auch Möbel nach Hause liefern.

Welchen Einfluss hat die Pandemie auf Design und Gestaltung?
Claudia Küchen: Diese Situation wird Einfluss auf alles haben – jeden Bereich des Wohnens, Arbeitens und Lebens. Und natürlich auch auf unsere Produkte. Deshalb laufen Neuentwicklungen gerade auf Hochtouren. Wir müssen neuen Bedürfnissen und einem neuen Facettenreichtum gerecht werden. Keiner kann genau sagen, wohin die Reise geht, aber letztlich haben wir alle das gleiche Ziel: Nach der Krise muss wieder ein Aufschwung kommen. Den wollen wir mit neuen Dekoren, Designs, Konzepten, Oberflächen und Produkten bewusst breitgefächert mit anstoßen.

Rechnen Sie damit, dass die Krise zu ­einem noch stärkeren Cocooning der Menschen und damit mehr Investitionen in die eigenen vier Wände fließen?
Claudia Küchen: Sicher. Das ist ein Thema, das aktuell omnipräsent ist. Noch nie haben wir so viel Zeit in den eigenen vier Wänden verbracht wie derzeit. Und ja, wo wir „früher“ vielleicht eher praktisch und in puncto Nutzbarkeit ohne viel Schnickschnack gedacht haben, möchten wir es jetzt lieber gemütlich haben. Ein Ort des Wohlfühlens und Zurückziehens – Schutz, Wärme und Vertrautheit. Und wenn ich mich im Freundeskreis und im Markt so umhöre, dann investieren die Menschen schon verstärkt in Utensilien für das eigene Heim.

Lesen Sie das komplette Interview in der neuen arcade. Hier geht’s zum Abo.






Weitere Top-Themen in dieser Ausgabe

News_big_ac-jubi
Happy Birthday

Unser Extra: 30 Jahre arcade

<div>Wir feiern 30. Geburtstag! Und haben dieser Ausgabe ein ganzes Extra-Heft zum runden ­Jubiläum bei­gelegt. Darin erfahren Sie, wie arcade das Licht der (Einrichtungs-)Welt erblickte und sich p... weiter

News_big_kaldewei-bryanadams
Die Bad-Trends 2021

Gefühlvolle Inszenierung

<div>Design und Entspannung sind die beiden Faktoren, die den Menschen im Bad am wichtigsten sind. Beim Platz sind sie hingegen zu Abstrichen bereit. Das ergab eine Umfrage, die Hansgrohe beim Mark... weiter

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass diese Seite Cookies verwendet. Mehr Infos