EO Denmark im Interview

„Wir Skandinavier verzichten auf unnötigen Lärm“

Mit ihrem 2013 in Kopenhagen gegründeten Designlabel EO Denmark kreieren Nicole und Tor Vitner Servé in erster Linie einzigartige Produkte für Kinder. Mit ihren weltberühmten „Bambi“-, „Cow“- und „Sheep“-Chairs haben sie es aktuell in Phaidons „The Design Book“ der innovativsten, schönsten und einflussreichsten Produkte geschafft, die jemals gestaltet wurden. arcade hat sich exklusiv von dem Designer-Ehepaar die Unternehmens-Philosophie erläutern lassen.

Nicole und Tor Vitner Servé, warum haben Sie mit EO im Jahr 2013 ein eigenes Designlabel gegründet?
Nicole & Tor Vitner Servé: Der Auslöser war der Wunsch, optimistische, harmonische Produkte für einen gesunden Lebensstil in die Welt zu bringen.

Warum haben Sie sich im Wesentlichen auf das Kindersegment spezialisiert?
Zufällig hatten wir schon immer einen guten Blick für schöne Kinder-Produkte. Wir versuchen, hochästhetisches Design mit einem Hauch „eigener Dimension“ zu entwickeln.

Wie würden Sie den Stil von EO beschreiben?
Unser Stil ist universell, lebendig, modern und zeitgemäß.

Wie wählen Sie die Designer für Ihre Marke aus?
Wir arbeiten mit einer ausgewählten Anzahl von Designern zusammen. Darüber hinaus erhalten wir viele Entwürfe von Kreativen, die wir nicht persönlich kennen, bevor sie an uns herantreten. Alle Designvorschläge, die wir erhalten, analysieren wir sorgfältig und setzen dann nur einige wenige davon um.

Wo produzieren Sie Ihre Produkte?
Hauptsächlich in Europa. Denn so gestaltet sich die Kommunikation einfacher, die Qualität ist höher und die Mindestabnahme-Mengen bei Bestellungen sind niedriger.

Wie handeln Sie die Balance zwischen Handel (z.B. Harrods, 10 Corso Como, Illums Bolighus etc.) und eigenem Online-Shop?
Die Zukunft wird sein: weniger, dafür aber stärkere Einzelhändler zu haben, die sowohl das Online- als auch das Stationär-Geschäft bedienen, und die einzigartig sind. Und dann werden wir noch mehr Marken erleben, die alles selbst machen, wie beispielsweise Apple.

Warum löst skandinavisches Design oft sofort ein Wohlgefühl aus, beziehungsweise steht als Qualitätssiegel, speziell bei den Deutschen?
Wir können hier oben in Skandinavien ziemlich zynisch sein. Und sind deshalb in der Lage jeden unnötigen „Lärm“ beim Kreieren von Produkten wegzulassen. Erfolgreich sind skandinavische Marken außerdem, weil sie sich einem sehr harten Wettbewerb stellen müssen. Wir haben allein hier in Dänemark rund 400 Marken, die sehr geschickt sind. Und dazu eine ganze Reihe an „Design-Helden“ und -marken, die jungen Leuten in diesem Segment das
Gefühl geben, dass auch sie es schaffen können.

Die Fragen stellte Tino Eggert

Foto: "Cow Chair" von EO.

Das vollständige Interview lesen Sie in der neuen arcade auf S. 24/25.
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