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Donnerstag, 14. August 2014, 12:40 Uhr
Objektgeschäft

Großes Potenzial für Outdoor-Hersteller - News auf der spoga+gafa

Bei einem Glas Wein oder Bier die laue Sommernacht genießen, und zwar draußen - das wünschen sich die Gäste hierzulande. Deshalb kann heute kaum noch ein Café oder Restaurant auf einen Außenbereich verzichten. Aktuell verfügen 96 Prozent der gastronomischen Betriebe in Deutschland über ein Outdoor-Plätzchen. Das ergab eine aktuelle Studie der Business Target Group, die im Auftrag der 'Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung' (AHGZ) durchgeführt wurde.

Beim Komfort besteht allerdings Nachholbedarf. Denn bei 73 Prozent der Befragten besteht die Außen-Möblierung aus schlichten Einzelstühlen. Hocker, Sofas oder High Chairs haben bisher eine geringe Bedeutung, Sitzbänke sind nur in größeren Betrieben zu finden. Dabei wollen die Gäste nicht nur einfach draußen sitzen, sie wollen es dabei auch gemütlich haben, um neben dem Essen zu chillen und zu loungen. 'Der Außenbereich ist zu einem integralen Bestandteil der Gastronomie geworden, der auch ,Wohnqualität' besitzen muss. Früher genügten ein paar Plastikstühle, heute zelebriert man draußen Lifestyle', unterstreicht Innenarchitekt Peter Joehnk vom Hamburger Büro Joi-Design.

Deshalb investieren aktuell viele Gastronomen in dieses Thema. 63 Prozent der Betriebe haben laut der Umfrage 2013 Geld in die Hand genommen, um die Attraktivität des Außenbereichs zu erhöhen. An erster Stelle stand dabei die Erneuerung oder Ergänzung der Möbel. Und auch in diesem Jahr plant mit 55 Prozent die Mehrheit der Unternehmen, ihre Freiluftfläche aufzuwerten. Die Investitionssumme hängt mit der Betriebsgröße zusammen - durchschnittlich liegt sie bei rund 9.000 Euro, so die AHGZ.

Bei den Möbeln ist derzeit Variantenreichtum angesagt, so Peter Joehnk: 'So viele Produkte für die Außenmöblierung wie heute gab es noch nie. Insbesondere die Vielfalt ist ein großes Thema - von großzügigen Daybed-Liegeflächen über Sessel und Sofas bis hin zu Zelten und Buffets.'

Aber nicht nur Möbel, auch die Auswahl an Lifestyle-Produkten ist immens gewachsen. Mit ihnen lassen sich ohne großen Kostenaufwand Terrassen, Biergärten und Beach Clubs inszenieren. Tischdekorationen mit Kräutertöpfen oder Lavendelpflanzen versprühen mediterranes Ambiente. Ein kleiner Brunnen, in dem das Wasser plätschert, Begrenzungen mit Zitronen- oder Olivenbäumchen und LED-Lichter auf den Tischen setzen dazu stimmungsvolle Akzente.

Der Bereich bietet also weiterhin großes Potenzial. Hersteller, die ins Objektgeschäft einsteigen wollen, müssen sich allerdings auf eine komplett andere Form des Vertriebs einstellen als beim Verkauf über den Handel, betont Peter Joehnk: 'Die Ansprechpartner in dem Segment sind Architekten, Generalunternehmer und Objekteinrichter sowie jedes einzelne Haus - also das Hotel oder Restaurant. Der Vertriebsaufwand ist deutlich höher, wenngleich sich das über höhere Stückzahlen im Objekt auch wieder ausgleichen sollte.'

Viele Hersteller, die im Objektgeschäft tätig sind, sowie spannende Events und Vorträge für Inneneinrichter, Designer und Planer gibt's auf der spoga+gafa, die vom 31. August bis 2. September 2014 in Köln stattfindet.

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