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Freitag, 14. August 2015, 15:10 Uhr
Elektro+

Wer vorbeugt, wohnt sicherer im Seniorenalter

Bis ins hohe Alter eigenständig leben zu können, ist für viele Menschen ein Traum. Dennoch sind 93 Prozent der Seniorenhaushalte in Deutschland nicht auf die Beeinträchtigungen im Alter eingerichtet. Dies ergab eine aktuelle Studie des Instituts für Bauforschung Hannover im Auftrag des Bauherren-Schutzbundes. Und der Nachholbedarf wird wachsen, da die Bevölkerung immer älter wird.

'Wir empfehlen eine rechtzeitige Investition in ein barrierefreies Zuhause, denn im Alter fehlen oft die finanziellen Mittel und das Verständnis für die technischen Assistenzsysteme', so Hartmut Zander, Projektleiter der Initiative Elektro+.

Panikschalter etwa oder Rauchwarnmelder für Schwerhörige sorgen im Ernstfall für ein Plus an Sicherheit. Und Systeme für Barrierefreiheit rechnen sich nicht erst im Alter - sie steigern den Komfort sofort, ob nun Leuchten mit Bewegungs- und Präsenzmeldern oder Steckdosen und Schalter mit integrierten Orientierungsleuchten. Bodenleuchten können mit der Alarmanlage oder dem Rauchwarnmelder vernetzt werden. Dann fungieren sie als Leitsystem, an dem sich die Bewohner im Gefahrenfall orientieren und schneller das Haus verlassen können.

Lichtsignale spielen für ältere Bewohner eine wichtige Rolle. Ein Rauchwarnmelder kann per Funk mit einem visuellen Alarmsystem verbunden werden, das so intensive Lichtblitze abgibt, dass die Netzhaut sie auch bei geschlossenen Augen wahrnimmt. Zusätzlich bieten einige Hersteller Vibrationskissen an. Weil im Alter häufig auch das Reaktionsvermögen nachlässt, ist es umso wichtiger, die Bewohner so schnell wie möglich vor einem Brand zu warnen. Auch die Türklingel oder der Alarm bei einem Einbruchsversuch können Schwerhörige mittels Licht und Vibration erreichen. Seit 2014 haben Gehörlose und hochgradig Schwerhörige gegenüber ihren Krankenkassen einen Anspruch auf Kostenübernahme für einen barrierefreien Rauchwarnmelder. Viele weitere Modernisierungsmaßnahmen für mehr Barrierefreiheit fördert außerdem die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit zinsgünstigen Krediten und Investitionszuschüssen im Rahmen ihres Programms 'Altersgerecht Umbauen'.

Den höchsten Grad an Sicherheit bieten technische Hilfsmittel, wenn sie programmiert und automatisiert ineinander greifen. Ein Smart-Home-System vernetzt diese per Funk oder Bussystem.

Weitere Informationen zum Thema Smart Home enthält die Broschüre 'Elektroinstallation im Smart Home', die unter www.elektro-plus.com zum kostenlosen Download bereit steht.

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