Donnerstag, 29. Oktober 2015, 09:40 Uhr
James Turell

Lichtinstallation fürs Kronenhochhaus

Im sogenannten Kronenhochhaus in Frankfurt am Main wurde im August dieses Jahres die Lichtinstallation 'Crater Dusk' des US-amerikanischen Künstlers James Turrell modernisiert, die er 1998 exklusiv für die DZ Bank Sky Lobby angefertigt hatte. 'Crater Dusk' ist die erste mehrteilige Lichtinstallation des Künstlers. Sie besteht aus vier Elementen im Raum, die im ständigen Lichtwechsel zueinander in Beziehung stehen: das Panoramafenster, die beleuchteten Türen, die Wet Bar und die Back Bar. Die bisher lediglich von innen sichtbare Fensterlaibung im 50. Stockwerk des Gebäudes leuchtet nach einer umfassenden technischen Überarbeitung nun jeden Abend zwischen 22 und 24 Uhr auch nach außen. Zu sehen ist ein Lichtspiel aus wechselnden Farben in der Etage unterhalb der 'Krone' des Hochhauses.
Wie kaum ein anderer Künstler hat sich Turrell dem Licht in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen verschrieben. Sein Wunsch Kunst und Psychologie zu studieren, stieß in seiner Quäkerfamilie, die seit Generationen nur aus Farmern bestand, auf erheblichen Widerstand. So musste er selbst für seinen Lebensunterhalt sorgen und flog mit einer kleinen Propellermaschine Kurierpost durch den Westen der USA. Aus dieser Perspektive entdeckte er besondere Lichtspiegelungen, die später zum Gegenstand seiner künstlerischen Arbeit wurden. Als Psychologe war es ihm wichtig, auch die besondere Wahrnehmung von Licht zu untersuchen. Als Künstler schließlich verwandelte er das Licht in Form.
Ein gigantisches Kunstprojekt in einem erloschenen Vulkan in den San Francisco Peaks, an dem Turrell seit den 1970er Jahren arbeitet, schlägt eine Brücke zu der Arbeit in der Frankfurter Sky Lobby: Denn der Bar-Tresen ist eine Nachbildung dieses vulkanischen Gebirgszugs mit den Namen 'Roden Crater', den der Künstler bei einem seiner Flüge entdeckte und später kaufte.

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