Montag, 02. November 2015, 12:00 Uhr
BDIA

Neues Präsidium gewählt - Erklärung zu bezahlbarem Wohnraum verabschiedet

Mit großer Mehrheit wurde am 31. Oktober Innenarchitektin Vera Schmitz (Oberhausen) von der Bundesmitgliederversammlung für eine zweite Amtszeit als Präsidentin des BDIA Bund Deutscher Innenarchitekten gewählt. Mit vielen Stimmen wurde ebenso Vizepräsidentin Sylvia Leydecker, Köln, bestätigt. Pia A. Döll aus Frankfurt/Main wurde zum ersten Mal als Vizepräsidentin des BDIA gewählt. Bereits am Vortag bestätigte der BDIA Bundesrat Claudia Schütz, Rosenheim, als Vizepräsidentin. Johann Haidn aus München ergänzt als BDIA Schatzmeister das Gremium.
Im Anschluss an die Wahl verabschiedete die Bundesmitgliederversammlung die Düsseldorfer Erklärung: 'Bestandsgebäude intelligent nutzen – für bezahlbaren Wohnraum!': 'Bezahlbarer Wohnraum für alle Lebensphasen ist ein Grundbedürfnis unserer Gesellschaft. Zusätzlich muss die große Zahl von Menschen, die als Flüchtlinge nach Deutschland kommen, in unserer gesellschaftlichen Mitte integriert werden. Ihre Unterbringung ist eine große Herausforderung, die aber gemeistert werden kann, wenn alle Potenziale ausgeschöpft werden.
Ein großes Potenzial bietet leerstehender Gebäudebestand in zentralen städtischen Lagen. Innenstädte verfügen über eine bestehende Infrastruktur. Außerdem bedeutet die Nutzung von Bestand auch den behutsamen Umgang mit vorhandenen Ressourcen bei gleichzeitiger Vermeidung von Flächenverbrauch und -versiegelung.
Der Neubau bezahlbarer Wohnungen ist eine berechtigte Forderung, jedoch stehen nur in Randlagen ausreichend Baufelder zur Verfügung. Der Bedarf an günstigem Wohnraum kann kurz- und mittelfristig nur durch Umbau und Umnutzung von leerstehendem Gebäudebestand in Ergänzung zum Neubau gedeckt werden. Zudem können Umbaumaßnahmen zeitlich schneller zu bewerkstelligen sein.
Wir Innenarchitektinnen und Innenarchitekten im BDIA Bund Deutscher Innenarchitekten fordern, dass das vorhandene Potenzial von Bestandsgebäuden durch intelligente Planungslösungen kurzfristig und sozial verträglich für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum genutzt wird.
Wir fordern, dass die politisch zugesicherten, zusätzlichen Mittel für den sozialen Wohnungsbau ebenso für den Umbau und die Umnutzungen von Bestandsimmobilien bereitgestellt werden. Planungsrechtliche Erleichterungen sind auch für diese Baumaßnahmen vom Gesetzgeber zu formulieren und festzuschreiben.
Wir Innenarchitektinnen und Innenarchitekten im BDIA können mit unserer Kompetenz für das Bauen im Bestand bundesweit einen Beitrag zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in den kommenden Jahren leisten. Wir können Umnutzungskonzepte für einen qualität-vollen und nachhaltigen Wohnraum entwickeln. Somit kann wertvoller Bestand erhalten und Baukultur vermittelt werden - ein Ansatz für Kommunikation und Integration.'

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