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Montag, 29. Februar 2016, 15:10 Uhr
Nachhaltigkeit

Mit FSC-Zertifizierung Verantwortung übernehmen und Umsatz steigern

Die Möbelindustrie konnte 2015 als einer der wenigen Handelszweige steigende Bilanzen verzeichnen. Um fünf Prozent ist der deutsche Markt im letzten Jahr gewachsen und der Trend hält an. Nun ist es umso wichtiger, Nachhaltigkeit und ökologisches Wirtschaften mit Ressourcen und Logistik umzusetzen, um sich mit Qualität zu behaupten. Das FSC-Siegel hilft dabei.
Laut dem Verband der Deutschen Möbelindustrie gaben die Deutschen im letzten Jahr 5,9 Milliarden Euro für Möbel aus. Spitzenreiter war dabei der Bereich der Küchenausstattung, der mit 3,8 Milliarden Euro knapp über das Doppelte des Umsatzes der Büromöbelbranche zu verzeichnen hatte. Die Deutschen kaufen Möbel und sie kaufen sie mit Bedacht und nach Qualitätsmerkmalen wie Langlebigkeit und Nachhaltigkeit. Aber woran erkennt der Verbraucher heute ein nachhaltiges Produkt? Bei Umfragen unter Kunden im Jahr 2014 wurde festgestellt, dass etwa die Hälfte aller Verbraucher das FSC-Logo erkennt und mit ökologischer Nachhaltigkeit verbindet.
Das FSC-Siegel (kurz für Forest Stewardship Council) wurde Anfang der 90er-Jahre eingeführt, um einen international wirkenden Schutz von Wäldern zu erwirken. 2010 waren über 120 Millionen Hektar Wald weltweit durch das Siegel ausgezeichnet. Vergeben wird es an Wälder, die ohne mittlere oder schwere Zerstörung der Umwelt betrieben und abgeholzt werden. Das bedeutet konkret, dass der Boden durch den Wald nicht zerstört werden darf, kein Kahlschlag erfolgt, Fauna und Flora in und um den Wald geschützt wird, Biodiversität erhalten bleibt und die Rechte indigener Völker geachtet werden. In der Vergangenheit waren immer wieder Regenwaldstücke rücksichtslos niedergemäht worden, Völker gezwungen in Wohngebiete umzusiedeln und Arten ausgerottet worden. Das FSC-Siegel versucht dies seit 1993, erfolgreich, zu ändern.
Für Hersteller, die mit FSC-zertifiziertem Holz arbeiten und das Siegel daher auf ihren Produkten anbringen dürfen, gelten strenge Auflagen. Allerdings sollte Nachhaltigkeit dabei als grundlegendes Firmenprinzip begriffen und nicht nur auf die Holzzulieferung beschränkt werden. Für große Hersteller sollte es, wie einige Vorreiter es als machbar aufzeigen, auch 2016 vorrangiges Ziel sein, ökologisch und transparent zu handeln.

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