Donnerstag, 12. Mai 2016, 13:30 Uhr
Zumtobel

Inszeniert Issey Miyake-Store in Antwerpen

Einen Traum hat sich Gustav Bruynseraede mit seiner Monolabel-Boutique am Eiermarkt mitten in Antwerpens Altstadt erfüllt: Exklusiv für ganz Belgien werden hier die ausgefallenen Kollektionen der Marke Issey Miyake offeriert. Dabei erwies sich die Shop-Gestaltung als Herausforderung, denn es mussten die strengen Vorgaben der Modemarke und zugleich besondere bauliche Einschränkungen berücksichtigt werden. Die 300 qm große Location, die in einem Gebäude aus dem 16. Jahrhundert untergebracht ist, forderte aufgrund des Denkmalschutzes ein hohes Maß an Improvisationstalent. Denn Eingriffe in der Decke sollten vermieden werden, sodass die Leuchten soweit möglich an den Auslässen der Vorgängerinstallation montiert worden sind.

Als Kleinod präsentiert sich der Issey Miyake-Shop von außen. Einen reizvollen Gegensatz bildet die historische Fassade zu der geradlinigen Glasfront und dem modern gestalteten Durchgang zum Innenhof. Purismus und Transparenz dominieren den Innenraum. Diese Wirkung wird durch die maßgefertigten Möbel aus weißem Beton und sandgestrahltem Glas noch verstärkt. Darauf angeordnete Objekte stellt das miniaturisierte modulare LED-Lichtsystem 'Microtools' gezielt in den Fokus. Spannende Lichteffekte, die einer raffinierten Dramaturgie folgen, lenken die Aufmerksamkeit auf das Geschäft, erzeugen eine Wohlfühlatmosphäre und beeinflussen die Verweildauer der Kunden positiv.

Schon das Schaufenster präsentiert sich als Showroom. Hier suggeriert dynamisches Licht mit unterschiedlichen Helligkeitswerten, dass sich die für Issey Miyake typischen 'Mannequins' bewegen. Auf die Puppen sind jeweils ein Akzentstrahler mit Spot- und einer mit Flood-Charakteristik des Beleuchtungssystems 'Intro' gerichtet, das bündig in der Decke eingepasst ist. Diese lebendige Inszenierung zieht die Passanten an und direkt in den Laden, wo dasselbe Konzept - allerdings etwas weniger theatralisch - die Mannequins auf einem 'Laufsteg' in Szene setzt.

Harmonisch fügen sich die weißen rahmenlosen Zweiermodule des 'Intro'-Systems in die Decke ein, erzeugen eine gleichmäßige Allgemeinbeleuchtung und rücken die Kollektionen bühnengerecht in den Mittelpunkt. Dabei unterscheidet sich die Dramaturgie deutlich gegenüber konventionellen Beleuchtungslösungen. Der Shop ist in mehrere Zonen unterteilt, die - mit Bewegungssensoren ausgestattet - interaktiv auf das Betreten mit einer subtilen Anhebung des Helligkeitsniveaus reagieren.

Eine Einladung zur Anprobe der Designerstücke sprechen auch die vier mit runden Downlights 'Panos infinity' ausgestatteten Umkleidekabinen aus. Denn beim Betreten wird die warmtonige Grundhelligkeit mit etwa 50 % Lichtstrom, initiiert vom Bewegungssensor, deutlich wahrnehmbar zu einer Wohlfühlatmosphäre angehoben.

Das Einkaufserlebnis spielt eine immer größere Rolle, um im Einzelhandel erfolgreich zu sein und auch eine Markenbotschaft eindrucksvoll zu vermitteln. Der niederländische Wissenschaftler und Kunstingenieur Luuk van Laake, Gründer des Unternehmens Digiluce, übertrug die ursprüngliche Vision von Gustav Bruynseraede für das Beleuchtungskonzept in einen konzeptionellen Entwurf, indem er maßgeblich das interaktive Element hinzufügte. Der Entwurf ist dann vom belgischen Zumtobel-Team angepasst und umgesetzt worden. Aber ebenso gilt es, die Kollektionen mit ihrer Materialität und Farben ausdruckstark zu präsentieren. Dafür ist das 'Intro'-Beleuchtungssystem mit der 'TGRfashion'-Technologie ausgestattet. Die LED-Strahler zeichnen sich durch eine außergewöhnlich gute Farbwiedergabe von Ra > 95 aus, die dem Betrachter weiße, helle, aber auch kräftige Farbtöne in einer überragenden Qualität und Brillanz erscheinen lässt.

Auch hinsichtlich der Energieeffizienz und des geringeren Wärmeeintrags punktet die LED-Lichtlösung von Zumtobel. Gegenüber der alten Beleuchtungsanlage mit Niedervolt-Halogenlampen im vorherigen XSO-Store, den Gustav Bruynseraede mit verschiedenen Designermarken bespielt hatte, reduzierte sich der Energieverbrauch um etwa 70 %. Dabei ist das Energieeinsparpotenzial durch das Dimmen bzw. die Nachtszene noch nicht berücksichtigt. Diese weist außerhalb der Geschäftszeiten ein niedrigeres Helligkeitsniveau auf, behält aber die Dynamik bei, um weiterhin das authentische Image des Issey Miyake-Shops widerzuspiegeln.

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