Mittwoch, 06. Juli 2016, 11:25 Uhr
Studie zum Luxussegment

Direktvertrieb im Netz legt auf 34 % zu

Luxusprodukte werden immer öfter virtuell angeboten. Das Fachmagazin 'Luxury Business Report 2016' vermisst jährlich die deutsche Luxuslandschaft und enthält aktuelle Untersuchungen und Studien - u. a. das Ranking deutscher Luxusmarken, für das das Beratungsunternehmen EY insgesamt 120 Unternehmen untersucht hat. Unter den Top 25 - mit Montblanc, Leica und A. Lange & Söhne an der Spitze – befinden sind auch Möbel- und Küchenhersteller: Platz fünf belegt Bulthaup, Dedon landet auf dem achten Rang, gefolgt von Walter Knoll. Schramm Betten befindet sich an Position elf, Poggenpohl auf Platz 14, Cor liegt auf Rang 20. Platz 21 und 22 gehen an Gaggenau und Siematic.

Dabei stellt die Studie eine erhebliche Zunahme des Onlinevertriebs fest. 'Luxusunternehmen haben die Bedeutung des Internets erkannt, was sich in dem kontinuierlichen Wachstum des Online-Luxusmarkts widerspiegelt: Weltweit ist dieser im Bereich der Luxusgüter des persönlichen Gebrauchs um 7,0 % auf 16,8 Mrd. Euro angestiegen und hat damit seinen Marktanteil seit 2012 fast verdoppelt', sagt Florian Huber, Partner bei EY in München. Der Vertrieb durch eigene Retail- und Onlinestores hat im Vergleich zum Vorjahr zwei Prozentpunkte zugelegt und kommt aktuell auf einen Anteil von 34 %. 'Dennoch bleibt der Großhandel mit 66 % nach wie vor der dominierende Distributionskanal für Luxusunternehmen', erklärt Huber.

Die Positionierung der Luxusmarken in den sozialen Medien nimmt laut der im 'Luxury Business Report' veröffentlichten Studie beachtliche Dimensionen an. 85 % der untersuchten Unternehmen führen einen offiziellen Marken-Account auf Facebook, 50 % sind mit ihrer Marke auch auf Twitter vertreten.

Laut Erhebung nutzen 60 % der untersuchten deutschen Unternehmen den Onlinekanal und bieten ihre Produktpalette ganz oder teilweise über das Internet an. Die größte Onlineverfügbarkeit lässt sich in Deutschland und Westeuropa erkennen. In Australien und Südamerika geben nur 14 % bzw. 13 % der deutschen Unternehmen an, ihre Produkte online zu vertreiben.

'Luxusmarken können ihr Image online viel differenzierter aussteuern, indem sie ihre Kunden aus der digitalen Masse herauslösen und individuell ansprechen', erklärt Gerd Giesler, CEO bei der Verlagsgruppe Journal International und Herausgeber des 'Luxury Business Report', und mahnt zur richtigen Mischung beim Markenauftritt. 'Gleichzeitig wissen sie darum, wie sehr sie von dem Image leben, das sie in der Bevölkerung genießen. Dieses Renommee wiederum lässt sich mit traditionellen Printmedien und stationären Boutiquen untermauern, da diese Vertriebswege gewachsene und gelernte Abstrahleffekte auf Unternehmen haben', so Giesler.

Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie des Beratungsunternehmen EY in Kooperation mit Inlux und der Verlagsagentur Journal International, die jetzt im Fachmagazin 'Luxury Business Report 2016' veröffentlicht wurde.

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