Donnerstag, 20. April 2017, 15:30 Uhr
GfK

Europäisches Konsumklima erreicht neuen Höchstwert

Die Europäer sind in Kauflaune: Der GfK-Konsumklimaindex für die 28 EU-Mitgliedsstaaten kletterte im Januar 2017 auf 19,9 Punkte und lag damit so hoch wie seit Januar 2008 nicht mehr. Im März erreichte der Wert schließlich 18,9.

Weiterhin zeigt die GfK-Konsumklimastudie für Europa im ersten Quartal 2017, dass es bei Konjunktur- und Einkommenserwartung sowie Anschaffungsneigung in den einzelnen Ländern sehr große Unterschiede gibt. Als Gründe werden die wirtschaftliche Entwicklung und die Situation auf dem Arbeitsmarkt genannt. Außerdem beeinflussen Themen wie der Brexit, das Erstarken nationalistischer Parteien, die neue Regierung in den USA oder der Bürgerkrieg in Syrien das Konsumverhalten der Europäer.

In Deutschland hat sich die Erwartung an die Konjunktur im ersten Quartal 2017 nach einem kurzen Einbruch im Februar wieder erholt und stieg Ende März auf 18,1 Punkte. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von fast 18 Zählern. Die Einkommenserwartung ist allerdings auf 43,4 gesunken. Dies spiegelt die Sensibilität der Bundesbürger auf Veränderungen bei bestimmten Signalpreisen wie zum Beispiel Benzin oder Heizöl wider, da sie dadurch die Kaufkraft ihrer Einkünfte beeinträchtigt sehen. Auch die Anschaffungsneigung legte nach einem Tief im Februar gegen Quartalsende wieder zu und wies einen vergleichbar hohen Wert von 55,5 Punkten auf (5,5 Zähler höher als im Vorjahr).

Bei den Briten sieht die Lage ganz anders aus. Die Konjunkturerwartung bleibt schwach und erreichte Ende März einen Wert von -13,2. Auch die Einkommenserwartung musste Verluste hinnehmen und sank auf 1,2 Zähler zum Quartalsende. In Italien und Griechenland ist laut Ansicht der Verbraucher ebenfalls mit keiner Erholung der Wirtschaftslage zu rechnen, denn Konjunktur- und Einkommenserwartung sowie Anschaffungsneigung zeigen sich wenig erfolgsversprechend.

Deutlich optimistischer sind die Niederländer, denn die Konjunkturerwartung kletterte dort Ende März auf 31,9 Punkte und überragte damit den Vorjahreswert (-4,1) um 36 Zähler. Ebenso glauben die Tschechen an gute Wirtschaftsleistungen. Sowohl Konjunktur- als auch Einkommenserwartung stiegen beträchtlich. Ähnlich gut entwickelte sich die Konjunkturerwartung in Belgien (13,8), wo der höchste Stand seit Ende 2015 erreicht wurde. Auch die Einkommenserwartung hat ihren Negativtrend überstanden und ist mit 2,5 in den positiven Bereich zurückgekehrt. Rumänien hat bei Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung Rekordstände erreicht, während die spanischen Verbraucher bei der Erwartung an Konjunktur und Einkommen vorsichtig bleiben. Die dortige Anschaffungsneigung verbesserte sich zwar leicht, blieb aber mit -3,7 Punkten im negativen Bereich.

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