Freitag, 05. Mai 2017, 11:00 Uhr
Green Pearls

Plattform für nachhaltiges Reisen

Für Hotels, die sich dem grünen Gedanken glaubwürdig verschrieben haben, gibt es bereits seit 2012 die Plattform Green Pearls. Knapp 100 besondere Häuser sind dort inzwischen zu finden, denn dem sanften und nachhaltigen Tourismus gehört die Zukunft. Um dabei zu sein, müssen hohe Anforderungen erfüllt sein.

Das Anforderungsprofil von 'Green Pearls Unique Places’ basiert auf den Kriterien des Global Sustainable Tourism Council (GSTC). Folgende Faktoren sind für die Bewertung relevant: Management-Plan, Architektur, Umwelt, Wasserverbrauch, Müllmanagement, Hauswirtschaft, Lebensmittel, Sozialverträglichkeit, soziale Projekte, kulturelle Verpflichtungen und Kommunikation des jeweiligen Hotels. Im Mittelpunkt der nachhaltigen Bestrebungen stehen insbesondere die Menschen der Region. Ziel sollte es sein, vorrangig lokale Mitarbeiter einzustellen bzw. mit Handwerkern und Zulieferern vor Ort zu arbeiten, lokale soziale Projekte zu unterstützen und sich auch kulturellen Verpflichtungen nachhaltig zu widmen. Mindestens 80 % der Green Pearls Vorgaben müssen erfüllt sein, um als nachhaltiges und einzigartiges Hotel aufgenommen zu werden. Alle Mitgliederhotels sind über die Green Pearls Unique Places-Plattform verlinkt und können direkt gebucht werden. 

Wie das Creativhotel Luise in Erlangen, das seit 1956 besteht und als Vorreiter der grünen Hotellerie in Deutschland gilt. „Nachhaltigkeit im Hotelbetrieb heißt nicht Verzicht, sondern einen Kreislauf zu schaffen, in dem Menschen, Prozesse, Materialien und Natur aufeinander abgestimmt sind“, erläutert Hotelchef Ben Förtsch das Kreislaufdenken und Handeln. Mit 9,78 kg CO2 pro Übernachtung gehört es zu den umweltfreundlichsten Stadthotels in Deutschland und Europa.

Urlauben inmitten einer authentischen Dorfgemeinschaft ermöglich seit 1995 das Kasbah du Toubkal im marokkanische Imlil Tal. Gäste können hier mehr über die Kultur und den Lebensstil der Berber lernen. Die Eigentümer Maurice und seine Frau, Hajja Arkia, verwalten das Gut. Das Paar setzt auf die Beschäftigung lokaler Mitarbeiter. 95 % der Mitarbeiter stammen aus Dörfern der Region und 80 % aus dem Umkreis von zwei Kilometern.

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