Mittwoch, 17. Mai 2017, 09:00 Uhr
Hotelmarkt

Deutschland ist in Europa führend

Weltweit stehen die Hotelmärkte vor großen Strukturveränderungen. Einerseits steigen die Ansprüche der Gäste an Qualität und Ausstattung, andererseits sind Häuser im Budget-Segment weiter auf dem Vormarsch. Zudem gehen Marktexperten davon aus, dass die großen Hotelketten in den kommenden Jahren noch aggressiver expandieren und dem Mittelstand immer stärker zusetzen werden. Dass sich Deutschland gut auf diesen Wandel eingestellt hat und nach wie vor höchst attraktiv für das Hotelsegment ist, belegen aktuelle Zahlen von Tophotelprojects, dem Informationsdienstleister für Hotelprojekte und -ketten (www.tophotelprojects.de). Demnach ist der hiesige Markt weiterhin führend in Europa. Über ein Drittel der Neubauten entstehen in der Bundesrepublik. Insgesamt gibt es in Europa 1.572 Neubauten mit knapp 270.000 Zimmern. Davon entfallen 595 Projekte mit 77.142 Zimmern auf Deutschland. Zum Vergleich: In Großbritannien sind es 183 Projekte (31.393 Zimmer), in Spanien 78 (15.821 Zimmer), in Frankreich 72 (14.402 Zimmer) und in Italien 68 (9.949 Zimmer).

Wie die Studie ,Hotelneubau in Deutschland‘ von Bulwiengesa, einem Analyseunternehmen der Immobilienbranche, ergab, ist vor allem der Expansionsdrang der Kettenhotellerie der treibende Faktor. So entfielen 2015 rund 81 Prozent aller realisierten Zimmer auf die großen Konzerne. Zahlreiche Marken wie Aloft (Starwood/Marriott), Curio by Hilton, Tulip Inn Alp Style (Louvre), Super 8 (Wyndham), Moxy (Marriott), Harry’s Home (Familie Ultsch) oder die Hotelapartmentmarke Capri by Fraser (Frasers Hospitality) gingen hierzulande neu an den Start.  

Das Zentrum der Hotel-Bautätigkeit in Deutschland ist laut Bulwiengesa nach wie vor Berlin. Die Metropole überschritt 2015 die 30 Mio. Übernachtungsmarke. Rund 10.000 Zimmer – ein Fünftel des deutschlandweiten Volumens – wurden von 2011 bis 2015 in der Hauptstadt errichtet. Daneben gehören Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München zu den Top-Standorten. Gleichzeitig lässt sich aber auch eine verstärkte Bautätigkeit in B- und C-Städten feststellen. Und aufgrund des stetig steigenden Tourismus’ hierzulande, wächst auch der Bedarf an Hotels weiter. Wichtig dabei: Sie müssen die Bedürfnisse der qualitätsbewusster werdenden Zielgruppe erfüllen. Zentrale Faktoren hierbei sind gutes Design und ein emotionaler Wohlfühlcharakter. Deshalb können die Häuser auch auf wertig eingerichtete Terrassen, Outdoor-Flächen und Wellness-Bereiche nicht mehr verzichten. 

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