Mittwoch, 24. Mai 2017, 11:00 Uhr
Tecta

Flechthandwerk als Unesco-Weltkulturerbe geschützt

Das Flechthandwerk gehört jetzt zum Unesco-Weltkulturerbe. Über diesen besonderen Schutz-Status freut sich nicht nur der Bundesinnungsverband für das Korb- und Flechtgestalterhandwerk, sondern auch Tecta. Denn der Bauhaus-Spezialist aus Lauenförde engagiert sich dafür, das älteste Handwerk der Menschen zu bewahren. Seit Beginn der 1980er Jahre stattet Hansgert Butterweck, einen der letzten Korbflechtmeister Deutschlands, den Mies-van-der-Rohe-Stuhl von Tecta, den 'D 42’, mit dem linsenförmigen Naturgeflecht der Rotangpalme aus Indonesien aus.

Der Tecta-Flechtmeister lebt im benachbarten Dahlhausen, früher eine der „Hochburgen“ der Flechtkunst. Viele Familien hatten durch das Handwerk ihr Auskommen. Die für die Korbmacherei notwendigen Weiden wuchsen direkt an den Flüssen der Umgebung. Doch in den Wirtschaftswunder-Jahren nahm die Bedeutung des Flechthandwerks ab. Aus dem Korbmacherhandwerk entwickelte sich eine Kleinmöbelindustrie. Naturmaterialien wurden durch „moderne“ Werkstoffe ersetzt. Immer mehr Handwerksbetriebe gaben auf oder sattelten um. Hansgert Butterweck nicht. Er fertigt immer noch per Hand die Sitze der Bauhausmöbel für Tecta. „Wir unterstützen das Handwerk, um das exakte Geflecht von Lilly Reich nacharbeiten zu können,“ so Tecta-Geschäftsführer Christian Drescher. „Wir möchten nicht, dass diese wichtige Kunst eines Tages verloren geht.“

Dieser Ansatz überzeugte auch das Bauhaus-Archiv in Berlin, das ausschließlich werkgetreue und in Lizenz hergestellte Reeditionen der originalen Bauhaus-Modelle genehmigt: Tecta besitzt inzwischen mit über 30 die meisten Bauhaus-Signets weltweit. 


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