Freitag, 09. Juni 2017, 09:15 Uhr
Kassel

Prominent möblierte Documenta Lounge

am 10. Juni startet in Kassel die Documenta 14, in diesem Jahr unter der künstlerischen Leitung von Adam Szymczyk, einem polnischen Kunstkritiker, Kurator und ehemaligen Direktor der Kunsthalle Basel. Die Documenta bildet im Turnus von fünf Jahren einen Querschnitt durch die zeitgenössische  Kunst – von Malerei, Grafik, Bildhauerei über Video und Film bis zu Konzeptkunst. Sie nimmt bewusst Fragestellungen in den Blick, die weltweit oder an spezifischen Orten relevant sind. Das Konzept ist ein offener Prozess, ein fluides Projekt, das sich ständig und netzwerkartig während der Jahre bis zur Eröffnung weiterentwickelt und reift. 

Während ihrer 100-tägigen Dauer wird es auch eine temporäre Lounge geben - mit einem Interior, das in Anlehnung an das außergewöhnliche Ausstellungsformat konzipiert ist: prozessual, breit gefächert, offen, international. Eine Kompilation, die sich immer wieder neu formiert. Mit einer feinen Selektion an Highlights des Möbeldesigns, darunter sowohl Klassiker als auch Newcomer, lotet sie zeitgemäße Anschauungen aus. Ihr gemeinsamer Nenner: die Farbe Schwarz.

Sie befindet sich zentral am Friedrichsplatz, in dem von Architekt Konrad Poll geschaffenen Kulturdenkmal, dem l-förmigen Verwaltungsgebäude der AOK aus den 1950er Jahren. Die Basis der Lounge bildet ein Saal in der zweiten Etage des AOK Verwaltungsgebäudes mit schwarzem Linoleumboden. Er ist geprägt von den typischen Elementen seiner Architektur: eine großzügige Fensterfront und davor liegender Balkon, die den weitläufigen Blick in die Karlsaue freigeben, wo Werke der aktuellen Documenta-Künstler im öffentlichen Raum zu sehen sind. Der einzige Eingriff in diesen Saal ist das Einfärben der Wände in pures Schwarz. So entsteht ein Black Space, der mit dem starken Parkgrün des Draußen kontrastreich korrespondiert. Der Park wird zur Bühne, die Lounge zur Loge, wo Meetings und Gespräche in inspirierender Ruhe stattfinden können.  

Das Herzstück des Interior-Konzepts von Lange + Durach & Nicole Miller aus Köln sind schwarze Möbel von Arco, Arper, Artek, E15, Flötotto, Freifrau, Petite Friture, Plank, Schönbuch, Thonet und Wagner, dazu Leuchten von Foscarini und Teppiche von Hey Sign – eklektisch zusammengebracht. Der Fokus soll so auch auf Material, Oberfläche, Verarbeitung, Proportion und Form liegen – denn genau darin spiegeln sich unterschiedliche Designhaltungen, Tendenzen und Entwicklungen als weiterer Bezug zur Documenta, die eben verschiedenste Positionen der Kunst auslotet.

Die Lounge steht verschiedenen Gästegruppen der Documenta zur Verfügung. Dazu gehören die Sponsoren, internationale Kunst-­ und Kulturstiftungen sowie Kunstmuseen aus aller Welt und ihre Trustees. Auch Unternehmensgruppen, ihre Kunden sowie politische Entscheider und ihre Gremien werden die Documenta Lounge nutzen. Auch der Bundespräsident und sein Stab werden in Kassel erwartet: Der Besuch von Frank-­Walter Steinmeier ist zur Eröffnung am 10. Juni geplant.


 

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