Donnerstag, 03. August 2017, 11:05 Uhr
World Architecture Festival

16 deutsche Projekte in der engeren Auswahl

Das World Architecture Festival (WAF) gab die 16 deutschen Projekte bekannt, die es in die engere Auswahl für die diesjährige Preisverleihung schafften. Die deutschen Bewerber werden vom 15. bis 17. November in der Arena Berlin zusammen mit 418 anderen Bewerbern um die zwei begehrten Auszeichnungen, Weltgebäude und Zukunftsprojekt des Jahres, kämpfen.

Das World Architecture Festival, das bei seiner Rückkehr nach Berlin zugleich sein zehnjähriges Jubiläum feiern wird, hat für die 2017 Preisverleihung mehr Bewerbungen erhalten als jemals zuvor - insgesamt 924, was einer Steigerung von 18 % gegenüber 2016 entspricht. Architekturbüros aus 51 verschiedenen Ländern beteiligten sich mit Projekten, die in 68 Ländern durchgeführt wurden.

Zu den deutschen Kandidaten für einen Preis zählen 3deluxe, Transdisciplinary Design, Tchoban Voss Architekten, Nickl & Partner Architekten, LAVA Berlin und SPANS Associates. Zu den Highlights aus der deutschen Favoritenliste gehören der Derendorf Campus für die Hochschule Düsseldorf von Nickl & Partner Architekten mit Sitz in München. Neben der Umgestaltung von zwei denkmalgeschützten Gebäuden erstreckt sich das Campus-Projekt auf insgesamt fünf neue Gebäude.

Bei den fertiggestellten Gebäuden, Kategorie Shopping, kam Urban Agency mit ihrem Shoe Shelf Shop in Neumünster in die engere Auswahl. Mit dem transparenten zweistöckigen Gebäude gelang eine harmonische Verbindung von Schaufensterflächen, Fassade und innerstädtischer Zweckmäßigkeit. Die Fassade ist in ihrer gesamten Höhe als hölzernes Schuhregal gestaltet, das sowohl von außen als auch von innen betrachtet zu einem großen Schaufenster wird.

Die futuristische 'Brommy New Footbridge' in Berlin, entworfen von Spans Associates, wurde in der Kategorie Zukunftsprojekte Infrastruktur nominiert. Die Fußgängerbrücke wurde in Form einer Monocoque-Ringstruktur gestaltet. Die beiden dabei verwendeten, verbundenen Spiralen schaffen einen neuartigen, kaleidoskopartigen Effekt, eingefangen in einer aus Diagonalgitter gefertigten Röhre. Mithilfe von Spiegeln als wesentlichem Gestaltungselement des Objekts wird die Fußgängerbrücke zum hautnahen Erlebnis.

Die Preisverleihung beim WAF gilt gemeinhin als die Oscar-Preisverleihung der Architekturwelt. Paul Finch, der Programmdirektor des WAF, erklärt: „In diesem Jahr deckt die engere Auswahl ein enorm diversifiziertes geografisches Spektrum ab. Die Verwendung von Wasser ist auffallend, und zudem erkennt man ein echtes Interesse am Thema Klimabeeinflussung mithilfe neuartiger Techniken. Farbenfrohe Architektur zeigt eine starke Präsenz und viele kleinere Projekte, die wir in die engere Wahl gezogen haben, werden ganz weit oben in der Liga mitspielen. Wir freuen uns darauf, die ausgewählten Architekten zu unserer zehnten Veranstaltung im November diesen Jahres in Berlin begrüßen zu dürfen.“

Neben der Preisverleihung bietet das WAF auch ein Konferenzprogramm rund um das Thema  'Performance’ an. Zur Feier des zehnjährigen Jubiläums wird das WAF außerdem besondere Preise an Projekte verleihen, die sich der Thematik des WAF10-Manifestos widmen und Lösungen für die wesentlichsten architektonischen Herausforderungen vorschlagen, die sich uns im nächsten Jahrzehnt, bedingt durch Klimawandel, Überalterung der Bevölkerung und neue Technologien, stellen werden. Erwartet werden im Berlin, wo zeitgleich am selben Ort auch das Inside World Festival of Interiors, stattfindet über 2.000 Architekten und Designer.

 

 

 



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