Mittwoch, 13. Dezember 2017, 09:00 Uhr
Foster & Partners

Bloomberg in London - imposant, nachhaltig und voller Kunst

Ein Haus der Superlative: Ende Oktober eröffnete in London das neue europäische Headoffice von Bloomberg, dem US-amerikanischen Nachrichten- und Medienunternehmen mit Hauptsitz in New York City. Das von Foster + Partners entworfene elegante Sandsteingebäude im Herzen der britischen Hauptstadt ist nicht nur äußerst imposant von innen und außen. Es gilt auch aktuell als der nachhaltigste Bürokomplex weltweit – in dem obendrein viel Wert auf Kunst gelegt wird.  

Das neue Europa-Headquarter von Bloomberg liegt mitten in der City of London – dem Geschäfts- und Finanzzentrum der Stadt, u.a. ganz in der Nähe der Bank of England und der St. Paul’s Cathedral. Die Zentrale bringt nun erstmals alle 4.000 in der britischen Hauptstadt ansässigen Angestellten unter einem Dach zusammen. Der charakterstarke Bau wurde auf einer 13.000 qm großen, archäologisch bedeutsamen Fläche errichtet – dem antiken Mithras-Tempel. Die zahlreichen bei den Bauarbeiten gefundenen römischen Artefakte werden nun im Neubau in einem ­unterirdischen Museum präsentiert. Der Entwurf des berühmten Londoner Architekturbüros Foster + Partners ist das größte Steingebäude der Gegend seit über 100 Jahren. 9.600 Tonnen englischer Sandstein wurden verarbeitet. „Vom ersten Tag an sprachen wir mit Michael Bloomberg (Gründer) darüber, ein elegantes Steingebäude zu entwickeln, das sich auf die Umgebung bezieht, dennoch ganz klar für sich und seine Zeit steht“, erklärt Architekt Norman Foster. „Wir wollten, dass der Neubau Integrität sowohl von außen als auch innen ausstrahlt und ein inspirierendes, innovatives  Arbeitsumfeld für Bloomberg schafft. Darüber hinaus hatten wir das ­gemeinsame Anliegen, die höchsten Standards in Sachen Nachhaltigkeit und Wohlbefinden für die Nutzer zu erreichen.“ Beim britischen Zertifizierungssystem ‘Breeam’ hat der Komplex bereits die beste Sustai­nability-Bewertung erhalten, die jemals an ein Bürogebäude dieser Größe vergeben wurde.

Das Gebäude umfasst zwei neunstöckige, nahezu dreieckige Baukörper, verbunden durch Brücken, die sich über eine Fuß­gänger-Passage spannen. Insgesamt wurde eine Fläche von über 100.000 qm für Büros sowie ebenerdig für Läden, Restaurants und Cafés realisiert. Zusätzlich sind mit drei Plazas rund um den Komplex großzügige öffentliche Bereiche für das ­belebte Business-Viertel entstanden. 

Beeindruckend ist bereits die Fassade aus sanft gerundetem Sandstein und vertikalen Bronze-Elementen, die nicht nur optisch für rhythmische Effekte sorgen, sondern auch einem natürlichen Verschattungs- und ­Belüftungssystem dienen. Wenn es die Außentemperatur erlaubt, können sich die Bronze-Lamellen öffnen und das Gebäude wird mit Frischluft versorgt.

Erstaunlich zeigt sich auch das Innere: Von der Rezeption gelangen die Mitarbeiter und Besucher in den ‘Vortex’ („Wirbel“) – eine spektakuläre, hohe Eingangshalle, die durch drei gekurvte, holzverkleidete Wände – als Metapher für die Dynamik und Energie Bloombergs – gebildet wird. Den Scheitelpunkt des „Wirbels“ ziert ein Kunstwerk von Olafur Eliasson mit dem Titel ‘No future is possible without the past’. Eliasson ist nur einer von sechs Gegenwartskünstlern, die eingeladen wurden, auf das Gebäude bezogene Werke zu entwickeln.

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