Donnerstag, 18. Januar 2018, 11:10 Uhr
GKD Gebr. Kufferath

Transparente Medienfassade für den Fußballtempel von Atlético Madrid

Größer, komfortabler, spektakulärer: Die neue Heimspielstätte des spanischen Erstligisten Atlético Madrid macht Europas Fußballarenen Konkurrenz auf höchstem Niveau. Nach sechs Jahren Bauzeit eröffnete der Traditionsverein im Nordosten der spanischen Hauptstadt das Estadio Wanda Metropolitano. Über dem Haupteingang an der Westfassade stimmt ein großformatiger Screen die eintreffenden Fans mit Videosequenzen der letzten Begegnungen und emotionalen Momentaufnahmen auf das bevorstehende Spiel ein. Dennoch ordnet sich das transparente ‘Mediamesh’-System der GKD - Gebr. Kufferath AG (GKD) der puristischen Fassadengestaltung unter. So bilden das spektakulär geschwungene Dach mit integrierten LED-Bändern, die helle, horizontal perforierte Fassade und das ‘Mediamesh’-Display ein homogenes Miteinander. 

Nicht weit entfernt vom internationalen Flughafen Barajas ragt mit dem Estadio Wanda Metropolitano ein neues Wahrzeichen von Madrid gen Himmel: Cruz y Ortiz Arquitectos gestalteten die 88.000 qm große Arena im Stadtteil San Blas-Canillejas. Lange Zeit war das 1994 von ihnen ursprünglich für die Leichtathletik-Weltmeisterschaft gebaute Stadion auch als Austragungsstätte für olympische Spiele in Madrid vorgesehen. Nach dem dritten Aus wurde dieses Projekt jedoch endgültig aufgegeben. Mit einer Investitionssumme von rund 300 Mio. Euro entstand stattdessen ein reines Fußballstadion, das 68.000 Zuschauern Platz bietet. 

Zum Auftakt der Spielsaison 2017/18 wurde es unter neuem Namen seiner Bestimmung übergeben. Baulich blieb von dem alten Stadion nur die prägnante Konstruktion der Haupttribüne erhalten. Im Gegensatz zur bisherigen Heimspielstätte von Atlético, dem Estadio Vicente Calderón, erfüllt das rund 20 Kilometer weiter östlich gelegene Estadio Wanda Metropolitano höchste Ansprüche an Komfort, Sicht und Sicherheit. Deutlich mehr Abstand zwischen den Reihen ermöglicht es den Fans, ihre Sitzplätze bequem zu erreichen. Dafür wurde die theoretisch mögliche Zahl der Plätze von 73.000 auf 68.000 reduziert - 12.000 mehr als bisher. Die bis an den Spielfeldrand reichenden Tribünen sind mit Sitzschalen in den Vereinsfarben Rot und Weiß bestuhlt. Klar strukturierte Areas lenken die Besucherströme optimal. Die Shops und das Gastronomieangebot wurden auf den Randterrassen gebündelt, damit sie von außen gleichermaßen erreichbar sind. Auch Zugänge und Fluchtwege wurden nach neuesten Erkenntnissen gestaltet. Komfort pur für die Besucher bedeuten auch 3.000 Parkplätze rund um das Stadion sowie weitere 1.000 Stellplätze in der Tiefgarage unter der Arena.

Das gigantische Speichenraddach mit Membraneindeckung und integrierten LEDs schützt nahezu alle Sitzplätze - gerade mal 300 Plätze sind nicht überdacht. Gleichzeitig verbindet seine spektakuläre Konstruktion organisch die alte und neue Bausubstanz. Im Stadion erinnert das Dach an das Maracanã Stadion von Rio, außen hingegen durch die farbige Illumination an die Münchener Allianz Arena. Mit der Installation einer fast 150 qm großen transparenten Medienfassade an der Außenwand der Haupttribüne betont Atlético Madrid die exponierte Bedeutung der Arena als Stadion der Superlative. Das erste ‘Mediamesh’-System in Spanien reiht das Estadio Wanda Metropolitano in die Liga berühmter Bauwerke auf der ganzen Welt ein - darunter als einem der prominentesten Vorreiter im Stadionbau die American Airlines Arena der NBA Basketballmannschaft Miami Heat in den USA. Im ausgeschalteten Zustand verschmilzt das transparente Edelstahlgewebe mit integrierten LED-Profilen mit der Architektur der markanten Westfassade. Unterstützt wird diese Wirkung durch die nahezu unsichtbare Verkabelung und filigrane Unterkonstruktion des gewebten Großdisplays. Eingeschaltet gewährleistet der Screen mit einem LED-Abstand von horizontal und vertikal fünf Zentimetern rund um die Uhr eine brillante Wiedergabe von Bildern, Videos oder Live-Einspielungen. Sechs Gewebepaneele, jeweils sechs Meter hoch und vier Meter breit, bilden den optisch nahtlosen Screen, der höchst anspruchsvolle ästhetische, funktionale und energetische Vorgaben der Bauherren erfüllt. Neben der technischen Brillanz und attraktiven Ästhetik sprachen auch seine robuste Witterungsbeständigkeit und Wartungsfreiheit für ihn. Da das hitze- und kältebeständige System zudem ohne externe Kühlung auskommt, ist ‘Mediamesh’ ausgesprochen sparsam im Energieverbrauch.

In diesem Stadion wird am 1. Juni 2019 das Endspiel der Champions League ausgetragen werden. Spektakulär begrüßt werden die Fußballfans dann auch durch den imposanten ‘Mediamesh-Screen der GKD. 

Das könnte Sie auch interessieren...

Dienstag, 17. Juli 2018, 10:03 Uhr
GKD Gebr. Kufferath

Weltweit auf Erfolgskurs

Mit einem Konzernumsatz in Höhe von 87,0 Mio. Euro (Vorjahr: 83,0) hat die technische Weberei für Industrie und Architektur GKD – Gebr. Kufferath AG (GKD) im Geschäftsjahr 2017 den bislang zweit... weiter

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass diese Seite Cookies verwendet. Mehr Infos