Montag, 26. März 2018, 12:10 Uhr
Joi-Design

Startschuss für die neuen Lifestyle-Hotels ‘Niu’ fällt in Essen

In Essen hat das erste ‘Niu‘-Hotel eröffnet. Die Lifestyle-Kette ist die jüngste Marke der Novum Hospitality. Sie steht für eine junge, hippe Hotelwelt und lädt Reiselustige aus aller Welt zu moderaten Preisen ein, in ein Erlebnis rund um die Geschichte der jeweiligen Umgebung einzutauchen. Das regional angepasste Storytelling soll den Gast spüren lassen, wo er sich befindet. Künstler, die sich bei ‘Viva con Agua Art’ engagieren, führen die Gäste durch ihre einzigartigen Kunstwerke auf spielerische und angenehme Weise an die Historik und den Charakter des jeweiligen Ortes heran.

Das Design-Konzept des ‘Niu Cobbles’ (deutsch: Stückkohle), das in der Innenstadt Essens liegt, stammt aus der Feder von Joi-Design. Was macht Essen aus? Auf der Hand liegt der Bergbau, denn Essen ist als ehemalige Kohle-Metropole mit seinen reichen Bodenschätzen weit bekannt. Doch Essen hat weitaus mehr zu bieten: So ist es eine sehr grüne Stadt, und seine Bewohner sind äußerst kreativ. Kunst- und Kultur werden hier groß geschrieben und mit dem Wahrzeichen der Stadt, der Zeche Zollverein kombiniert. So bunt (im Sinne von vielseitig) die Stadt, so bunt auch das Konzept. Hierdurch wird der kreative Spirit der Stadt widergespiegelt, die sich als nachhaltige und zukunftsorientierte Metropole aufstellt.

Die öffentlichen Bereiche sind für jedermann zugängig und bilden einen Treffpunkt. Gäste und Nachbarn gehen gleichermaßen ein und aus und bewegen sich zwischen Arbeits- und Chillbereich, dem Restaurant und der Bar. Die Grenzen dieser Räume verschwimmen. Überall kann gearbeitet, "gemeeted", gelesen, ein Drink genommen oder gegessen werden. Das Designkonzept ist primär in dunklen Grundfarben gehalten. Dennoch setzen sich die einzelnen Zonen durch verschiedene Farbakzente ab, um innerhalb des Hauptthemas "Bergbau" die Vielseitigkeit der Stadt Essen widerzuspiegeln. Diese Farbgestaltung in Kombination mit dem Einsatz von industriellen Stilelementen und metallenen Materialien erinnert an Kohle und Stahl. Das von der Zeche geprägte Design zieht sich weiter fort: Kettenvorhänge und Gitter am Empfangstresen und an Tischgestellen erinnern an die Aufzüge, mit denen die Bergarbeiter unter die Erde fuhren. Ketten-Flaschenzüge, an denen die Arbeiter ihre frische Bekleidung hängten und sie zum Schutz vor Dreck an die Decke hochzogen, hat Joi-Design übersetzt ins Konzept übertragen: Viele Vorhänge in den öffentlichen Bereichen bestehen aus Ketten. Damals wurden Kanarienvögel in Käfigen mit Untertage gebracht, um deren Verhalten als "Frühwarnsystem" für den Sauerstoffgehalt und die Gase in der Luft zu deuten. Diese Vögel schweben nun als Symbol hierfür in den öffentlichen Bereichen unter der Decke. Zusätzlich hängen Grubenhelme als Lampenschirme über der Bar, andere Leuchten-Formen erinnern ebenfalls an die damaligen Grubenlampen. Auch Koffer, die für den Reisespirit der jungen Leute heute stehen, tauchen vermehrt z.B. im Barbereich auf. Das Konzept der Erlebniswelt bietet viele "Instagramable-Moments" und animiert die Gäste zum "Selfies" knipsen.

In den zumeist kleinen, kompakte Gästezimmern zieht sich die entsprechende Story des Hauses weiter durch. Auf kleinem Raum befindet sich alles, was der Gast benötigt: ein großes Bett, ummantelt von einer Schrankzeile auf der einen Seite und einem Nachtkästchen auf der anderen. Auf einen Schreibtisch wird komplett verzichtet. Die Gäste werden dazu aufgefordert, möglichst viel Zeit in den großzügigen öffentlichen Bereichen zu verbringen. Alle Zimmer sind technisch auf höchstem Niveau mit Bluetooth-Boxen und smarten Flachbildschirmen ausgestattet. Im Zimmer wird das Zechen-Thema mit der in Essen verbreiteten Street Art-Szene kombiniert. Die Trennwand zum Badezimmer schmückt eine raumhohe Tapete, die ein interaktives Szenario mit Zeche Zollverein im Hintergrund und Street Art Künstler im Vordergrund zeigt. Dunkle Farben und Materialien sind wie im restlichen Konzept vorherrschend und werden kombiniert mit industriellen Elementen, die an "Do-it-yourself"-Konstruktionen erinnern.

Insgesamt verkörpert das ‘Niu Cobbles’ ein junges, verspieltes Flair, das die Gäste abholt und in eine Erlebniswelt eintauchen lässt – getreu dem Motto: Alles kann, nichts muss. Die nächsten ‘Niu’-Eröffnungen folgen in Fürth, Haarlem/Niederlande, Wien, Lübeck und Kiel sowie in Frankfurt am Main. In Planung bzw. Bau sind bereits über 50 Häuser in Europa.


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