Dienstag, 27. März 2018, 12:20 Uhr
Luminale

Mehr als schöner Schein

Die Luminale, Biennale für Lichtkunst und Stadtgestaltung, blickt auf eine erfolgreiche Festivalwoche zurück: 149 Projekte, Lichtinstallationen, Performances und Diskussionsrunden lockten rund 240.000 Besucher trotz eisiger Temperaturen zu den Spielstätten in Frankfurt und Offenbach. Besonders der ‘Light Walk’  mit 35 künstlerischen Arbeiten in der Frankfurter Innenstadt erfreute sich großer Beliebtheit. Auf diesem innerstädtischen Rundweg präsentierten die Koordinatoren eine Vielfalt künstlerischer Formate. Beachtung fanden nicht nur die großflächigen Installationen an der Alten Oper, am Römer und in der Katharinenkirche, sondern auch die kleineren Arbeiten auf dem Weg. Philipp Geist inszenierte den Römer als begehbare Lichtinstallation, das italienische Künstlerkollektiv Karmachina beleuchtete in einer Videomapping-Show die Geschichte der Alten Oper, die erstmalig Spielstätte der Luminale war. Das Bremer Künstlerkollektiv Urbanscreen verwandelte mit dem Illustrator Andreas Preis die Fassade der Europäischen Zentralbank in eine animierte Street-Art-Galerie.

Zur 9. Ausgabe hatten die Organisatoren Licht und Kunst mit einer Debatte über urbane Herausforderungen im 21. Jahrhundert verknüpft. Parallel zur Light+Building diskutierten in einem umfangreichen Rahmenprogramm Fachexperten und Künstler aus dem In- und Ausland gesellschaftliche, soziale, ökologische, technologische und künstlerische Aspekte moderner urbaner Entwicklungen. „Mit der Luminale wollen wir langfristig Impulse für eine nachhaltige Stadtgestaltung setzen“, sagt Festivaldirektorin Isa Rekkab. „Wir freuen uns, dass unser neues Konzept angenommen wurde und in einigen Projekten schon sichtbar geworden ist. Insgesamt sind die Themen bei den Besuchern sehr gut angekommen.“

Oberbürgermeister Peter Feldmann äußerte sich als Schirmherr der Luminale sehr zufrieden: „Die Luminale hat sich in diesem Jahr zur Biennale für Lichtkunst und Stadtgestaltung gewandelt. Sechs Tage lang hat sie unsere Straßen, Plätze und Häuser zum Leuchten gebracht und die Menschen trotz der kalten Witterung zu abendlichen Spaziergängen verlockt. Sie hat Frankfurter Wahrzeichen wie den Römer, die Europäische Zentralbank und die Alte Oper in Lichtkunstwerke verwandelt, aber auch Orte wie den Ben-Gurion-Ring in ein neues Licht getaucht. Dabei stand nicht allein die Kunst im Fokus, auch aktuelle Fragen der Stadtentwicklung wurden im wahrsten Sinne des Wortes beleuchtet. Wir blicken zurück auf eine großartige Veranstaltung, die bei den Frankfurterinnen und Frankfurtern und den Gästen der Stadt einen bleibenden Eindruck hinterlassen wird. Ich freue mich bereits jetzt auf die Luminale 2020."

Für Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt, ist das neue Konzept voll aufgegangen. „Die Öffnung für Fragen der Stadtgestaltung, die Unterstützung durch Oberbürgermeister Feldmann als Schirmherr, der neu gegründete Luminale-Verein und nicht zuletzt das neue Projektbüro haben dem Festival frischen Input gegeben. Die thematische Überschneidung der Light+Building mit dem Festival ist eng – Digitalisierung, Vernetzung, Sicherheit und Energieeffizienz im urbanen Raum standen sowohl im Fokus von Künstlern als auch von Ausstellern und Experten aus aller Welt. Als Begründerin der Luminale sind wir dem Festival natürlich eng verbunden und werden weiterhin unseren Teil dazu beitragen, dass es sich erfolgreich weiterentwickelt.”


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