Dienstag, 17. April 2018, 13:15 Uhr
Marktreport

Der Markt für Serviced Apartments wächst weiter rasant

Serviced Apartments gelten seit Jahren als eine der Nischen mit dem größten Wachstum innerhalb der Hotellerie und der Welt des Temporären Wohnens. Aktuell zählt der Markt 588 Häuser mit rund 32.500 Einheiten (Stand 12/2017), bei konstant hoher Auslastung von 77 %, laut dem Marktreport 2017 von Branchenexperte Apartmentservice. Für 2030 prognostizieren Experten den Serviced Apartments einen Anteil am Hotelmarkt von 10 % mit 100.000 Einheiten. „Das Segment erlebt derzeit seine größte Dynamik, getrieben durch immer größere Investoren und neue Betreibertypen wie der Wohnwirtschaft“, erläutert Anett Gregorius, Gründerin und Inhaberin von Apartmentservice. Und diese haben die aktuellen Trends mit auf den Weg gebracht: Hybride Konzepte für ein ebenso hybrides Publikum, das sich auf Gemeinschaftsflächen zusammenfindet. Dafür immer kleinere Einheiten in immer größeren Objekten – häufig in neugebauten Quartieren, die mehrere Konzepte vereinen. Mittlerweile auch höhere Präsenz in B- und C-Destinationen. Und: keine Wohnkonzepte mehr ohne Apartmentangebote.

Die Hotellerie ist gerade dabei, mit eigenen Projekten nachzuziehen – sei es 2017 mit dem Hyatt House in Düsseldorf oder in naher Zukunft mit dem ersten Vienna House R.evo in München, das das Angebot von Apartments, Hotelzimmern und individuellem Wohnen verbinden will. Vor allem aber der Wohnungswirtschaft ist es in den letzten vier Jahren gelungen, neue Nutzungskonzepte zu etablieren, die den Markt verändert haben. Allen voran mit Micro-Living-Angeboten, also standardisierten 1- und 2-Zimmer-Apartments, die bereits auf einer Fläche von 22 qm bis 40 qm das Wohnen, Schlafen und Kochen vereinen. Für die begehrte Zielgruppe der Studierenden sogar schon ab 18 qm – zugunsten von großzügigen Gemeinschaftsflächen wie Eventküchen, Lounges oder Sportplätzen. Entwickler wie i Live oder GBI haben hier in den letzten Jahren zahlreiche erfolgreiche Konzepte lancieren können.  

„Bisher ist nicht absehbar, wie langfristig die Trends zu Micro-Living, hybriden Zielgruppen, Community-Flächen und Quartiersbildung wirken werden“, meint Anett Gregorius. „Aber alles ist im Fluss. Wir gehen davon, dass der Faktor Aufenthaltslänge die Konzepte weiter ausdifferenzieren wird. Schon jetzt zeichnet sich eine erneute konzeptionelle Weiterentwicklung des Produkts Serviced Apartments ab, die den Markt des Temporären Wohnens weiter wesentlich prägen wird.“ 

Ende April 2018 erscheint der ‘Marktreport 2018 Serviced Apartments’ in der sechsten Ausgabe. Apartmentservice stellt darin die aktuellen Key-Zahlen, Anbieter, Entwicklungen und Betreiberpositionen des Segments Serviced Apartments im Feld des Temporären Wohnens vor. 


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