Mittwoch, 09. Mai 2018, 15:40 Uhr
Peter Ippolito / Ippolito Fleitz Group

Mit Echtmetallböden Sehgewohnheiten aufbrechen

Was sich aktuell bei Bodenbelägen tut und welche Produkte sie zurzeit bevorzugt einsetzen, wollte arcade von drei Innenarchitekten wissen. Unter anderem stand Peter Ippolito, Mitgründer der Ippolito Fleitz Group in Stuttgart, Rede und Antwort. 

Herr Ippolito, welcher Belag ist Ihr Favorit und warum für: Shops, Hotels und den Office-Bereich? 

Peter Ippolito: Im Shopbereich begeistern uns momentan Microzement- und ­Microterrazzo-Produkte, die durch ihre ­extrem geringe Aufbauhöhe und ihre Einsatzmöglichkeiten an Boden, Wand, ­Decke und sogar auf Möbeln und Einbauten ein enormes Potenzial bieten. Zum Großteil bestehen diese Produkte aus natür­lichen Erden, Marmormehl, Zement oder Kalk und erzeugen dadurch eine unübertroffene Farbtiefe. Je nach Art des Auftrags können sehr homo­gene Oberflächen, aber auch Flächen mit einem sehr handwerklichen Duktus erzeugt werden. Teppichbeläge sind aus gutem Grund aus der Hotellerie nicht wegzudenken. Sie vermitteln Behaglichkeit und sind oft auch eine wichtige akustische Komponente. Daher sind sie prägend für unsere Seh­gewohnheiten in dem Metier. Mit einem etwas anderen ­Umgang möchten wir diese Sehgewohnheiten aufbrechen und kombinieren Echtmetallböden mit markanten, grafischen Auflageteppichen. Altbewährte Wollqualitäten finden eine zeitgemäße ­Übersetzung durch Materialkombinationen mit ­Leinen, ­Sisal, Kokos, Baumwolle und Leder. Besonders in Open-Space-Konzepten kommt ­textilen ­Belägen eine tragende ­Rolle zu. Um hier räumlich zu zonieren, ohne auf Trenn­wände oder Paneele zurückzugreifen, setzen wir auf den Einsatz unterschiedlichster ­Qualitäten. Gewebte Wollteppiche treffen dabei auf sachliche ­Polyamid-Produkte, und kompakter Nadelfilz wird mit hochfloorigen Shag-Qualitäten konterkariert. Der Einsatz mehrerer Hersteller innerhalb eines Raumkonzeptes bietet dabei die Möglichkeit zu besonders kontrastreichen Kombinationen. 

Und welche Entwicklung hat Sie in der letzten Zeit besonders beeindruckt? 

Peter Ippolito: In Hinblick auf die Oberflächengestaltung wurde in den letzten Jahren vor allem im Bereich der keramischen Werkstoffe und Natursteine experimentiert und im positiven Sinne manipuliert. ­Digitaldruckverfahren und partieller Auftrag von Glasuren, kombiniert mit verschiedenen ­Prägetechniken, brachten neue Effekte und verblüffende Imitationen hervor. ­Glasierter Lavastein zeigt die Fusion von beiden ­Industriezweigen am eindrücklichsten. 

Lesen Sie in den kompletten Artikel – inklusive der Antworten von Corinna Kretschmar-Joehnk (Joi-Design, Hamburg) und Monika Slumski (Das Innenarchitekturbüro, Heppenheim) – im Boden-Special der neuen arcade, die in der nächsten Woche erscheint.

Darüber hinaus u.a. in der Ausgabe: die Trends und Highlights aus Mailand, der große Light + Building-Nachbericht, Leuchtenhersteller Waldmann sowie Designer Bernhard Osann im Porträt sowie Flokk-CEO Lars I. Røiri über den Ehrgeiz, einer der führenden europäischen Akteure in der Büromöbelindustrie zu werden. Schnell und einfach das neue Heft bestellen: https://shop.holzmann.de/de/einzelhefte/arcade-xxl/arcade-3-18

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