Dienstag, 12. Juni 2018, 15:00 Uhr
James Turrell und Zumtobel

Magisches Spiel aus Licht und Farbe

Bis 28. Oktober 2018 ist sie zu besichtigen: Die Ausstellung des renommierten Lichtkünstlers James Turrells im Museum Frieder Burda in Baden-Baden. Seine bisher aufwändigste Installation. Eine technisch anspruchsvolle Herausforderung, bei der die Lichtexperten von Zumtobel dem renommierten Kunstmuseum und dem Künstler mit ihrer Expertise unterstützend zur Seite standen. 

Der US-amerikanische Lichtkünstler James Turrell zählt zu den bedeutendsten Künstlern der Gegenwart. Bekannt dafür, begehbare Räume mit Licht – durchaus wortwörtlich – zu durchfluten, schafft er stets neue Wahrnehmungserfahrungen. Ob sanfte Lichtmeere, klare, geometrische Lichtobjekte oder diffuser sphärischer Lichtnebel: Das Licht nimmt in Turrells Inszenierungen eine scheinbar greifbare Form an und eröffnet die Möglichkeit, das eigene Sehen zu reflektieren und neu zu entdecken. 

In seinem Museum in Baden-Baden widmet der Kunstsammler Frieder Burda dem Licht-Poeten jetzt eine eigene Ausstellung: Gezeigt werden Turrells bekannteste Werkgruppen der letzten Jahrzehnte mit jüngeren, noch nie gezeigten Arbeiten und der Lichtskulptur ‘Accretion Disk’, die eigens für die Sammlung Frieder Burda angefertigt wurde. Das Werk aus der Serie Curved Wide Glass wurde fest in das Gebäude des renommierten New Yorker Architekturbüros Richard Meier & Partners Architects integriert und bereichert so auch zukünftig die Kunstsammlung. Zu den Höhepunkten der Ausstellung gehört der riesige Ganzfeld-Lichtraum Apani, der bereits auf der Biennale von Venedig 2011 für Aufsehen sorgte. Die architektonischen Ein- und Umbauten sowie der Aufbau der Installationen gehörten zu der bisher komplexesten Herausforderung seit der Eröffnung des Museums 2004. 

Als langjähriger Lichtpartner von James Turrell und des Museum Frieder Burda stand Zumtobel dem Künstler sowie dem Kunstmuseum beratend zur Seite und unterstütze bei der technisch anspruchsvollen Umsetzung der einzelnen Kunstwerke. Gezeigt wird die Ausstellung im eleganten, 2004 eröffneten Richard-Meier-Bau des Museum Frieder Burda in Baden-Baden. Der lichte, offene Bau gilt als Vorzeigeobjekt im Bereich Licht und Steuerung. Der Entwurf des mit dem Pritzker-Preis ausgezeichneten Architekten Richard Meier sah vor, durch riesige Fensterfronten den Innenbereich mit so viel Tageslicht wie möglich zu durchfluten, sodass das Kunstlicht unterstützend eingesetzt wird. Gleichzeitig standen die Lichtplaner vor der Herausforderung, die teils äußerst empfindlichen Exponate vor der zerstörerischen Kraft des Tageslichts ausreichend zu schützen und den konservatorischen Anforderungen eines Kunstmuseums Rechnung zu tragen. 

In enger Zusammenarbeit mit Zumtobel wurde ein innovatives Sonnenschutz- und Tageslichtlenksystem eingesetzt, das das Licht im Inneren auf einem konstanten Wert hält. Vier Lichtbänder mit zwei Lichtfarben ermöglichen im großen Saal der Sammlung die jahreszeitlich bedingte Außenstimmung im Gebäude nachzuempfinden und darüber hinaus die vorherrschende Bildfarbe eines Geschosses zu untermalen. Das eigens für diese Ausleuchtung der zwölf Meter hohen Wände im großen Saal entwickelte Wallwasher-System ist seitlich im Bodenbereich des freistehenden Zwischengeschosses installiert. Das weich abstrahlende Lichtkanalsystem erlaubt eine flexible Aufstellung im ganzen Raum. Spots zwischen den Lichtkanälen akzentuieren auf Wunsch einzelne Kunstwerke. Zudem können fast alle Leuchten separat angesteuert werden. 

Das nächste gemeinsame Projekt von Zumtobel und James Turrell ist der Skyspace in Lech – ein unterirdischer Lichtraum inmitten der alpinen Landschaft von Vorarlberg, der Heimat von Zumtobel, der einen ganz neuen Blick auf den Himmel ermöglicht. Die Errichtung und Eröffnung des Skyspace in Lech ist für September 2018 geplant. 

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