Dienstag, 10. Juli 2018, 08:50 Uhr
Düren

Papiermuseum durch markanten Neubau erweitert

Welche Rolle spielt Papier im digitalen Zeitalter noch? Welche Geschichten verbindet man mit diesem Werkstoff? Und was kann Papier alles? Diese und zahlreiche weitere Fragen beantwortet das Papiermuseum Düren ab dem 9. September 2018, wenn es – erweitert um einen markanten Neubau sowie räumlich und inhaltlich neu gestaltet – wieder eröffnet wird. Damit macht Düren ein wichtiges Thema seiner Stadtgeschichte aber auch der Gegenwart in dieser Papierstadt neu erlebbar.

Düren und die Region sind seit mehr als 400 Jahren von der Papierindustrie geprägt; bedeutende Dokumente wie das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und die Urkunde zur Deutschen Einheit sind auf Papier aus Düren und seiner Region gedruckt. Noch heute sind hier weit über 100 Unternehmen in der Branche aktiv. Bereits seit 1990 wurde die Geschichte des Papieres in Düren in einem eigenen Museum präsentiert – in direkter Nachbarschaft zu dem seit 1905 bestehenden Leopold-Hoesch-Museum. Nun hat das Papiermuseum eine umfangreiche Sanierung und zeitgemäße Neukonzeption erfahren.

Für die Gestaltung des neuen Papiermuseums und seiner Dauerausstellung zeichnen der mehrfach prämierte Kölner Architekt Klaus Hollenbeck und sein Team verantwortlich: Die architektonischen Schwerpunkte liegen im modernen Anbau, einer attraktiven Außenfassade, die Bestand und Neubau miteinander verbindet. Dabei präsentiert sich die Dauerausstellung gestalterisch vollständig überarbeitet und neustrukturiert. Die gesamte Fläche wird durch den Einbau eines zweiten Geschosses von 500 qm auf 900 qm vergrößert und ein optimaler Rundgang für die Ausstellungsdramaturgie geschaffen. Das gesamte Museum ist nun auch barrierefrei. Durch die Erweiterung erhält das Papiermuseum einen neuen, museal angemessenen Zugang und rückt zugleich näher an das Leopold-Hoesch-Museum heran.

Bei der Gestaltung nimmt der Architekt das Thema des Museums auf: die weiße, spitz zulaufende Fassade erinnert an gefaltetes Papier und ist mit einem historischen Wasserzeichenmotiv versehen. Der Schriftzug „Papiermuseum“ in lateinischen Buchstaben und in Braille-Schrift ist in die Außenwand geprägt. Im Inneren des Museums erinnern schräge Wände und spitze Winkel ebenfalls an gefaltetes Papier. „Das neue Papiermuseum soll leicht wirken und sich von der Umgebung ablösen“, sagt Architekt Klaus Hollenbeck.

Auch konzeptionell wird das Thema Papier im Museum vollkommen neu in Szene gesetzt – informativ und emotional: Fünf zentrale Einheiten präsentieren den Werkstoff mit den unterschiedlichen Schwerpunkten Geschichten, Wertschöpfung, Visionen, Ordnung und Künste.




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