Dienstag, 17. Juli 2018, 10:03 Uhr
GKD Gebr. Kufferath

Weltweit auf Erfolgskurs

Mit einem Konzernumsatz in Höhe von 87,0 Mio. Euro (Vorjahr: 83,0) hat die technische Weberei für Industrie und Architektur GKD – Gebr. Kufferath AG (GKD) im Geschäftsjahr 2017 den bislang zweithöchsten Umsatz in der über 90-jährigen Unternehmensgeschichte erzielt. Zu dieser starken Performance trugen alle Sparten und Regionen erfolgreich bei. So baute das in dritter Generation inhabergeführte Unternehmen die Position als global agierender Marktführer in definierten Nischenmärkten in allen Geschäftsbereichen erneut aus. Zum fünften Mal in Folge steigerte GKD im Berichtsjahr auch die Investitionen in weiteres Wachstum: 5,25 Mio. Euro (Vorjahr: 5,1). Die nochmals gestiegene Eigenkapitalquote in Höhe von 56,5 Prozent (Vorjahr: 54,9) stärkt zudem die Voraussetzung, durch Investitionen in Zukunftsmärkte und -technologien auch sprunghaftes Wachstum zu gestalten. Zum Stichtag, 31. Dezember 2017 beschäftigte GKD konzernweit 764 Mitarbeiter (Vorjahr: 699), davon 443 (Vorjahr: 423) in der Dürener Unternehmenszentrale. Die stabile Anzahl von 22 Auszubildenden unterstreicht die Nachhaltigkeit der Personalpolitik.

„Trotz eines herausfordernden und volatilen Marktumfelds sind wir mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2017 sehr zufrieden: Alle Geschäftsbereiche - Filtertechnik, Prozessbänder, Architektur und Minenindustrie - sind gleichmäßig gewachsen.“ Auf diesen knappen Nenner bringt GKD-Vorstand Dr. Stephan Kufferath die Unternehmensentwicklung in der Rückschau. Sein Bruder und Vorstandskollege, Ingo Kufferath, ergänzt: „Treiber des Umsatzwachstums waren die Fokussierung auf die von uns definierten Kernanwendungsfelder und der konsequente Ausbau unserer globalen Multi- Plattform-Strategie.“ Die technische Weberei bedient gezielt Wachstumsfelder, die globale Bedürfnisse wie Wasser, Ernährung, Gesundheit, Mobilität sowie Umwelt- und Ressourcenschutz beantworten. Entsprechend groß ist das Branchenspektrum, in dem GKD als weltweit führender Nischenplayer aktiv ist: Automobil-, Chemie-, Elektronik-, Holz-, Nahrungsmittel-, Papier-, Pharma- und Textilindustrie setzten im zurückliegenden Geschäftsjahr ebenso auf die gewebten Hightech-Lösungen wie Bergbau, Luft- und Raumfahrt, Medizin- und Umwelttechnik sowie Architektur und Design. Auf Basis der über Jahrzehnte gewachsenen branchenübergreifenden Problemlösungskompetenz, Technologieführerschaft und Innovationskraft entwickelt und fertigt GKD Produkte, die dazu beitragen, die Welt sicherer, sauberer und gesünder zu machen.

Ziel von GKD sei es, durch innovative Materialkombinationen und Konstruktionen zum bevorzugten Technologiepartner zu werden, auch im Geschäftsbereich Architektur. So erhielt das Unternehmen als erster und bislang einziger Anbieter am Markt vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) für Fassaden, freigespannte Decken und vertikale Absturzsicherungen aus Edelstahlgewebe. Sie bedeutet für Planer, Verarbeiter und Bauherren einen signifikanten Genehmigungsvorteil, da sie eine zeit- und kostenaufwendige Zustimmung im Einzelfall (ZiE) erübrigt.

Stärkster Umsatzträger der Sparte Architektur waren im Berichtsjahr die Akustikdeckensysteme, die in den Jahren zuvor mit hohen Investitionen im eigenen Haus entwickelt wurden. Weltweites Medieninteresse weckte der Geschäftsbereich zudem mit zwei Großprojekten: Neben der Kunsthalle Mannheim war auch die neue Unternehmenszentrale des chinesischen Internetgiganten Tencent ein eindrucksvoller Beweis innovativer Gewebekonstruktionen. Mit der Markteinführung von Rolltoren sowie rollbaren Sonnenschutzsystemen aus hochwertigem Gewebe mit bewährter Technik namhafter Systempartner legte GKD im Jahr 2017 zudem den Grundstein für neues Wachstum im Bereich Architektur.

In Europa verzeichnete GKD schon 2017 insbesondere im Bereich Architektur gutes Umsatzwachstum. Mit Hochdruck arbeitet GKD seit mehreren Jahren an der digitalen Transformation aller Unternehmensprozesse. Denn: „Angesichts der enormen Steigerung der Komplexität von Prozessen, Strukturen, Kunden- und Qualitätsanforderungen müssen wir unsere Fertigungs- und Wertschöpfungsverfahren so beherrschen, dass alle Informationen jederzeit vorhanden, interpretierbar und im Prozess sind“, lautet das Credo Ingo Kufferaths. Eine Einschätzung, die sein Bruder teilt: „An Big Data führt kein Weg vorbei: Mehr als jeder andere Faktor entscheidet die Digitalisierung über die Zukunftsfähigkeit von Produkten, Prozessen und Unternehmen.“ Deshalb investierte GKD auch im zurückliegenden Jahr erneut in den Ausbau der Software-Infrastruktur.

Für 2018 erwartet GKD ein weiteres deutliches und gleichmäßiges Wachstum aller Sparten in den wichtigsten der definierten Zielmärkte. Besonders optimistisch schätzt Stephan Kufferath die Entwicklung der Standorte in den USA und Indien ein. „Wir haben in vielen Projekten und strategischen Initiativen große Fortschritte erzielt, die nun vermehrt Früchte tragen werden“, begründet er seinen Optimismus.

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