Freitag, 31. August 2018, 08:30 Uhr
Thonet zum Bauhaus-Jubiläum

Neuinterpretation des 'S 533 F' von Studio Besau Marguerre

100 Jahre Bauhaus – das feiert natürlich auch Thonet. Und zwar mit einer limitierten Jubiläumsedition des berühmten Freischwingers 'S 533 F' von Ludwig Mies van der Rohe. Das erfolgreiche Hamburger Designduo Besau Marguerre hat für die Version 'S 533 F' mit Armlehnen gleich zwei neue Ausführungen entwickelt: Fein abgestimmte, sinnliche Farben und Materialien holen den ikonischen Stahlrohrsessel in die Gegenwart. Die Varianten der Jubiläumsedition – eine mit Gestell in Perlglanzchrom und anthrazitfarbenem Leder und die zweite in Champagnerchrom mit Leder in Zartrosé – vereinen die Sachlichkeit des Bauhauses mit einem warmen haptischen Look and Feel.

„Die gezielte Beschränkung beim Einsatz der Materialien, die Eleganz in der Linienführung und die Transparenz in der Wirkung als charakteristische Eigenschaften des 'S 533' haben uns dazu verleitet, einerseits Mies van der Rohes Motto ,weniger ist mehr’ aufzugreifen, andererseits wollten wir das Sachliche mit Weichheit in Kontrast bringen“, beschreibt Eva Marguerre den Ansatz, den sie gemeinsam mit Marcel Besau verfolgte. Und so setzten sie für ihre Neuinterpretation, die ab September 2018 als Limited Edition von je 100 Exemplaren in Grau und Rosé erhältlich sein wird, auf warme Farben und Materialien. Das Ergebnis sind zwei komplementäre Versionen, die sich ergänzen und gleichzeitig als Solitäre Akzente setzen können.

Die klassisch-elegante Variante mit einem Gestell aus Perlglanzchrom und einer Garnitur aus anthrazitfarbenem, nubukiertem Kernleder sowie das helle Gegenstück mit einem Gestell aus mattem Champagnerchrom und roséfarbener Garnitur stellen beide Anspielungen auf die warme Patina der ersten Freischwinger aus den 1920er- und 1930er-Jahren dar, als die Gestelle noch vernickelt wurden. Ihren besonderen Sitzkomfort verdanken auch die Jubiläumsausgaben des hinterbeinlosen Freischwingers der Fähigkeit zum dauerelastischen Federn. Dieser Effekt stellt sich ein, weil Mies van der Rohe den vorderen Teil des Stahlrohrgestells als großen Bogen aus federhartem Stahlrohr konzipierte. So passt sich der 'S 533' mit seiner Schwingkraft der freien Bewegung des Menschen an – auf eine zusätzliche Polsterung kann verzichtet werden.

„Die Arbeit mit einem solch prägenden Design war für uns eine extrem spannende Aufgabe. Waren die meisten Entwürfe aus den 1920er-Jahren eher schlicht und funktional, so spürt man bei diesem Sessel deutlich die Handschrift des Architekten: Mies kombiniert hier Funktionalität und Komfort mit zeitloser Ästhetik – und genau diese wollten wir in die Gegenwart holen. Dabei fiel uns die Wandlungsfähigkeit des Bauhaus-Klassikers auf, so dass schnell klar war: Der 'S 533 F' hat mehr als eine Neuinterpretation verdient. So kamen wir auf die Idee des Pärchens“, so Marcel Besau.


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