Donnerstag, 07. Februar 2019, 12:05 Uhr
Ingo Maurer

Schwingendes Pendel für die Messe Frankfurt

Für das Nordfoyer der neuen Halle 12 der Frankfurter Messe gestaltete Ingo Maurer eine faszinierende Installation. Nicht Licht, sondern Bewegung und Reflexion stehen im Vordergrund des Konzepts. Ein drei Meter hohes, ellipsoides

Pendel schwingt im Luftraum des Foyers langsam hin und her. Seine verspiegelte Oberfläche reflektiert die Umgebung, die vorübergehenden Menschen und den Betrachter selbst. „Flying to Peace“, so der Titel der Arbeit wurde am 26. Oktober 2018 zur Einweihungsfeier der neuen Halle präsentiert. Während der Ambiente im Februar 2019 werden die Halle 12 und die Installation für ein großes Publikum zugänglich sein.

Das Pendel, ein handgefertigtes Einzelstück aus getriebenem Aluminium-Blech, hat in etwa die Form eines Eis. Sein kleiner Durchmesser beträgt 1,5 Meter, der größere 3 Meter. Die Oberfläche wurde in tagelanger Handarbeit geschliffen und poliert. Als Teil des Konzepts verändert sich während des Schwingens auch die Höhe des Pendels. In der tiefsten Position sieht es der Betrachter nur etwas mehr als einen Meter über sich, hochgezogen schwebt das Pendel fast auf der Höhe der oberen Etage. Dabei nimmt die Pendelfrequenz zu, da die Schwingungsdauer von der Länge des Pendels abhängt. Eine in den Boden eingelassene Lichtlinie zeichnet mit rotem Licht die Bewegung des Pendels nach. Der rote Lichtstreifen folgt dem Pendel exakt. Auch auf der Pendeloberfläche reflektiert sich der Streifen. Seine Länge wird dabei von der konvexen Oberfläche verzerrt.

Das Nordfoyer verbindet die zwei Ebenen der Halle 12 über Rolltreppen in einem großen Luftraum, der von schrägen Holzdecken definiert wird. Das Pendel selbst befindet sich über dem Gang, der Via Mobile, der an der verglasten Außenwandentlang führt und Messebesucher zu anderen Hallen leitet.

Ingo Maurer hatte den von der Messe Frankfurt 2017 ausgeschriebenen Wettbewerb zur künstlerischen Gestaltung des Foyers einstimmig für sich entschieden. Mit seiner Installation mit dem Titel „Flying to Peace“ hatte er sich gegen Entwürfe von Jan und Tim Edler (realities:united), Brigitte Kowanz, Moritz Waldemeyer sowie Wolfgang Winter/Bertold Hörbelt durchgesetzt.

"Das Pendel ist ein faszinierendes Zusammenspiel aus Bewegung und Reflexion, das ganz individuelle Eindrücke und Empfindungen entstehen lässt. Ich freue mich sehr, dass die Messe Frankfurt sich für das Pendel entschieden hat", so Ingo Maurer über das Projekt. "Meine Firma ist ja seit Jahrzehnten Aussteller in Frankfurt, daher weiß ich, dass man sich während der intensiven Tage einer Messe sowohl Momente der Entspannung als auch inspirierende Situationen wünscht, die neuen Schwung geben. Es wäre schön, wenn die Menschen, die auf der Messe tätig sind, den ruhigen, regelmäßigen Schwung des Pendels intuitiv aufnehmen und sich von ihm motivieren lassen."

Die Halle 12 liegt inmitten des Frankfurter Messeareals und wurde von Kadawittfeldarchitektur, Aachen, geplant.


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