Donnerstag, 14. Februar 2019, 10:00 Uhr
Internationale Handwerksmesse

"Geplant+Ausgeführt" - Bauprojekte als Inspiration

Sie soll Bauherren inspirieren und ist Sinnbild für das geniale Teamwork von Handwerkern und Architekten/Innenarchitekten: Die Ausstellung "Geplant+Ausgeführt" auf der Internationalen Handwerksmesse (13. bis 17. März in München) stellt in Bildern und Skizzen 30 bemerkenswerte Bauprojekte vor. Die Besten von ihnen werden am Messedonnerstag ausgezeichnet.

Eines der vorgestellten Projekte ist ein Gebäude mit zwei Gesichtern am Bodensee. Erdgeschoss und Obergeschoss wurden neu auf dem Altbestand, Keller und Hallenbad, errichtet. Umfunktioniert zum Freibad ist das ehemalige Hallenbad heute Blickfang auf der Nord-Terrasse. Diejenige im Süden gibt den Blick auf den Bodensee frei. Die erstklassige Lage am See hat die Architekten dazu inspiriert, das Element Wasser in nahezu jeder Ecke des Hauses erlebbar zu machen. Für einen tollen Kontrast und eine perfekte Verschmelzung der Gebäudeteile sorgt eine edle Holzfassade.

Kreative Lösungen sind im Vorarlberger Rheintal gefragt. Denn Grund und Boden sind dort, wie in vielen anderen Regionen, ein  knappes Gut. Entstanden ist ein Holzbau als Erweiterung auf einem schwierig zu bebauenden Grundstück, der vorhandene Strukturen nachverdichtet und dabei ökologische Aspekte fokussiert. Mit klarer Architektursprache ordnet das Gebäude die heterogene Umgebung, wahrt dabei aber seinen starken eigenen Charakter. Die umhüllenden Faltschiebeelemente lassen sich öffnen, um den Blick in die Weite zu genießen. Mit detailgenauer Planung und Umsetzung auf handwerklich höchstem Niveau wurde somit ein neuer Lebensraum auf dem Familiengrundstück geschaffen.

Weiteres Beispiel der Ausstellung ist das Handwerkerhaus in Utting am Ammersee. Entstanden im Jahr 1835 hatte es seine beste Zeit eigentlich schon hinter sich. Doch es bestach durch seine sehr gute Lage im alten Ortskern und einen handgehauenen Dachstuhl im Originalzustand. Deshalb wurde das Gebäude kernsaniert – unter der Vorgabe, die Grundmauern zu erhalten und den historischen Dachstuhl zu sichern. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, vor allem das großzügige Loft mit Blick auf den Dachstuhl. 

Die Kirche Seliger Pater Rupert Mayer in Poing bei München ist echter Blickfang und wird ebenfalls als bemerkenswertes Teamwork-Projekt vorgestellt. Als Solitär konzipiert, erhebt sie sich mit ihrer mit weißen Keramikkacheln bekleideten Dachlandschaft über dem massiven Sockel aus Nagelfluh und entfaltet so fast skulpturale Kraft. Die weiße Dachkonstruktion und der steinerne Boden- und Wandsockel symbolisieren die Vorstellung von Himmel und Erde. Mit dem Licht spielend wird die Dachlandschaft zur kristallinen „Stadtkrone“ der Gemeinde. 

Insgesamt zeigt die Ausstellung "Geplant+Ausgeführt" auf Schautafeln Bilder und Skizzen von 30 Bauprojekten. Die Besten werden am Donnerstag, 14. März, um 16.30 Uhr, auf der Bühne in Halle C3 mit den  "Geplant+Ausgeführt"-Preisen geehrt. Darüber hinaus verleiht die Deutsche Handwerks Zeitung einen Publikumspreis. Bis Freitag, 1. März 2019, können Interessierte unter www.dhz.net/architektur2019 für ihren Favoriten stimmen.


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