Freitag, 01. März 2019, 10:20 Uhr
USM

Dreh- und Angelpunkt

Es müssen nicht immer die großen Dinge sein, die die (Interior)-­Welt bewegen. Manchmal sind sie auch sehr klein. So wie die glänzende Stahlkugel mit den sechs Löchern, die im Durchmesser gerade mal 2,5 cm misst. Eine Verbindung, die es in sich hat. Dreh- und Angelpunkt des weltbekannten Möbelbausystems „USM Haller“. arcade hat den Firmensitz in Münsingen besucht.

Es waren die frühen 60er Jahre, eine kreative Zeit, die einiges an Innovationen hervorbrachte. So auch das ikonische ­Möbel­system „USM Haller“. Erfunden wurde es von Fritz Haller und Paul Schärer, Enkel von Ulrich Schärer, der 1885 im schweizerischen Münsingen den Metall- und Schlosserbetrieb USM gründete. Paul Schärer beauftragte, nach seinem Eintritt ins Unternehmen 1961, den Architekten Fritz Haller mit dem Entwurf eines neuen Firmen- und Produktionsgebäudes. Im Zuge dessen entwickelten sie das modulare System. Nicht etwa, um es auf den Markt zu bringen, sondern um damit den neuen Firmensitz auszustatten. ­Hallers Idee: eine Möbelstruktur zu entwickeln, die sich der modularen Stahlrahmen-Archi­­tektur anpassen konnte. Das Ergebnis ist jenes Konstrukt aus schlanken Stahl­rohren, ­farbigen Tabelaren und besagter Kugel, das seit über 50 Jahren die Welt erobert. Startschuss war die Ausstattung der Pariser Rothschild Bank 1969 mit stolzen 600 Arbeitsplätzen. Der Beginn der Serienproduktion. Heute gibt es weltweit 450 Handelspartner und Showrooms in Berlin, Bern, Düsseldorf, Hamburg, London, München, New York, Paris, Stuttgart und Tokio. Längst hat sich das USM-System rund um den Globus den Ruf eines Klassikers mit Kult-Charakter erworben. Doch warum? Viele Gründe sprechen da­­für. Formal sehr clean, ist das Design bis ins Kleinste durchdacht. ­Völlig zeitlos passt es sich jeder neuen Anforderung, jedem Ambiente mühe­los an. In kleinen Räumen ist es ebenso funktional, wie in großen. Es ist unverwechselbar und sorgt in Privaträumen genauso für Ordnung wie in Büros, Shops oder Arzt-Praxen. Und in einer sich rasant verändernden Welt stellt es eine vertraute Konstante dar. Zudem ist es made in Switzer­land, steht für höchste Ansprüche und Langlebigkeit. Das bestätigt ein Besuch vor Ort. Alles ist auf Qualität ausgelegt. In den Werkshallen sind modernste Fertigungs­roboter im Einsatz, die an die Professionalität in der Autoproduktion erinnern. Manches jedoch, wie das Montieren der Möbel, geschieht nach wie vor von Hand. Sorgfältig und präzise, jeder Griff sitzt. Verarbeitet werden ausschließlich beste Materialien, Rückläufe gibt es praktisch nicht. Nachhaltigkeit ist schon früh Teil der Unternehmens-­DNA. Für die Bemühungen, die Auswirkungen auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten, gab‘s 2007 die renommierte Greenguard-Zertifizierung.
Längst gehören neben dem Möbelsystem auch (Schreib-)Tische, Arbeitsplätze, Raum­teiler und Accessoires zum Programm sowie eine eigene Linie zur Ausstattung von Airports. Die neueste Innovation heißt „USM Haller E“ und bringt Licht und Energie ins System. Revolutionär ist die kabel­lose Stromführung, die über die Struktur des Möbels läuft. Der Clou: auch Handy & Co. lassen sich so aufladen. Für Aufsehen sorgte zudem .. (Sie möchten den Artikel weiterlesen?  Hier geht's zur Heft-Bestellung: https://shop.holzmann.de/de/abonements/arcade

Das könnte Sie auch interessieren...

Dienstag, 09. September 2014, 10:07 Uhr
USM

Newcomer im Praxistest

USM zeigt während der Orgatec seine neu entwickelten Produkte 'Kitos M' und 'Privacy Panel' auf 1.000 qm in der Eventlocation 'Dock.One' auch im Praxistest. Einen Teil der Verwaltung hat der Büromö... weiter

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass diese Seite Cookies verwendet. Mehr Infos