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Montag, 18. März 2019, 17:00 Uhr
Grohe, Miele, Viessmann

Smart Home: Es geht um die sinnvolle Digitalisierung von Wohnräumen

Es ist höchste Zeit, die digitalen und physischen Dimensionen von Wohnräumen so miteinander zu verbinden, dass für den Kunden ein echter Mehrwert entsteht. Das ist eines der Ergebnisse einer hochkarätigen Diskussionsrunde von Grohe, Miele und Viessmann auf der ISH in Frankfurt a. M. Im Rahmen des Intelligent Living Summit stellten Michael Rauterkus, Grohe-CEO, Marketing- und Vertriebsgeschäftsführer Axel Kniehl von Miele und Co-CEO Max Viessmann von Viessmann gemeinsam fest: Kunden betrachten Smart Home-Geräte nicht mehr länger als Spielzeuge, sondern erwarten intelligente Lösungen, die echten Zusatznutzen bieten. Das Marktpotential sei enorm: Bis 2030 soll die Zahl der an das Internet of Things (IoT) angeschlossenen Sensoren und Geräte weltweit von derzeit 21 Milliarden im Jahr 2018 auf rund 125 Milliarden ansteigen. Der Intelligent Living Summit ist Auftakt eines regelmäßigen branchenübergreifenden Austauschs zur Frage der sinnvollen Digitalisierung in Wohnräumen und zur digitalen Transformation in Unternehmen und Branchen.


„Zusammen bilden wir ein großartiges Team, denn wir alle verfolgen ein höheres Ziel: neue und intuitive Lösungen für die Wohnräume der künftigen Generationen zu entwickeln“, sagte Max Viessmann. „Für Viessmann hat dabei die Reduktion der CO2-Emissionen einen sehr hohen Stellenwert.“ Wer seine Heizung gegen eine moderne Viessmann Lösung tausche, verbessere die CO2-Bilanz seines Haushalts um durchschnittlich eine Tonne pro Jahr – mehr als ein Zehntel der jährlichen Pro-Kopf-Emission in Deutschland. Mehr Umweltschutz, aber auch mehr Komfort für die Nutzer – dem Familienunternehmen Viessmann gelinge der Wandel vom reinen Heiztechnikhersteller zum Anbieter integrierter Lösungen in enger, persönlicher Partnerschaft mit dem Handwerk.

„Die Zukunft des ‚Intelligent Living‘ liegt darin, nicht nur herausragende Produkte zu entwickeln, sondern diese zu einer begeisternden Erfahrung für den Anwender werden zu lassen, und dazu leistet die Digitalisierung einen unverzichtbaren Beitrag“, sagte Miele-Geschäftsführer Axel Kniehl. So könne beispielsweise der Dialoggarer von Miele mit Rezeptdatenbanken oder einem Gourmet-Lieferservice vernetzt werden. In den Backöfen der neuen Generation "7000" liefert eine Kamera farbechte Bilder in HD-Qualität auf das Smartphone oder Tablet. Per Klick lässt sich der Zustand eines Menüs überwachen und der Garprozess nachregulieren. „Bei neuen Produkten und Services müssen der Kundennutzen im Mittelpunkt stehen und eine einfache Anwendung das oberste Ziel sein. Per Remote Service ist die Software aller neuen Geräte komplett updatefähig, sodass sich über die gesamte Lebensdauer neue Funktionen ergänzen und bewährte Programme weiter optimieren lassen.“

„Wir haben vor zwei Jahren auf der ISH unser intelligentes Wassersicherheitssystem 'Grohe Sense' gegen Wasserschäden gelauncht und seither eine steile Lernkurve bezüglich des Geschäftsmodells erfahren“, erzählte Michael Rauterkus. „Anfangs waren wir fest davon überzeugt, mit unserem neuen Produkt eine große Resonanz beim Endverbraucher zu erzielen. Mittlerweile arbeiten wir mit zahlreichen Versicherern zusammen, die tausenden Kunden Geräte zur Verfügung stellen, um die hohen Kosten aufgrund von Wasserschäden zu reduzieren.“ Für das Digitalgeschäft von Grohe nimmt sich der CEO mittlerweile genauso viel Zeit, wie für die herkömmlichen Geschäftsbereiche und hat dabei eine ganz persönliche Erkenntnis gewonnen: „Zuhören ist entscheidend – sich anderen Ideen, Erfahrungen, Meinungen gegenüber zu öffnen.“

Wie wichtig es ist, eine Digitalisierungsstrategie zu entwickeln und dabei weit in die Zukunft zu denken, legte Christoph Keese, CEO Axel Springer Hy GmbH und Auftaktredner, in seinem Vortrag dar. „Die Digitalisierung hat ganze Branchen komplett verändert. Axel Springer beispielsweise macht heute etwa 80 Prozent seines Gewinns mit seinem Digitalgeschäft.“ Wer an den Märkten der Zukunft teilhaben will, habe drei Optionen: neue disruptive Geschäftsbereiche oder Unternehmen zu gründen, die durchaus auch das eigene Kerngeschäft in Frage stellen, Partnerschaften einzugehen oder in existierende Unternehmen zu investieren. „Seien Sie digital und bleiben Sie optimistisch, denn die Chancen der Digitalisierung sind größer als die Risiken“, lautete das Fazit von Christoph Keese. „Aber vertrauen Sie nicht zu sehr auf Ihre eigene Erfahrung, sondern identifizieren und finden Sie Menschen, die in der Lage sind, Dinge grundlegend zu verändern.“

Achim Berg, Präsident der Bitkom und Moderator der Diskussionsrunde von Grohe, Miele und Viessmann, stellte fest: „Die digitale Transformation eines Unternehmens kann meiner Erfahrung nach nur vom CEO vorangetrieben werden. Das lässt sich nicht an den Digital Officer oder an den Finanzvorstand delegieren.“ Die Digitalisierung sei eine exponentielle Entwicklung. Wer die Geschwindigkeit seines Unternehmens nicht anpasse, habe spätestens in ein paar Jahren ernsthafte Probleme. Offene Plattformen wie der Intelligent Living Summit seien ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg.

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