Donnerstag, 11. April 2019, 16:15 Uhr
Wohn- und Gewerbequartier Kupa

Leitwerk übernimmt Baumanagement

Das Augsburger Ingenieurbüro für Planung, Bau und Projektmanagement LeitWerk AG hat das Baumanagement für das aktuell viel beachtete Immobilienprojekt Kupa im Münchner Stadtteil Pasing übernommen. Das von Bauwerk entwickelte Stadtquartier wird durch Allmann Sattler Wappner Architekten GmbH als Generalplaner realisiert. LeitWerk übernimmt für Allmann Sattler Wappner Architekten die Leistungsphasen sechs bis neun nach HOAI: die Ausschreibung und den Vergabeprozess der Einzelgewerke sowie das Baumanagement. „Kupa zählt zu den aktuell interessantesten Bauvorhaben in München. Zum einen, weil das Schicksal der einstigen Kuvertfabrik seit Jahren im Fokus der Öffentlichkeit steht, der es zu verdanken ist, dass das historische Gebäude unter Denkmalschutz gestellt wurde. Zum anderen, weil Bauwerk und Allmann Sattler Wappner architektonisch und konzeptionell neue Wege in der Quartiersentwicklung einschlagen. Für das Baumanagement garantiert dies spannende Herausforderungen“, sagt LeitWerk-Gründer und -Vorstand Peter Weis.

LeitWerk ist mit aktuell 120 fest angestellten Mitarbeitern sowie deutschlandweiten Tochtergesellschaften und Niederlassungen das größte Ingenieurbüro für Planung, Bau- und Projektmanagement im Großraum München. Für den Bau von Kupa hat das Unternehmen die Ausschreibungen für einzelne Gewerke bereits gestartet. Das Management beginnt im Sommer mit dem Start des Rohbaus.

Michael Zombra, zuständiger Projektleiter von LeitWerk: „Eine echte Herausforderung für uns ist die geplante Architektur. So sind zu den Straßen hin keine konventionellen Baukörper mit ebenen Fassaden geplant. Vielmehr werden diese über dreieckige Erker nach außen aufgebrochen. Nicht konventionell sind damit auch die Ausschreibungen für fachlich kompetente Handwerksfirmen sowie die Logistik und der Bauablauf. Durch die beengte Lage stehen verhältnismäßig wenig Lagerflächen in den Außenbereichen zur Verfügung, sodass sich diese in die Innenbereiche hineinziehen. Auch der Gerüstbau verlangt Fingerspitzengefühl. Anker müssen beispielsweise so gesetzt werden, dass sich die Handwerker nicht behindern. Gleichzeitig ist der Anspruch an die Qualitätssicherung durch die entstehenden Schnittstellen vieler unterschiedlicher Gewerke extrem hoch.“ Eine weitere Herausforderung ist nach den Worten Zombras die Sanierung der historischen Kuvertfabrik. So werden zwar die Fassade erneuert und ein neues Entree geschaffen, die Innenbereiche neu gestaltet, Dach und Fenster ausgetauscht. All das aber geschieht unter Denkmalschutzauflagen.
„Kupa ist für uns definitiv alles andere als ein Routineprojekt. Umso wichtiger ist das enge Zusammenspiel mit unserem Auftraggeber Allmann Sattler Wappner Architekten und dem Entwickler Bauwerk – insbesondere während der aktuellen Projektvorbereitung. Verantwortlichkeiten müssen dargestellt, ein umfassender Terminplan erarbeitet und die gesamte Bauablaufstruktur geplant werden“, erläutert Michael Zombra.


Aktuell stehen der im Februar gestartete Aushub und die Fertigstellung der Baugrube sowie der Verbau des Grundstückes im Fokus der Baumaßnahmen entlang der Landsberger Straße 444-446.  Bis Ende 2021 soll dann auf dem rund 10.000 Quadratmeter großen Gelände einer früheren Kuvertfabrik, von den Münchnern seit Jahrzehnten kurz KUPA genannt, ein urbanes Stadtquartier entstehen, das weit mehr bieten soll, als Raum zum Wohnen und Arbeiten. 

In Reminiszenz an die frühere Nutzung bleibt neben dem Namen auch das 1906 errichtete, denkmalgeschützte Fabrikgebäude erhalten. Im Zuge seiner Sanierung entstehen auf vier Etagen verteilt moderne Büroflächen. Für das dazugehörige eingeschossige Kesselhaus ist eine gastronomische Nutzung geplant.

Um die Kuvertfabrik herum entstehen fünf neue Wohngebäude, eines davon mit einer Mischung aus Wohnungen und Gewerbeflächen im Erdgeschoss. Insgesamt sind 175  Eigentumswohnungen mit Flächen zwischen 40 bis 120 Quadratmetern geplant.

Das von Bauwerk gemeinsam mit Trendforschern herausgearbeitete Gesamtkonzept für das neue Quartier bietet den künftigen Bewohnern ein umfassendes Mobilitätskonzept mit Car-Sharing-Fahrzeugen, E-Bikes und Lastenfahrrädern. In der eingeschossigen Tiefgarage sind zudem etwa 210 Stellplätze inklusive E-Mobility vorgesehen. Die direkte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist über die geplante Verlängerung der U5, die unmittelbare Lage an der S-Bahn-Stammstrecke sowie durch Tram und Busse garantiert.

Das Trendthema Sharing wird zudem in den Servicebereichen eine umfassende Rolle spielen. Über eine Quartiers-App können diverse Services wie die großzügige kupa Kitchen gebucht werden. Auch stehen den Bewohnern eine Fahrradwerkstatt sowie ein intelligentes Paketbox-System zur Verfügung. Ein Concierge wird Ansprechpartner für Bewohner und Gäste sein. 


Architektonisch setzen Allmann Sattler Wappner Architekten auf identitätsstiftende Fassaden mit Erkermotiv. Diese nehmen in Material und Farbigkeit Bezug auf die historische Erscheinung der Kupa. So werden Geschichte und Zukunft sichtbar verbunden. Großformatige, raumhohe Fenster bestimmen das Erscheinungsbild der Wohngebäude. Asymmetrische, vorspringende Erker erzeugen zu den umgebenden Straßen hin eine skulpturale Wirkung. Zugleich vergrößern sie die Wohnungen und erweitern die Ausblicke auf drei Richtungen. Im Inneren des Quartiers hingegen tragen die Fassaden einen ruhigen, sachlichen Charakter. 

Weitere Informationen unter: www.kupa-quartier.de 



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