Freitag, 26. April 2019, 11:00 Uhr
Hotel Show Dubai

Germany goes Dubai

Der Hotelboom in den Vereinigten Arabischen Emiraten bietet enormes Geschäftspotenzial, insbesondere in Dubai und Abu Dhabi. Um exportorientierte deutsche Firmen beim Erschließen neuer Geschäftsfelder zu unterstützen, engagiert sich das Bundeswirtschaftsministerium zum wiederholten Mal mit einem geförderten Firmen-Gemeinschaftsstand auf der größten arabischen Hotel- und Gastronomiemesse Hotel Show Dubai, die vom 17. bis 19. September 2019 im Rahmen der Middle East Design & Hospitality Week (ME D&HW) im World Trade Center in Dubai stattfindet.

Seit Jahren sind die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) ein wirtschaftliches Schwergewicht am Golf. Insbesondere das Emirat Dubai hat sich als wichtige Handelsdrehscheibe zwischen Europa, Afrika und Asien etabliert. Die Infrastruktur ist ausgesprochen gut, die geographische Lage für den Handel günstig, und das Land gilt als wirtschaftsfreundlich und offen, sowohl für Importe als auch für ausländische Direktinvestitionen. Im Doing Business Report der Weltbank für 2018 erreichten die VAE Rang 21 von 180 Ländern. Dubai hat in den letzten Jahren rege weiter investiert, vor allem in Projekte im Vorfeld der Weltausstellung Expo 2020. Auf der Agenda stehen Transportinfrastruktur, der Metroausbau und Tourismus-Projekte, die das Emirat für Besucher noch attraktiver machen sollen.

Die Expo 2020 oder der Fifa World Cup 2022 in Katar sind nicht die einzigen Mega-Events in den Golfstaaten. Allein schon die Liste, der in Dubai im Bau befindlichen Projekte, ist unendlich lang: Bluewaters Island, Dubai Harbour, Dubai Creek Harbour, Dubai South, Meydan One, Marsa Al Arab, Deira Island, Dubai Hills Estate, Azizi Victoria, um nur einige der Megaprojekte zu nennen. Laut BNC Network befinden sich derzeit über 23.000 Projekte mit einem Investitionsvolumen von mehr als 2,06 Mrd. Euro (2,3 Billionen US-Dollar) in den Vereinigten Arabischen Emiraten im Bau.

Abu Dhabi und Dubai haben sich in den VAE. als führende Luxusdestinationen etabliert. Seit einigen Jahren hat sich das Bild etwas gewandelt, und es wird ein in puncto Herkunftsländern und Einkommen breiter gestreutes Publikum angesprochen. Dazu haben unter anderem Pauschalangebote, günstigere Flugpreise und eine wachsende Mittelschicht in aufsteigenden Märkten wie China oder Indien beigetragen. Die Anzahl der Besucher aus China, Indien und Russland steigt deutlich, seit 2018 Visa-Vereinfachungen für diese Nationen in Kraft traten.

Der Markt passt sich an die neue Besucherstruktur an. Es ist zu erwarten, dass mehr Hotels im unteren und mittleren Segment gebaut werden. Noch konzentriert sich das Angebot auf Luxusobjekte und das gehobene Segment und die zunehmende Konkurrenz drückt die Zimmerpreise. In Abu Dhabi entfielen Mitte 2018 rund 66 Prozent der verfügbaren Hotelzimmer auf das vier bis fünf Sterne Segment und in Dubai 57 Prozent. Marktberichten zufolge sind die Auslastungsraten 2018 in diesem Segment trotz der steigenden Besucherzahlen schlechter geworden.

2017 kamen 16 Mio. Besucher nach Dubai, sechs Prozent mehr als im Vorjahr, die meisten aus Indien, Saudi-Arabien, dem Vereinigten Königreich, Oman und China. Im Expo-Jahr 2020 rechnet Dubai mit 20 Mio. Besuchern. Das Emirat investiert stetig in Projekte, die es als Tourismusdestination noch attraktiver machen sollen. Kürzlich fertiggestellt wurden die Erweiterungen der bei Touristen beliebten Einkaufszentren Dubai Mall und Mall of the Emirates. Die Aussichtsplattform Dubai Frame öffnete für Besucher. Dubai stellte 2018 den Dubai Pass vor, der einen vergünstigten Zugang zu beliebten Attraktionen bietet und vor allem auf Kurzzeit-Besucher abzielt. Im Bau ist Marsa Al Arab, ein Hotelkomplex der Dubai Holding, neben dem Burj Al Arab Hotel. Entstehen sollen auf einer aufgeschütteten Halbinsel Hotels, ein Wasserpark, Theater, Einkaufsmöglichkeiten, Geschäftsviertel, Wohnungen und Luxus-Villen.

Im ersten Halbjahr 2018 wurde in Dubai ein Holiday Inn in der Festival City, das Rove Dubai Marina und die Renovierung des durch einen Brand beschädigten Address Hotels in Downtown Dubai fertiggestellt. Bis 2020 soll die Zimmerzahl auf 114.500 steigen. Zu den laufenden Projekten zählen ein Mandarin Oriental, ein Hilton Curio Collection und The Palm Tower.

Der Hotelsektor in Abu Dhabi ist deutlich kleiner als in Dubai. Anders als im Nachbaremirat prägen Übernachtungen von Geschäftsreisenden den Markt. Der Geschäftstourismus leidet jedoch unter der schwächeren Wirtschaftslage und geringeren Reisebudgets der Unternehmen. Abu Dhabi investiert daher kräftig, um sich als Tourismusdestination zu etablieren, dazu zählen der Flughafenausbau, die Expansion der heimischen Fluglinie Etihad und die Austragung von Events wie der Abu Dhabi Grand Prix.

Im zweiten Quartal 2018 wurde das Grand Hyatt Hotel fertiggestellt. Die Anzahl der verfügbaren Hotelschlüssel in Abu Dhabi belief sich Ende Juni auf 22.400. Die Auslastung betrug in den ersten fünf Monaten 2018 rund 76 Prozent. Bis Ende 2019 sollen 25.200 Zimmer zur Verfügung stehen.

Bei der deutschen Vertretung Messe & Marketing Michael Pittscheidt aus Bad Münstereifel ­ info@pittscheidt.de. ­ gibt’s weitere Infos.


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