Montag, 06. Mai 2019, 10:30 Uhr
Axent: Interview mit Nicole Roesler

„Wir sind absolut innovationsgetrieben“

Der chinesische Badhersteller Axent legte auf der diesjährigen ISH einen großen Auftritt hin und präsentierte gleich ein ganzes Portfolio an smarten Neuheiten. Darunter ein Washlet von Matteo Thun und Antonio Rodriguez, per App zu steuern, ein innovatives Sound- und Lichtsystem, mit dem sich das Bad in eine Wellness-Zone verwandeln lässt sowie eine völlig neue Wannen- und Bad-Technologie. Letztere lässt das Wasser durch einen ovalen Einlauf auf dem Wannenboden sowohl ein- als auch ablaufen.
Wir fragten Nicole Roesler von German Wunderwerk, die seit drei Jahren den Marken-Aufbau des Labels am europäischen Markt vorantreibt, nach der Entwicklung und den ehrgeizigen Zielen des Unternehmens.


Frau Roesler, erst 2008 wurde der chinesische Badhersteller Axent gegründet. Mittlerweile gibt es Niederlassungen in den USA und der Schweiz, weltweit hat Axent über 1.500 Mitarbeiter. All das innerhalb von nur gut zehn Jahren – eine beachtliche Leistung.
Nicole Roesler: Fürwahr! Das Unternehmen hat eine tolle und rasante Entwicklung hinter sich. Angefangen hat es als WDI, der Komponenten-Lieferant der „Best of Best“ weltweit bekannter Marken wie Duravit, Villeroy & Boch, Toto und Geberit. Vor zehn Jahren lernten sich Frank Li, der Chairman von WDI und Daniel Grob, vormals Geberit, kennen und beschlossen, mit Axent Switzer­land eine eigene Marke zu gründen. Wohl wissend, dass die Technik von Axent marktführend ist.
Die Anfänge waren – wie das zumeist so ist – schwierig und steinig. Nicht viele der Axent-Produkte konnten wegen der strikten Regularien der Sanitärbranche überhaupt in Deutschland und Europa verkauft werden. Frank Li, der Chairman, hat ein Vermögen in die Marke und das Unternehmen investiert und sich deswegen sogar mit seiner Familie überworfen. Zeitgleich ist man mutig vorangeschritten mit der Vision, komplette Premium-Luxusbäder zu kreieren, die den Mitbewerbern voraus sind. Die Zusammenarbeit mit Matteo Thun führte zu der Entwicklung bahnbrechender Produkte, siehe „Axent One“ und „Primus“, der ersten Toilette ohne Wassertank. Mittlerweile ist das Unternehmen erfolgreich dabei, den internationalen Sanitärmarkt zu revolutionieren.
In welchen europäischen und internationalen Märkten ist Axent bereits aktiv? Und welche Role spielt explizit der deutsche Markt für das Unternehmen?
Nicole Roesler: Am stärksten ist Axent nach wie vor im asiatischen Raum. Hier haben wir an die 300 Premium-Mono-Brand-
Stores und sind nicht nur im Retail, sondern auch in den hochwertigsten Projekten und Hotels vertreten. In Middle East sind wir ebenfalls schon sehr gut präsentiert. In Europa ist es die DACH-Region und Holland, in denen wir stark sind. In Deutschland haben wir mittlerweile den wichtigsten Bad Retailer, die GC-Gruppe, als Kunden gewinnen können. Das ist das A und O für den Aufbau dieses Marktes. Auch Architekten und Innendesigner sind schon auf uns aufmerksam geworden, erste Projekte wurden gewonnen. Doch so ein Marken-Aufbau geht natürlich nicht von heute auf morgen. Zudem ist das Produkt „Washlet“, also das „Dusch WC“, in unseren Breitengraden noch nicht vollständig etabliert. Auch wenn es die eindeutig hygienischste Variante ist. Quasi eine Kombination aus WC und Bidet. Auch in den USA beginnen wir, den Markt aufzubauen. Wir sind auf dem Weg.
Das Produktportfolio umfasst Spitzentechnologie bei Dusch-WCs ebenso wie hochwertige Sanitärkeramik, Badmöbel, Wannen sowie innovative Technologien. Mit „Axent.Connect“ lassen sich Sound, Licht, Wasser und Strom intelligent verbinden. Macht Axent uns damit vor, wie das Bad der Zukunft aussieht?
Nicole Roesler: Exakt das ist unsere Zielsetzung. Wir sind absolut innovationsgetrieben und haben über 300 Leute im Forschungs- und Entwicklungsbereich, die daran arbeiten, das Bad der Zukunft zu gestalten. Es geht mittlerweile weit über das Produkt per se hinaus. So haben wir mit dem mit Phoenix Design entwickelten „XT Cabinet“ ein smartes Schranksystem realisiert, das einen „magischen“ Spiegel, der aktuelle Daten liefert, ein besonderes Beleuchtungssystem beinhaltet und mit dem man sowohl ins Internet gehen als auch alle Geräte bedienen kann. Darüber hinaus – und das werden die Ladies lieben – gibt es gleich zwei Kosmetik-Kühlschränke, die integriert sind. Sowie eine Heizung für Handtücher. Dann haben wir die „XT Bade­wanne“ die bereits von unterwegs befüllt werden kann. Doch das ist erst der Anfang. Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, der Apple des Bad-Bereichs zu werden.

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