Donnerstag, 16. Mai 2019, 16:30 Uhr
Fachverband Matratzen-Industrie

Werbung mit Testsiegel nur für konkret geprüftes Modell zulässig

Die Vermarktung von Matratzen als Testsieger ist nur dann zulässig, wenn sie genau in der beworbenen Ausführung geprüft wurden. Also auch in der entsprechenden Matratzengröße. Das hat das Landgericht Berlin jetzt in einem Anerkenntnisurteil entschieden. Der Fachverband Matratzen-Industrie begrüßt diese Entscheidung, da sie seiner Meinung nach für mehr Transparenz sorgt und Verbraucher vor missbräuchlicher Werbung mit Testsiegeln schützt.

Im vorliegenden Fall hatte ein Anbieter seine Matratze bei Amazon in allen verfügbaren Größen als „Testsieger Stiftung Warentest“ beworben, obwohl die Matratze nur in der Ausführung 90 x 200 cm getestet worden war. Dagegen hatte die Wettbewerbszentrale geklagt.

In ihren Matratzentests prüft die Stiftung Warentest in der Regel nur Matratzen der Größe 90 x 200 und eines einzelnen Härtegrads. Die Ergebnisse dieser Tests sind nicht ohne weiteres auf andere Ausführungen übertragbar, so dass auch die Werbung mit dem Testlogo nur für das geprüfte Modell zulässig ist. Denn die Handhabbarkeit einer Matratze kann sich beispielsweise je nach Größe unterscheiden. Ebenfalls sollte genau darauf geachtet werden, in welchem Härtegrad Matratzen getestet wurden.

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