Dienstag, 13. August 2019, 12:30 Uhr
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

Charta für Holz 2.0 - Einladung zur öffentlichen Tagung

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) initiierte im April 2017 die Charta für Holz auf der Grundlage eines Beschlusses der Agrarministerkonferenz als Gemeinschaftswerk mit engagierten Verbänden, Organisationen und Verwaltungen. Die Charta bildet den Rahmen für einen auf Dauer angelegten gesellschaftlichen Dialogprozess. Im Zuge dieses Prozesses wird die Erkenntnis, dass der verstärkte Einsatz von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft zugunsten des Klimaschutzes, zur Schonung fossiler Ressourcen und zur Stärkung der ländlichen Räume jetzt und künftig unverzichtbar ist, in der Öffentlichkeit verankert und durch das Cluster Forst und Holz umgesetzt. Für die Umsetzung der sechs Kernthemen der Charta für Holz engagieren sich Verbände und Organisationen aus dem Cluster Forst und Holz gemeinsam mit Unternehmen, Wissenschaft und Politik.

Zweieinhalb Jahre nach dem Start lädt die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) im Auftrag des BMEL nun Mitte September zur Bestandsaufnahme ein. Die erste „Statustagung Charta für Holz 2.0“ am 17. September in Berlin richtet sich insbesondere an Bauplaner, Architekten und Bauherren, Dozenten in Studiengängen und Berufen der Holzbranche, Aus- und Weiterbildungsbetriebe sowie Forschungseinrichtungen und Forschungsförderer. Ebenso willkommen sind die Vertreter der Verbände Forst und Holz, Unternehmen des Holzrecyclings, des Holztransportes, der forstlichen Dienstleister und der Transportlogistik und solche, die sich mit der energetischen Verwertung von Roh- und Altholz befassen. Angesprochen sind zudem Waldbesitzer, Betreiber von Datenbanken und Informationsplattformen zur Bioökonomie und kommunale Entscheider.

„Die Bundesregierung stellt in ihrem Klimaschutzplan 2050 fest, dass das Erreichen der Klimaschutzziele maßgeblich auch vom klimabewussten Verhalten der Verbraucher abhängt“, unterstreicht FNR-Geschäftsführer Dr. Andreas Schütte. Hier setzt die Charta-Arbeitsgruppe „Wald und Holz in der Gesellschaft“ mit Aufklärungs- und Informationsangeboten etwa zur Verwendung klimafreundlicher Holzprodukte an.

Die gezielte Züchtung von klimastabilen Forstpflanzen mit großem Nutzholzpotenzial und die Verfügbarkeit von Nadelholz durch neue Waldbaukonzepte im Klimawandel gehört zu den Arbeitsschwerpunkten der Gruppe „Ressource Wald und Holz“. Indes untersucht die Arbeitsgruppe „Material- und Energieeffizienz“ neben Maßnahmen zur Mehrfachverwendung von Altholz u. a. das Optimierungspotenzial beim Holztransport und Möglichkeiten zur Erhöhung des Wirkungsgrades emissionsreduzierter Holzheizanlagen. Die Schwerpunkte dreier weiterer Arbeitsgruppen zielen beispielsweise auf den Abbau holzdiskriminierender Rechtsvorschriften bei Sanierung und Neubau (AG „Bauen mit Holz in Stadt und Land“), auf das Identifizieren neuer Möglichkeiten für den Einsatz von Laubholz (AG „Potenziale von Holz in der Bioökonomie“) sowie auf Vernetzung, Wettbewerbsfähigkeit und Fachkräftegewinnung (AG „Cluster Forst und Holz“) ab.

Auf der Statustagung werden die Arbeitsgruppen ihre bisher erreichten Ergebnisse zur Diskussion stellen, um anschließend in einem offenen Dialog mit den Anwesenden die sechs Handlungsfelder der Charta zu erweitern und zu optimieren. Kritisches Mitwirken ist erwünscht!

Statustagung Charta für Holz 2.0: Dienstag, 17.September 2019, 10.00 bis 17.00 Uhr, Design Offices Berlin, Humboldthafen, Alexanderufer 3-7, 10117 Berlin.
Programm und Anmeldung: https://www.charta-fuer-holz.de/charta-aktivitaeten/statustagung/

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