Dienstag, 17. Dezember 2019, 10:16 Uhr
Roter Punkt

Nürnberger Einrichter schließt nach 30 Jahren

Nach 30 Jahren erfolgreicher Tätigkeit geht eine Ära zu Ende: Das Unternehmer-Ehepaar Thomas und Susanne Kocher hat sich zur Geschäftsaufgabe des Einrichtungshauses Roter Punkt in Nürnberg entschlossen – allerdings „nicht aus wirtschaftlicher Not“, wie Thomas Kocher betont, sondern aufgrund der ungelösten Nachfolgeregelung.

Wer vom Nürnberger Hauptbahnhof aus einen kleinen Umweg über die Gleißbühlstraße Richtung Innenstadt macht, dessen Weg führt an großen, farbigen und meist ungewöhnlich dekorierten Schaufenstern vorbei. Auch dafür ist das Einrichtungshaus Roter Punkt bekannt. Doch im Frühling endet diese Ära. Dann geben Thomas und Susanne Kocher nach 30 Jahren endgültig ihre Geschäftstätigkeit auf, die sie im Jahr 1990 begonnen hatten. Der Räumungsverkauf startet am 2. Januar. „Leider blieben die fast zweijährige Suche nach einem Nachfolger sowie Gespräche mit mehreren Interessenten erfolglos“, schildert Thomas Kocher die Ausgangslage Anfang Dezember: „Uns wäre eine Nachfolgelösung auch im Interesse unserer Mitarbeiter viel lieber gewesen“. Seit Mitte 2018 bemühte sich das Unternehmerpaar intensiv darum. Dass die Geschäftsaufgabe auch persönliche Gründe hat, erklärt Thomas Kocher mit der 30-jährigen Tätigkeit in ein- und derselben Branche. „Wir hatten 30 Jahre Spaß am Möbelhandel, jetzt ist es Zeit für Neues“.

„Wir haben in Nürnberg ein Einrichtungshaus geschaffen, das sich deutlich von anderen unterscheidet“, sagt Susanne Kocher. „Fast jeder Besucher äußert sich positiv über unsere Auswahl, Gestaltung und Umgang mit unseren Kunden. Das hat uns immer wieder motiviert und angespornt.“ Ein Blickfang waren immer wieder die Schaufenster. „Es hat uns besonderen Spaß gemacht, diese auffällig zu gestalten. Dafür konnten wir immer wieder Kooperationspartner aus der Künstlerszene gewinnen“.

Fragt man Thomas Kocher nach weiteren Besonderheiten seines Betriebs, nennt er das extravagante Element, das man bei Roter Punkt bis heute findet: Das Motto "Möbel überraschend anders“ hatte sich das Unternehmer-Ehepaar schon frühzeitig auf die Fahnen geschrieben. „Der für uns größte Erfolg war es, so lange in dem sehr umkämpften Möbelmarkt zu bestehen. Daneben boten wir vielen Mitarbeitern über die Jahre einen sicheren Arbeitsplatz“. 

1990 in Erlangen fiel der Startschuss in einem nur 60 qm großen Ladengeschäft. „Aus dem Nichts haben wir ein solides, bei vielen Menschen in der Region bekanntes Unternehmen aufgebaut. In Nürnberg gibt es fast niemanden, der Roter Punkt nicht kennt“.

Wie geht es weiter? „Wir gehen davon aus, dass wir noch bis Mitte des Jahres mit der Auflösung beschäftigt sind. Danach wollen wir uns eine Auszeit nehmen, um Anfang 2021 frische Ideen für unsere persönliche und berufliche Zukunft zu entwickeln“, lautet der Ausblick von Susanne Kocher. Ab 2. Januar startet der Räumungsverkauf, dann gibt es auf alle Warengruppen radikale Preisreduzierungen. Das sei auch ein Dankeschön an alle Kunden für deren langjährige Treue. „Ohne unsere tollen Kunden und Mitarbeiter hätten wir diesen Erfolg über 30 Jahre hinweg nicht erreicht“, sagt Thomas Kocher stolz. „Selbstverständlich können sich alle Kunden bis zum Schluss auf unsere gewohnten Serviceleistungen verlassen. Alle noch laufenden Aufträge wickeln wir zuverlässig ab.“

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