Montag, 20. Januar 2020, 11:25 Uhr
imm cologne 2020

Erste positive Bilanz - Koelnmesse meldet Besucherplus und gute Geschäfte

Nach sieben intensiven und arbeitsreichen Tagen hat die imm cologne 2020 gestern ihre Türen geschlossen. Auch wenn nicht zu übersehen war, dass einige Aussteller, u.a. aus Italien, fehlten und die Frequenz insgesamt etwas geringer erschien, war die Stimmung auf der Messe gut. Und so zeigt sich die Koelnmesse nach Abschluss selbstbewusst, wie dem ersten Fazit zu entnehmen ist: "Über 128.000 Besucher (inkl. Schätzung für den letzten Messetag), ließen sich von der Branche inspirieren. Damit erreichte die imm cologne – gegen den Trend anderer Frühjahrsmessen der Branche – ein Besucherplus gegenüber der vergleichbaren Veranstaltung. (2018: 125.000 Besucher)."

Die imm cologne habe sich in diesem Jahr zudem wieder sehr international präsentiert. Von den 82.000 Fachbesuchern (2018: 80.704) seien rund 50 % aus dem Ausland angereist. Trotz eines Konzentrationsprozesses im deutschen Handel habe die Veranstaltung – auch hier gegen die Entwicklung der letzten Jahre – bei den Fachbesuchern aus dem Inland ebenfalls wieder ein leichtes Plus erzielt. "Mit diesem Ergebnis unterstreicht die imm cologne nicht nur ihre herausragende Position für das weltweite Geschäft, sondern indem vermehrt auch Planer, Architekten und Objekteinrichter aus dem Inland gekommen sind, auch wieder ihre Bedeutung für den deutschen Markt", so Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse. "Die imm cologne hat die relevanten Themen in diesem Jahr emotional aufbereitet und einer ganzen Branche damit neue, kreative Impulse gegeben. Mit ihrer internationalen Strahlkraft hat sie in einem dynamischen Verlauf für einen aussichtsreichen Start ins neue Jahr gesorgt", freute sich der CEO der Koelnmesse. Auch der Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie, Jan Kurth, zog ein positives Fazit: "Für die Aussteller war die imm cologne eine wirtschaftlich erfolgreiche Messe, mit der die Industrie gut in das Möbeljahr 2020 gestartet ist. Erneut hat Köln damit seinen Stellenwert als Kontakt- und Inspirationsplattform, aber auch als Ordermesse unter Beweis gestellt. Gemeinsam mit allen Beteiligten werden wir in einem sich wandelnden Marktumfeld den Stellenwert dieser zentralen Veranstaltung weiter stärken."

Die Atmosphäre bei den Besuchern war gekennzeichnet durch Business, Networking und der Suche nach Trends, heißt es in der Presserklärung. Die stärksten Besucherländer waren demnach die Niederlande, Belgien, Italien, Schweiz und Frankreich: Die größten Besucherzuwächse konnte die Messe aus der Schweiz (+18 %), den Niederlanden (+11 %) und Belgien (+10 %) verzeichnen. Erfreulich war die Entwicklung bei den Besuchern aus Italien und Russland. Europa insgesamt konnte um 3,8 % zulegen. Deutlich mehr Besucher kamen auch aus Nordamerika (+14,1 %). Bedingt durch den Handelsstreit mit den USA konsolidierte sich China mit rund 3.000 Besuchern auf hohem Niveau.

Die Registrierungsdaten der Messe zeigen, dass auch die Qualität der Besucher aus dem Handel auf einem internationalen Top-Niveau lag. So wurden Fachhändler und internationale Top-Besucher des Einrichtungsfachhandels und des Interior Designs registriert, viele davon aus den Top-30-Handelsketten weltweit. Zuwächse konnten vor allem aus Großbritannien, u.a. mit DFS, Heal´s und John Lewis, verzeichnet werden. Positiv entwickelte sich auch Skandinavien mit Iddesign, Jysk, Svenska Hem, der Indoor Group aus Finnland, Bromölla und Säng Jätten, die mit ihren kompletten Einkaufsteams mehrere Tage die Messe besuchten. Darüber hinaus kamen auch die Entscheider der großen internationalen Kaufhausketten zur imm cologne, darunter u.a. Alinea und But aus Frankreich, El Corte Inglés aus Spanien, Nitori aus Japan und Boston Interiors aus den USA. Auch die Branchengrößen im Online-Handel – hier u.a. Amazon, die Otto Group und Wayfair – nutzten sehr intensiv die Veranstaltung für ihre Geschäfte. Allein Wayfair soll 60 Mitarbeiter aufs Messe-Parkett geschickt haben. Den "Pure"-Bereich der imm cologne besuchten deutlich mehr designorientierte Einrichtungshäuser aus den USA, Kanada, Asien, Russland und Korea.

"Der Erfolg der imm cologne 2020 ist auch Ausdruck einer notwendigen inhaltlichen und konzeptionellen Weiterentwicklung, die die internationale Einrichtungsmesse in diesem Jahr angestoßen hat", schreibt das Kölner Kommunikationsteam. So fokussierte sich die Messe erstmals auf zwei Themenwelten: „Pure“ zeigte die ganze Welt der angesagten Designmarken, demgegenüber stand mit „Home“ das neue Zuhause für Einrichtungslösungen mit Lifestyle-Charakter. Am Ende waren sich alle einig, dass die neue Aufteilung zur Übersichtlichkeit beigetragen hat und den Besuchern eine bessere Orientierung bot. Mit dem deutlichen Ausbau von "Let’s be smart – Smart Village" setzte die Messe zudem einen noch stärkeren Akzent auf das Thema Smart Living und bot der Branche eine attraktive Plattform für ein branchenübergreifendes Matchmaking.

Ebenfalls erwähnenswert ist die neue Struktur der Halle 10 gewesen, die nicht zuletzt durch die Sonderfläche "Future Interiors" einen Besuch wert war. Hier lag der Fokus auf den deutschen Möbeltrends und dem wichtigen Thema Nachhaltigkeit. Auch die konzeptionelle Weiterentwicklung der Halle 11 im Bereich "Pure Amosphere" wurde als wichtiger Schritt in der Entwicklung der imm cologne bewertet. "Gemeinsam mit unseren Marktpartnern aus Industrie und Handel bauen wir die imm cologne weiter konsequent zu dem globalen Marktplatz der internationalen Möbel- und Einrichtungsindustrie aus. Dazu wird auch Mut und Entschlossenheit gehören, um neue Wege zu gehen", so das Resümee von Oliver Frese, dem neuen Geschäftsführer der Koelnmesse.

Neben der konzeptionellen Weiterentwicklung wurde die Messe mit den Trendflächen "Das Haus", "Future Interiors" und "Pure Atmosphere" auch deutlich emotionaler und unterstrich damit den diesjährigen Anspruch vielfältige "Interior Moments" zu schaffen.

Erste Impressionen von der imm cologne 2020 sehen Sie hier in unserer Bilderstrecke, auf Instagram und Facebook - den umfangreichen Nachbericht lesen Sie in der kommenden arcade.

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