Montag, 11. Mai 2020, 10:00 Uhr
Gesamtverband Textil+Mode

Produktion von 22 Mio. Schutzmasken pro Woche

Fast jedes zweite Unternehmen der deutschen Textil- und Modeindustrie ist mittlerweile aufgrund der Corona-Pandemie in die Versorgungslücke bei Schutzmasken gesprungen. Laut einer aktuellen Umfrage des Gesamtverbandes Textil+Mode beträgt die Produktion rund 22 Mio. Masken pro Woche. So wurden in der letzten Aprilwoche 2,5 Millionen FFP-Masken, 7,5 Millionen OP-Masken sowie rund 12 Millionen Mund-Nase-Masken, sogenannte Alltagsmasken, von den mittelständischen Unternehmen gefertigt.

"Trotz der enormen wirtschaftlichen Probleme sind fast die Hälfte unserer Unternehmen in die Maskenproduktion eingestiegen, um ihren Beitrag für den Gesundheitsschutz zu leisten. Es ist beeindruckend, wie schnell unsere Unternehmen trotz aller Probleme neue Lieferketten aufgebaut, Produkte entwickelt und zum Teil auch für den medizinischen Gebrauch zertifiziert haben", erklärt Hauptgeschäftsführer Dr. Uwe Mazura. "Die Produktionszahlen bei Masken dürfen allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Lage in der Textilindustrie durch den Shutdown als desaströs bezeichnet werden muss. Viele Unternehmen kämpfen um ihre Existenz und wissen nicht, wie sie über die nächsten Wochen kommen sollen."

Rund 80 Prozent der Unternehmen haben Kurzarbeit beantragt und ein Drittel befürchtet, in diesem Sommer Pleite zu gehen, falls die Wirtschaft nicht rasch wieder anläuft. Größte Probleme für die Unternehmen sind Stornierungen, Probleme mit den Lieferketten und Liquiditätsengpässe. Zwar wurde die Mittelstandslücke bei den KfW-Corona-Krediten geschlossen, viele Unternehmen berichten allerdings über Probleme bei der Kreditbeantragung und den Vergabe-Bedingungen.

"Wir haben der Bundesregierung und den Ministerpräsidenten der Länder einen Plan für einen Re-Start unterbreitet. Mit konkreten Anti-Corona-Maßnahmen können wir das Wirtschaftsleben in Deutschland jetzt wieder hochfahren. Dazu leistet die deutsche Textil- und Modeindustrie mit der Maskenproduktionen einen wichtigen Beitrag", führt Dr. Mazura fort. "Wir müssen den Stillstand überwinden und die Ärmel wieder hochkrempeln, damit nicht reihenweise mittelständische Unternehmen in Deutschland von der Landkarte verschwinden. Gerade jetzt zeigt sich, wie wichtig es ist, eine eigene Industrie in Deutschland zu haben."




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