Freitag, 22. Mai 2020, 14:20 Uhr
Nora Systems

Spitzenforschung auf Hochleistungsböden

Viel Raum für die Spitzenforschung: Der Neubau des Berliner Instituts für Medizinische Systembiologie (BIMSB) ist Teil des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) in der Helmholtz-Gemeinschaft. In dem Haus in Berlin-Mitte erhalten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt seit 2019 optimale Arbeits-, Forschungs- und Studienbedingungen in einem hochmodernen Umfeld. Entsprechend anspruchsvoll waren auch die Anforderungen an die Baumaterialien. Denn es ging um die Ausstattung von Büros und Fluren, aber auch um Labore und sogar um eine Fischzucht. Wie schon in anderen Gebäuden des Max-Delbrück-Zentrums fiel die Wahl beim Boden auf Kautschuk-Beläge von Nora Systems, die nun auf mehr als 5.500 qm liegen. Die Böden erscheinen überall im einheitlichen Look, obwohl die Bereiche jeweils unterschiedliche Anforderungen hatten – wie elektrostatische Ableitfähigkeit, besondere Rutschfestigkeit oder hohe Geräuschdämmung. „Die Möglichkeit der funktionsübergreifenden Gestaltung war für die Architekten ein zentraler Grund, beim Neubau wieder auf die Produkte ‚Made in Weinheim‘ zu setzen. Aber auch die Langlebigkeit, Nachhaltigkeit und die gute Akustik der ,nora‘-Böden überzeugten“, so Frank Bähr, Marktsegment-Manager Industrie bei Nora Systems.

Die Medizinische Systembiologie ist ein junger, sich weltweit rasant entwickelnder Forschungszweig. Im Berliner BIMSB analysieren rund 250 Spitzenforscherinnen und -forscher in interdisziplinären Teams, wie die Gene das Leben der Zellen steuern, um die Voraussetzungen für eine personalisierte Medizin der Zukunft zu schaffen. Der von Staab Architekten geplante Neubau punktet mit offenen, flexiblen Raumlösungen, welche die Kommunikation und Kooperation fördern. Computerarbeitsplätze lassen sich bei Bedarf leicht in Laborarbeitsplätze umwandeln und umgekehrt. Roher Sichtbeton und robuste Materialien unterstreichen den Werkstattcharakter. Der Gedanke der Transparenz wird in der Glasfassade mit ihrer organisch anmutenden Bedruckung aufgegriffen, die an Pflanzenranken oder DNA-Stränge erinnert. Die Struktur vermindert die Sonneneinstrahlung und erlaubt trotzdem klare Ein- und Ausblicke. Beim Boden ergänzen sich Design und Funktionalität ebenfalls. In den Labor- und Büroflächen wurde „Noraplan uni“ verlegt. Einige Bereiche mit erhöhten Anforderungen an ein ruhiges Umfeld erhielten den besonders geräuschdämmenden „Noraplan uni acoustic“. Im Isotopen-Labor wurde der elektrostatisch ableitfähige „Noraplan stone ed“ installiert, und in der Fischzucht kam der mit R 11 besonders rutschfeste „Noraplan ultra grip“ zum Einsatz. Das warme Beige der „Noraplan uni“-Böden wurde als Sonderfarbe produziert, sodass sie genau ins Farbkonzept passten. Als Vorgabe diente der NCS-Code. Obwohl „Noraplan uni“ und „Noraplan uni acoustic“ unterschiedliche technische Eigenschaften aufweisen, erscheinen sie in der Fläche optisch völlig einheitlich. Auch „Noraplan stone ed“ und „Noraplan ultra grip“ aus dem Standardsortiment passen farblich zu den mit „Noraplan uni“ verlegten Bereichen.

Um ein langlebiges, nachhaltiges Gebäude mit geringen Unterhaltskosten zu konzipieren, reduzierten die Architekten den Materialeinsatz bei der Planung des BIMSB auf wenige robuste Baustoffe. „,Nora‘-Kautschukböden sind vom Material her wertig, verschleißfest und zugleich ökologisch vorteilhaft“, unterstreicht Ulf Theenhausen, Projektleiter bei Staab Architekten. Hinzu kommt die Möglichkeit, im ganzen Haus durchgehend ein Bodendesign umzusetzen. Die Kautschuk-Beläge enthalten weder PVC noch Phthalat-Weichmacher. Sie wurden als erste elastische Böden überhaupt mit dem „Blauen Engel“ ausgezeichnet und leisten einen Beitrag zu einer guten Qualität der Innenraumluft – ein entscheidender Aspekt für ein gesundes Arbeitsumfeld. Ihre extrem dichte Oberfläche macht die Kautschukböden zudem besonders widerstandsfähig – bei der Belastung durch schwere Geräte oder Hubwagen, wie sie im Forschungszentrum zum Einsatz kommen, eine Voraussetzung für ein langfristig einwandfreies Erscheinungsbild. „Der Nutzer hat sich wieder für Kautschuk ausgesprochen, weil sich der Boden in anderen Gebäuden des Max-Delbrück-Centrums bewährt hat“, so Theenhausen weiter.

Wegen des offenen Raumkonzepts im BIMSB war ein guter Schallschutz besonders wichtig, um den Wissenschaftlern ein ungestörtes Arbeiten zu ermöglichen. So wurde im Vorfeld der Planung ein Akustikkonzept erstellt, in das sich die Kautschukböden hervorragend einfügten. „Der dauerelastische Kautschuk vermindert die Gehgeräusche sowie die Schallausbreitung zwischen den einzelnen Bereichen deutlich und sorgt so auch in den offenen Labor- und Büroflächen für eine angenehm ruhige Arbeitsatmosphäre“, erläutert Bähr. In den Flächen, die direkt über einem Konferenzraum liegen, wurde „Noraplan uni acoustic“ installiert. Der mit vier Millimetern besonders dicke Belag mit einer Dämmunterlage reduziert den Trittschall um bis zu 20 Dezibel. Ein weiteres Plus: Die Dauerelastizität der Kautschukböden sorgt auch dafür, dass die Mitarbeiter an den Steharbeitsplätzen nicht so schnell ermüden, Rücken und Gelenke werden geschont.



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