Montag, 06. Juli 2020, 15:05 Uhr
Steigenberger Hotels & Resorts

So nachhaltig ist Luxus

Im Herbst feiert Steigenberger Hotels & Resorts 90. Geburtstag. Seit Juni verantwortet Dennis Hüttig als Vice President Operations neben den Resorts auch die Hotels der Premiummarke. Beim Pillow Talk zum Thema „Ist Nachhaltigkeit die Neudefinition von Luxus“ im Kölner Hästens Store vermittelte er die wertebasierte Unternehmenskultur.
„Wie sucht man als Großeinkäufer Möbel für ein Hotel aus?“, wollte Moderator Prof. Dr. Thomas Garms wissen. Interior habe nicht zwangsläufig mit Funktionalität zu tun, so Hüttig. „Ich muss darauf achten, dass man an einem Tisch im Zimmer auch frühstücken kann, während ein Interior Designer einen Tisch eher als Dekostück denkt“. Nachhaltigkeit sei sehr wichtig. Anders als Designhotels, die so lange nachhaltig seien, wie ihr Design trendig sei, also im Schnitt zehn Jahre, denke man bei Steigenberger deutlich darüber hinaus, auch wenn die Investition für ein langlebiges Produkt höher sei und die Amortisation länger dauere. „Besonders wichtig und extrem nachhaltig ist das Bett. Wenn Sie in einem sehr schlechten geschlafen haben, haben Sie am nächsten Tag nachhaltig ein Problem“, so Hüttig.


Nach Beispielen für gelebte Nachhaltigkeit in der Gastronomie und dem Service gefragt, sagte Hüttig: „Beim Frühstück ist es der Verzicht auf die Einzel-Verpackungen. Sie sehen das Pfund Butter als Pfund Butter auf dem Buffet.“ Doch es sei für jeden Hotelier ein Spagat zu sagen, wie lange ein Gast dies als Zeichen dafür sehe, dass sich jemand Gedanken darüber gemacht habe, und ab wann nur noch als Einsparung. Weg von den Mini-Verpackungen gehe Steigenberger auch bei Shampoo, Conditioner usw., obwohl damit bewusst auf ein Marketinginstrument verzichtet werde. Aber, so Hütting: „Nur für Steigenberger produzieren wir damit sieben Tonnen Plastik­müll. Das wollen wir nicht mehr.“ Luxus und Nachhaltigkeit sieht er ganz nah beieinander, da für beide Qualität essenziell ist. Der nachhaltige Fussabdruck gehe bei Steigenberger bis hin zu: Wo wird produziert? „Bei uns ist es ein Fair Trade Kaffee. Wie wird unser Fleisch produziert? Inwieweit kaufen wir saisonal, inwieweit regional ein? An diesen Themen wird permanent gearbeitet, das ist eine Never-Ending-Story.“

Susanne Kraft

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