Donnerstag, 30. Juli 2020, 12:15 Uhr
Bau 2021

Für viele Architekten ist die Bau gesetzt

Die Messemacher der Bau sind optimistisch, wenn es um die kommende Ausgabe im Januar 2021 geht. Denn, so heißt es in der Pressemeldung vom 28. Juli 2020: Die 18 Messehallen sind zu Dreivierteln fest gebucht. Das entspricht dem Niveau von vor zwei Jahren. So ist die Nachfrage aus dem Ausland größer denn je. Fakt ist auch: Absagen – vorrangig deutscher Hersteller – stehen Ausstellungsbereiche gegenüber, die wie eine Wand hinter der Bau stehen und bei denen die Nachfrage teilweise größer ist als die zur Verfügung stehenden Flächen. Auch auf der Besucherseite steht für viele fest, dass sie im kommenden Jahr dabei sind – so wie die Architekten. 

Noch läuft es, verglichen mit anderen Branchen, einigermaßen rund am Bau. Volle Auftragsbücher aus dem Bau-Boom der vergangenen Jahre sorgen für eine gute Auslastung der Betriebe. Das könnte sich jedoch spätestens 2021 ändern, denn die Baubranche treffen wirtschaftliche Einbrüche meist zeitversetzt. Der Staat als einer der größten Auftraggeber der Bauwirtschaft wird sich angesichts seiner Schuldenlast mit Investitionen zurückhalten, ebenso wie der private Auftraggeber. Das jüngste ifo-Konjunkturbarometer (06/2020), rechnet bereits in den kommenden Monaten mit einem spürbaren Rückgang für das Bauhauptgewerbe. Auch für das Baugewerbe erwartet der Zentralverband Deutsches Baugewerbe, ZDB, dass „der pandemiebedingte Einbruch“ im zweiten Halbjahr 2020 „noch bevorsteht“. Und was den Export angeht: Der ist mit Corona in einigen Branchen komplett eingebrochen, insbesondere in stark betroffenen Ländern wie Frankreich, Spanien oder den USA.

Vor diesem Hintergrund sprechen sich zahlreiche Unternehmen für eine Austragung der Bau 2021 aus. Denn die Messe, so der Tenor, könnte ein starkes Signal setzen und, wie so oft in den vergangenen Jahren, eine Aufbruchstimmung erzeugen, auch und erst recht in Corona-Zeiten. Zwei Beispiele von Architekten, die den Messebesuch fest einplanen:

Prof. Dr. Klaus Peter Sedlbauer, Sprecher der Fraunhofer-Allianz Bau
„Wir als langjähriger Veranstaltungspartner der Messe München schätzen die Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme Bau jedes Mal aufs Neue als eine Plattform, auf der sich die Fraunhofer-Institute mit ihren Kompetenzen, Lösungen und Forschungsergebnissen ihren spezifischen Zielgruppen präsentieren können. Neben der Standpräsenz freuen wir uns auch über die Möglichkeit, unser Wissen, im Rahmen des B0-Forums, dem interessierten Fachpublikum in Vorträgen vermitteln zu können.“

Jürgen Engel, Architekt und Inhaber, KSP Jürgen Engel Architekten
„Bei der Gestaltung von Architektur bis zum Produktdesign verfolgen wir einen ganzheitlichen Anspruch. Die Bau ist für uns daher eine wichtige Inspirationsquelle. Wir sehen sie als Innovationsbörse, auf der wir uns über Produktneuheiten und zukunftsweisende Lösungen informieren. Wir schätzen den gegenseitigen Austausch mit Herstellern und unter uns Kollegen. Das Rahmenprogramm der Messe greift aktuelle Themen auf und bietet eine öffentliche Plattform für interessante Referenten, Bauprojekte und Produkte. Wir sind der Überzeugung, dass der Besuch der Bau auch in der heutigen Zeit möglich ist unter Berücksichtigung der Hygieneregeln.“


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