Mittwoch, 07. Oktober 2020, 10:00 Uhr
Titze Marktstudien

Wie Corona den Bettenfachhandel verändert

Schlafen ist angesagter Lifestyle. Die Erkenntnis, dass eine erholsame Nachtruhe die Grundvoraussetzung für mehr Lebensqualität und Leistungsfähigkeit ist, setzt sich immer stärker durch. Der Gesamtmarkt Schlafen entwickelt sich auch dadurch kontinuierlich zum privaten Erholungszentrum. Bad und Schlafzimmer verschmelzen dabei zu einer emotionalen Wellnesszone. Größere Schlafzimmer, großzügige individuelle Stauraumlösungen, hochwertige Materialien und eine intelligente Vernetzung wirken unterstützend. Dass es im Stationären Handel und speziell auch im Bettenfachhandel ein Defizit in der Kundenansprache gibt, deckt die Studie „Bettenfachhandel nach Corona - Ausblick bis 2025 Wer wächst, wer überlebt, wer stirbt?“ der Unternehmensberatung Titze in Neuss auf, die im September erschienen ist.

Der Bettenfachhandel muss laut Studie daher deutlich mehr Wert auf Warenpräsentation und Gestaltung legen und der Endkunde stärker emotional gepackt werden.

Aktuell hält er in Deutschland laut Studie noch einen Marktanteil von 16,8 % an allen verkauften Schlafsortimenten. Gemeinsam mit dem Betten- und Matratzendiscount kommt er in 2020 nur noch auf 23,2 % Marktanteil. Das entspricht einem Handelsvolumen von 1.936 Mio. Euro.

Der Distanzhandel im Bereich Schlafen kommt aktuell auf 20,0 % Marktanteil und hat diesen seit 2011 somit schon mehr als verdoppelt. Und bis 2025 prognostiziert die Unternehmensberatung Titze für den Bettenfachhandel einen weiter rückläufigen Marktanteil von nur noch 14,7 %. Im Gegensatz dazu werden für den Distanzhandel 25,4 % prognostiziert.

Um so mehr sei es für die Bettenfachhändler in Zukunft wichtig, sich gegenüber der Konkurrenz eindeutig zu positionieren. Dann sind auch im Bettenfachhandel noch erfolgreiche Umsätze und wachsende Erträge zu realisieren. Die erstmalig aufgelegte Studie unterscheidet im Bettenfachhandel vier Handelstypen, die in Zukunft eine völlig unterschiedliche Entwicklung nehmen werden.

  • Die Leistungsträger im Bettenfachhandel sind hochwertige Geschäfte mit umfassender Individualität und einer deutlichen Orientierung auf Marken und technologischen Services in vielen Produktgruppen.
  • Die Stabile Mitte des Bettenfachhandels umfasst ordentliche Fachgeschäfte mit nur eher durchschnittlicher Individualität, die in aller Regel Mitglieder der spezialisierten Einkaufsverbände sind.
  • Die Unprofilierten sind Fachhandelsgeschäfte des Bettenfachhandels im Zuge der obigen Definition mit nur mäßiger Individualität.
  • Bei den Vertikalen Unternehmen handelt es sich vor allem um Hersteller, die die Wertschöpfung in einer Hand halten. Die Unternehmen betreiben die Handelsstandorte in eigener Regie oder als Franchisekonzept.

Die Studie „Bettenfachhandel nach Corona - Ausblick bis 2025 / Wer wächst, wer überlebt, wer stirbt?“ enthält 386 Seiten mit 200 Tabellen und Grafiken und ist im September 2020 erschienen. Der Preis der Studie beträgt Euro 3.000,-- plus Mehrwertsteuer. Nähere Infos gibt es unter info@titze-online.de, www.titze-online.de






Das könnte Sie auch interessieren...

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass diese Seite Cookies verwendet. Mehr Infos