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Donnerstag, 09. September 2021, 08:04 Uhr
Universal Rooms

Neuer Showroom zum Wohnen im Alter

Wie wir morgen leben und wohnen möchten, das präsentiert ab 15. September der Showroom „Universal Rooms“ im historischen Gutshof Haus Aussel (Rheda-Wiedenbrück). Hier können sich Architekten, Möbelhersteller sowie Planer und Betreiber von Einrichtungen des Service Wohnens inspirieren lassen - ganz nach der Devise: „Einfach weglassen, was nach Alter aussieht.“

Wie wollen wir im Alter leben? Selbstbestimmt und in einem wohnlichen Umfeld, würden wohl die meisten Menschen antworten. Wie das aussehen kann, zeigen die neuen „Universal Rooms“: „Unser Konzept begeistert, weil wir ästhetisch anspruchsvolle Räume zeigen, die das Leben erleichtern und die man in jedem Alter haben will“, erläutert Geschäftsführerin Carolin Pauly, die Universal Rooms zusammen mit Oliver Conrad als Kurator und Art Director Stefan Wachtendonk gründete. Die Leitidee orientiert sich am Prinzip des Universal Designs, nach dem Produkte und Räume für die größtmögliche Gruppe von Menschen gestaltet werden. 

Wie man damit den Wachstumsmarkt des Wohnens im Alter erschließen kann, zeigt der neue Showroom im Haus Aussel, einem ehemaligen Burgmannshof aus dem 16. Jahrhundert. Er bietet ab 15. September eine zukunftsweisende Plattform sowohl für Betreiber und Planer als auch für die Möbel- und Einrichtungsbranche. Um die verschiedenen Fachwelten weiter vernetzen, sind künftig auch Events geplant. „Räume muss man begehen, um sie wirklich einschätzen und ihre Atmosphäre spüren zu können“, betont Carolin Pauly. „Wir haben Universal Rooms als Marketing- und Vertriebsplattform entwickelt, als Schnittstelle zwischen den Wünschen der Betreiber und den manchmal unklaren Vorstellungen der Industrie und dem Markt des Service Wohnens. Insbesondere für Neueinsteiger in dieses Segment bietet dieser begleitete Einstieg in die Branche mit ihren besonderen Anforderungen, große Chancen.“

Nichts an der Wohnung sieht auf der ersten Blick nach Alter aus. Ganz dezent kommen die Assistenzlösungen ins Spiel. So bieten die Küche und der Hauswirtschaftsraum diverse Unterstützungen, die bewegungseingeschränkte Menschen bei den täglichen Handhabungen unterstützt. Besonders clever ist das Bad. Dank einer zum Schlafzimmer aufklappbaren Wand erleichtert es Pflegekräften, direkt am Bett Menschen zu waschen. Im Schlafzimmer sorgen höhenverstellbare Betten für besten Komfort. Der Kleiderschrank erleichtert das Auswählen der Kleidung, indem sich die Kleiderstange auf Griffhöhe absenken lässt. Komfortable, moderne Stühle gehören ebenso zum Interior-Konzept wie Funktions-Sofas und -Sessel sowie ein durchdachtes Lichtkonzept.

„Universal Rooms ist in Deutschland der einzige Showroom, der eine kuratierte, auf die Anforderungen der zukünftigen Nutzer ausgerichtete Kompletteinrichtung eines Service Appartements präsentiert“, erklärt Designer Oliver Conrad. Wohnlichkeit steht im Vordergrund, Pflegekomponenten sind versteckt eingebaut. Betreiber, Investoren, Projektentwickler und Architekten können sich in Ruhe inspirieren lassen. Architekten etwa können das Zusammenspiel der verschiedenen Einrichtungsgegenstände, Materialien, Farben, Formen vor der Fertigstellung des Gebäudes erleben und müssen nicht anhand von Fotos, Farb- und Produktmustern entscheiden. Betreiber wiederum können ihre Anforderungen an die Gestaltung der Innenräume abgleichen mit der Live-Atmosphäre des eingerichteten Apartments – und damit ausprobieren, ob die Räume nicht nur gefallen sondern auch im Hinblick auf Bewohnersicherheit, Prozessoptimierung, Wohlfühlcharakter funktionieren. Die Möbelindustrie kann sich Anregungen holen für funktionale und dennoch ästhetische Möbel, die Pflege erleichtern und unterstützen.

Der Markt des Service Wohnens bietet aktuell Perspektiven für mehr als eine halbe Million neuer Wohneinheiten, davon mehr als 85.000 in Premium-Qualität“, ergab eine Studie des Berliner Projektentwicklers Terragon. Mittelfristig steigen diese Zahlen bis 2035 um weitere 200.000 Service-Wohnungen (gesamt), davon etwa 33.000 in Premium-Qualität. Insgesamt rechnet der Projektentwickler mit einem Investment-Potenzial von rund 64 Milliarden Euro. 

Zugleich wird das klassische Pflegeheim in den kommenden zwanzig Jahren an Bedeutung verlieren, während der Bedarf an alternativen, universell nutzbaren Wohnformen steigen wird, schätzen Branchenexperten. So entstand auf Initiative des Fachmedienhauses Vincentz Network (Hannover) - mit seinen Fachredaktionen Care Invest und arcade - die Idee für das Designkonzept "Universal Rooms". Dominik Wagemann, Verlagsleiter bei Vincentz Network: „Der Trend geht zum selbstbestimmten Wohnen im Alter. Investoren, Projektentwickler und Betreiber von Healthcare-Immobi­lien verstehen es, geeignete Gebäude­konzepte zu entwickeln. Um dauer­haft erfolgreich zu sein, muss man jedoch auch die hohen Ansprüche der künftigen Bewohner berücksich­tigen. Genau dort setzen wir an. Mit sorgfältig kuratierten Innenein­richtungen ergänzen wir das Angebot und schließen eine wichtige Lücke in diesem Wachstumsmarkt. Damit schaffen wir Alleinstellungsmerkmale für die Betreiber und bieten der Möbel- und Einrichtungsbranche die Möglichkeit, mit ihrer Expertise und ihren Kollektionen neue Umsatzpotenziale zu erschließen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um in den Markt einzusteigen!“

Carolin Pauly sieht noch weitere Perspektiven: „Zunächst haben wir einen Masterplan für fünf Jahre entwickelt. Unter unserem Ansatz ‚Wohnen für alle‘ verstehen wir auch Konzepte für generationsübergreifende Quartiersprojekte, temporäres Wohnen, Mitarbeiterwohnungen oder auch Smart Home-Konzepte. Für uns ist es auch vorstellbar, mit der Hotelbranche zusammenzuarbeiten sowie Vermarktungskonzepte für den klassischen Möbelhandel zu entwickeln.“ 

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