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Montag, 20. September 2021, 12:23 Uhr
Bauwerk

Vertrieb für Holzhybrid-Ensemble in München gestartet

Der Projektentwickler Bauwerk hat den Vertrieb von 56 Wohneinheiten in seinem neuen Münchner Projekt "Vinzent" gestartet. Es ist das erste Holzhybrid-Ensemble für Wohnen und Office im Münchner Innenstadtgefüge. Bei der Planung von Architektur, Ausstattung und Konzept haben Bauwerk und das namhafte Münchner Büro Allmann Sattler Wappner Architekten das Trend-Thema Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt gestellt. Jürgen Schorn, geschäftsführender Gesellschafter von Bauwerk: „Wir setzen mit Vinzent ein Statement für ökologisch verantwortliches und nachhaltiges Bauen und zeigen, dass Holzbau auch in gewachsenen, urbanen Lagen funktioniert. Mit dem Einsatz von Holz leistet das Projekt einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und fördert ein gesundes sowie ästhetisches Wohnen und Arbeiten. Darüber hinaus gewährleistet Holz eine schnellere, ressourcenschonende und energieeffiziente Bauweise. In Verbindung mit modernen Technologien lassen sich so nachhaltige Projekte realisieren, die den heutigen gesellschaftlichen Anforderungen entsprechen.“

"Vinzent" entsteht ab Ende des Jahres an der Ecke Gabrielenstraße 3 und Rupprechtstraße 22 im St.-Vinzenz-Viertel im Herzen des Stadtteils Neuhausen. Der Bauvorbescheid der Lokalbaukommission wurde im April 2021 erteilt. Die Fertigstellung ist für voraussichtlich Anfang 2024 geplant. Bauwerk strebt für das Projekt eine LEED Gold-Zertifizierung an. Das international anerkannte Zertifizierungssystem bescheinigt, dass Gebäude auf umweltfreundliche Art entworfen und gebaut sind. 

Bei der Gestaltung der drei neuen Gebäudeteile übersetzen Allmann Sattler Wappner Architekten das progressive Konzept des Ensembles nach außen und betten es zugleich in die historisch gewachsene Atmosphäre des St.-Vinzenz-Viertels ein. So schafft eine Überhöhung der Gebäudeecke an der Straßenkreuzung eine neue Identität. Zugleich zitiert die Architektur der Fassaden die Nachbarbebauung der Gründerzeit durch horizontale Bänder und einen massiven Sockel. Die beiden Wohngebäude an der Gabrielenstraße und im Innenhof bestehen aus einem Tragwerk aus Beton und einer farbigen Ornament-Holzfassade in heller Schalung. Das sechsgeschossige Office-Gebäude, das sich an das Vorderhaus anschließt und an der Rupprechtstraße fortgeführt wird, wird in Holzhybrid-Bauweise errichtet. Es bietet auf circa 6.700 Quadratmeter Bürofläche Platz für circa 400 Arbeitsplätze.

Bodentiefe Fenster und transparent wirkende Geländer an Fenstern und Balkonen lassen die straßenseitigen Fassaden leicht wirken. Verstärkt wird dieser Effekt durch „schwebende“ Pflanzen. Mit ihnen integriert "Vinzent" als eines der ersten Neubauprojekte ein intelligentes Pflanzensystem des Herstellers GKR, das sich komplett selbst versorgt und zur Verbesserung des Stadtklimas beiträgt. Das vegetative Konzept entstand in Kooperation mit Swantje Duthweiler von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Der von Schüller Landschaftsarchitekten gestaltete rund 1.000 Quadratmeter große Innenhof mit Nutzpflanzen wie Obstbäumen und Kräutern sowie Blumen ergänzt das nachhaltige Konzept.

Beim Bau von "Vinzent" wird ausschließlich Holz aus bayerischen oder europäischen Wäldern und nachhaltiger Forstwirtschaft verwendet. Die Gebäudehüllen bestehen zu 100 Prozent aus Holz. Der Holzanteil im Ensemble liegt insgesamt bei 25 Prozent. „Der Einsatz von Holz wirkt nicht nur klimaentlastend. Er bringt auch Vorteile für den Bauablauf mit sich. Zum einen verkürzt sich die Bauzeit um drei bis fünf Monate im Vergleich zu konventionell errichteten Gebäuden aus Beton. Zum anderen trägt die Holzhybrid-Bauweise zu einer Entlastung der Nachbarn bei, da der hohe Vorfertigungsgrad weniger Transporte und vor allem eine leisere Baustelle mit sich bringt“, erläutert Alexander Sälzle, Projektleiter bei Bauwerk. 

Im Inneren sorgt das Naturmaterial Holz für ein gesundes Raumklima, da es Wasserdampf aus feuchter Luft aufnimmt und ihn bei Trockenheit wieder abgibt. Durch diese hygroskopische Eigenschaft herrscht eine für Wohnräume ideale Luftfeuchtigkeit von 45 bis 55 Prozent.

Die 56 Eigentumswohnungen mit einem bis vier Zimmern entstehen auf einer Geschossfläche von 6.680 Quadratmetern und verteilen sich auf das siebengeschossige Vorderhaus und ein fünfgeschossiges Hofhaus. Hier entstehen Wohnungen mit circa 35 bis 120 Quadratmeter, Maisonette-Wohnungen mit rund 90 bis 120 Quadratmeter, Garten-Maisonette-Wohnungen mit circa 45 bis 135 Quadratmeter sowie Penthäuser mit etwa 200 Quadratmeter Wohnfläche. Ein KNX-Bussystem für Smart Home ist in allen Wohnungen integriert. Viele Wohnungen verfügen zudem über Balkone, Terrassen und Dachterrassen.

Jürgen Schorn: „Die Ausstattung der Wohnungen ist nicht nur hochwertig, sondern ebenfalls nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip ausgerichtet. Das heißt, dass beispielsweise die Badewannen aus Stahl-Emaille nach ihrer Nutzungsdauer eingeschmolzen und über den Rohstoff-Kreislauf eine neue Verwendung finden können. Außerdem wurden Partner und Hersteller aus Deutschland gewählt, die auf heimische Materialien und eine nach ökologischen und ethischen Aspekten ausgerichtete Produktion setzen.“










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