Mittwoch, 31. August 2022, 15:24 Uhr
Düsseldorf

DGNB Platin-Zertifizierung für Bürohaus KII

Das KII in Düsseldorf ist bereits als bester Neubau Deutschlands ausgezeichnet, jetzt wurde es auch für seine Nachhaltigkeit zertifiziert: Für die Verbindung von Ökologie, Ökonomie, Innovation und Nachhaltigkeit erhielt das Gebäude, entworfen von Ingenhoven Architects, die höchstmögliche Zertifizierung DGNB-Platin. Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen vergab dabei eine Projektbewertung von insgesamt 93,2 Prozent. Das ist die höchste, jemals im Bereich neu gebauter Geschäftshäuser erzielte Bewertung durch die DGNB. 

Die grüne Fassade war von Beginn an wesentlicher Bestandteil des KII. Mehr als 30.000 Hainbuchen mit acht Kilometer Länge stehen an den Schrägfassaden und auf dem Dach des Gebäudes. Es ist Europas größte Grünfassade. Damit sorgen die Centrum Gruppe und die B&L Gruppe nicht nur für frisches Grün und bessere Luft rings um das KII, sondern setzen zugleich einen neuen Klimastandard für Gebäude in den Innenstädten. Denn neben der Bindung von Feinstaub über die Blattoberflächen nehmen die Pflanzen CO2 auf und produzieren Sauerstoff. Zugleich geben die Blätter Feuchtigkeit ab, sodass im Umfeld des KII ein Kühlungseffekt entsteht. Der ökologische Nutzen der Hainbuchenhecke entspricht dem von rund 80 ausgewachsenen Laubbäumen.  

Mit ihrer Zertifizierung würdigt die DGNB insbesondere den ganzheitlichen Ansatz von Centrum und B&L, den Nutzen für Natur, Umwelt und Biodiversität sowie die Nachhaltigkeit des gesamten Geschäfts- und Bürohausensembles. So dienen die 30.000 Pflanzen auch als natürlicher Energiewandler. Die Fassadenbegrünung verhindert zum Beispiel, dass sich die Fassade des KII bei starker Sonneneinstrahlung auf über 70 Grad aufheizt und diese Wärme zurück an die Umgebungsluft abgibt. Die Hecke übernimmt zugleich die Funktion eines Hitzepuffers und wirkt wie eine natürliche Klimaanlage. Das ist gerade jetzt angesichts der gestiegenen Energiepreise und dem Ringen um die Sicherung der Energieversorgung von besonderer Bedeutung. Verhindert wird durch die Grünfassade, dass die Temperaturen auch im Gebäude überproportional ansteigen, wodurch weniger Energie für die Kühlung der Geschäfts- und Büroräume aufgewendet werden muss. 

KII geht damit über bisherige Ansätze für nachhaltiges Bauen weit hinaus. Neben dem Einsatz hochmoderner und effizienter Gebäudetechnik sowie eines nachhaltigen Energie- und Gebäudemanagements wird jetzt auch das ökologische Potenzial einer urbanen Begrünung genutzt, um Energieeinsparungen zu realisieren und Ressourcen zu schonen. Durch die intensive Begrünung verringert sich der CO2-Fußabdruck des gesamten Gebäudes dauerhaft im Vergleich zu klassischen Projektentwicklungen dieser Größe.

Bilder: (c) Centrum Gruppe/HGEsch

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