Donnerstag, 10. August 2017, 15:18 Uhr
MARBURGER TAPETENFABRIK

Eine Hommage – für und von Zaha Hadid

Sie war eine der renommiertesten Vertreterinnen ihrer Disziplin und erhielt als erste Frau mit dem Pritzker-Preis den „Nobelpreis der Architektur“. Im März letzten Jahres verstarb Zaha Hadid überraschend mit nur 65 Jahren. Erst kurz zuvor hatten sie und ihr Team die Designs für ein außergewöhnliches Tapetenbuch fertiggestellt. Das Ergebnis dieser zweiten Zusammenarbeit mit der Marburger Tapetenfabrik trägt unverkennbar die typische Handschrift der Weltklasse-Architektin. Eine ‘Hommage’.

Mit ihren visionären und spektakulären Entwürfen setzte sie Maßstäbe in der Architektur. Den rechten Winkel ersetzte sie konsequent durch dynamische Diagonalen und organische Formen und wurde damit weltberühmt, auch wenn ihre Entwürfe zunächst als nicht realisierbar galten. Sie brach starre Strukturen auf, kippte Perspektiven, verschob Proportionen und „verflüssigte“ so Objekte und Räume. Sie selbst bezeichnete ihren Stil als „fließend“ und wurde in der Branche auch die „Queen of the curve“ genannt. Ihr Kontakt zur Marburger Tapetenfabrik entstand im Rahmen des Projekts ‘Art Borders’. Ein Projekt, für das seit 1999 namhafte Künstler, Designer und Architekten ihre Sicht auf die Tapete als zentrales Gestaltungselement des Raumes in Entwürfe ­umsetzten.
Bereits 2010 trug Zaha Hadid vier spektakuläre Designs zu der exklusiven Samm- lung bei. Und sprengte so herkömmliche Sehgewohnheiten: Das Ergebnis waren expres- sive Dessins in bis zu 9m Breite und 3,30m Höhe. Diese kreative Zusammenarbeit führten Zaha Hadid und das international agierende Tapetenunternehmen 2016 fort, ohne zu wissen, dass die neue Kollektion einen Schlusspunkt markieren würde. Die großformatigen Designs der Serie ‘Hommage’ verkörpern nun dynamische Kunst für die Wand und sind Marburgs ­Würdigung der einzigartigen Architektin. Im Mittelpunkt stehen fünf XXL-Digitaldruck- motive: Dessins und Kolorits sind eben­solche Eyecatcher wie die Architektur von Hadid. Die Wirkung der auf 300 Stück pro Kolorit limitierten Digitaldrucke lässt sich anhand von Fotos und Raumbildern nur erahnen. Man muss sie erleben, um zu ­erfassen, was die Ausnahme-Architektin mit ihnen intendiert hat: die Neuordnung des Raumes mittels organischer Formen.

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